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Die Graz 99ers starten in ein neues Abenteuer. © Graz 99ers

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Die Graz 99ers starten in ein neues Abenteuer. © Graz 99ers

Bozens und Pustertals Konkurrenten starten in die Königsklasse

Während der KAC und Red Bull Salzburg in der Champions Hockey League (CHL) längst zum Inventar zählen, nimmt Meister Graz99ers erst zum zweiten Mal in der Clubgeschichte am europäischen Prestigebewerb teil. Los geht’s am Donnerstag.

Die Grazer starten gegen niemand Geringeren als den Schweizer Meister Fribourg-Gotteron in die CHL. Sechs Partien sind im Grunddurchgang zu absolvieren. „Unser Ziel ist, dass wir aufsteigen“, erklärte 99ers-Präsident Herbert Jerich der APA.


16 der insgesamt 24 Mannschaften ziehen in die K.o.-Phase ein, die im November beginnt. Bei der bisher einzigen CHL-Teilnahme vor sieben Jahren waren die 99ers in der Gruppenphase hängengeblieben. Zum Auftakt wartet mit Fribourg-Gotteron ein „Kracher“, wie es Jerich formulierte. „In der Schweizer Liga muss man erst einmal Meister werden. Aber wir scheuen nicht zurück, wir springen ins kalte Wasser.“ Mit einer guten Goalie-Leistung sei eine Überraschung nicht ausgeschlossen.

Meister mit niedrigerem Budget

Mehr rechnen sich die Steirer im zweiten Heimspiel am Samstag gegen Frankreichs Champion Boxers de Bordeaux aus. „Wenn wir unser Ziel Aufstieg verfolgen wollen, ist das fast schon ein Pflichtsieg“, meinte Jerich. Voraussetzung sei das Weiterkommen aber keineswegs. „Es ist eine Lernphase für die Leute, wir machen das langfristig.“ Die CHL sei zwar eine Doppelbelastung. „Wir sehen das aber nicht als Nachteil, wir sind stolz und haben uns das verdient. Vielleicht bist du dann auch bei Saisonstart besser in Schuss.“

Graz-Trainer Dan Lacroix will hoch hinaus. © APA / ERWIN SCHERIAU

Graz-Trainer Dan Lacroix will hoch hinaus. © APA / ERWIN SCHERIAU


Die Spielzeit in der heimischen ICE Hockey League beginnt am 18. September. Das 99ers-Budget sei laut Jerich um einen signifikanten sechsstelligen Betrag geringer als in der Vorsaison. Man könne bei Bedarf im Saisonverlauf aber nachlegen. „Mit uns ist wieder zu rechnen“, betonte Jerich. Der Club verfüge über ein junges Team, dem möglicherweise noch etwas Erfahrung fehle. „Die Qualität ist aber sicher nicht schlechter als letztes Jahr.“

Mut macht den Grazern der Verbleib von Chefcoach Dan Lacroix. Der Kanadier war unter anderem mit dem deutschen Serienmeister Eisbären Berlin in Verbindung gebracht worden, bei dem die 99ers nächsten Donnerstag (11. September) in ihrem ersten CHL-Auswärtsspiel gastieren. „Es war sehr eng. Hinter den Kulissen war gefühlt halb Europa hinter ihm her“, schilderte Jerich. „Der Trainer ist viel wert, er macht das Team einfach besser.“

Salzburgs Neo-Trainer sieht „viel Charakter“

Mit einem neuen Cheftrainer startet Salzburg in die CHL. Der Kanadier Alan Letang hat die Nachfolge seines Landsmannes Manny Viveiros angetreten, von dem sich die Bullen nach dem enttäuschenden Viertelfinal-Aus in der heimischen Meisterschaft getrennt hatten. Viermal in Serie hatten sie zuvor den ICE-Titel eingefahren. Letang soll das Schiff wieder auf Kurs bringen. „Wir haben viel Charakter in der Kabine, der sich auch in schwierigen Momenten zeigt“, meinte der 50-Jährige. Kapitän Thomas Raffl ist nach einer Verletzung in der Vorbereitung rechtzeitig wieder fit.

Peter Hochkofler & Co. sind in der CHL Dauergast. © EC Red Bull Salzburg / Manuel Mackinger

Peter Hochkofler & Co. sind in der CHL Dauergast. © EC Red Bull Salzburg / Manuel Mackinger


Zum CHL-Auftakt empfangen die Salzburger am Donnerstag (19.15 Uhr) die Kölner Haie. Auch Berlin ist am 7. Oktober noch in der Mozartstadt zu Gast. „Unsere Regular-Season-Gegner haben es in sich“, betonte Letang. „Allein schon gegen diese Teams zu spielen, erhöht unser Wettkampflevel.“ Zudem haben die Salzburger eine gute CHL-Bilanz zu verteidigen: In bisher elf Saisonen haben sie nur einmal kein K.o.-Spiel bestritten. Höhepunkt war der Halbfinal-Einzug 2018/19.

KAC mit Assistenzcoach Brandner

Kein Team spielte öfter in der europäischen Liga als die Salzburger, die seit Einführung nur eine Saison verpassten. Für den KAC ist es die siebente Teilnahme. In die K.o.-Phase haben es die Klagenfurter bisher nur 2021/22 geschafft. Der Rekordmeister startet am Donnerstag und Samstag (jeweils 19.15 Uhr) mit einem Heimdoppel gegen Bordeaux und Fribourg-Gotteron. Mit dem früheren NHL-Profi Christoph Brandner ist ein prominenter Name neu als Co-Trainer mit an Bord.

Der EC KAC muss zu Hause ran. © CHL/Wolfgang Jannach

Der EC KAC muss zu Hause ran. © CHL/Wolfgang Jannach


Nach dem Aus im ICE-Viertelfinale gegen Szekesfehervar brennen die „Rotjacken“ auf Wiedergutmachung. Drei von vier Testspielen haben sie gewonnen. „Wir Trainer sind happy, dass die Struktur in unserem Spiel insgesamt schon gut funktioniert“, sagte Brandner nach der Vorbereitung. Bei den KAC-Cracks steht der 51-jährige Ex-Stürmer, 2003 Österreichs erster Torschütze in der nordamerikanischen Profiliga, hoch im Kurs. „Jeder hat großen Respekt vor ihm“, sagte Abwehrchef Clemens Unterweger. „Im taktischen Bereich ist er top ausgebildet.“

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