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Torhüter Tomas Sholl und die Pusterer Wölfe begeben sich vorläufig in Isolation. © Iwan Foppa/Optic Rapid

Corona beim HC Pustertal: „Null Vorwurf an die Spieler“

Die Corona-Welle hat den HC Pustertal mit voller Wucht erfasst und die sofortige Unterbrechung des Trainings- und Spielbetriebs erzwungen. Wir haben uns bei den Verantwortlichen in Bruneck umgehört.

Von:
Alexander Foppa

Mittwochmittag verkündete die ICE Hockey League eine Meldung, die zu befürchten war, die den HCP-Fans aber dennoch bitter aufgestoßen haben dürfte: Das Spiel Pustertal gegen Ljubljana am Dreikönigstag muss coronabedingt abgesagt werden (SportNews berichtete). Das Virus hat sich im Mannschaftskader der Wölfe ausgebreitet.


„Der HC Pustertal wird alles in seiner Macht Stehende tun, um den Spielern, Mitarbeitern und Familien die bestmögliche Betreuung zukommen zu lassen“, so wurde Vereinspräsident Erich Falkensteiner schließlich am Nachmittag in einer Vereinsaussendung zitiert.

Doch wie viele Spieler bzw. Betreuer im Verein sind effektiv von einer Corona-Infizierung betroffen? Laut Sportdirektor Patrick Bona sei die Lage noch unklar: „Bei ein paar Spielern fielen die routinemäßigen Schnelltests positiv aus, Gewissheit werden aber erst die Ergebnisse der PCR-Tests bringen, die im Laufe des Mittwochs durchgeführt wurden.“ Somit dürfte sich erst am Donnerstag herausstellen, ob sich die Anzahl der infizierten Cracks im mittleren einstelligen Bereich hält oder womöglich höher ausfällt. Wie auch immer: Vorerst bleiben Schlittschuhe, Schläger und Schoner in der Kabine.

Auch Linz-Spiel vor Absage
Bislang wurde lediglich das Auswärtsspiel gegen Ljubljana abgesagt, doch auch das Heimduell mit Linz am Sonntag steht mehr als nur auf der Kippe. Laut Kronen Zeitung sind bei den Black Wings die vergangenen Tage mindestens zehn Spieler positiv auf Corona getestet worden. An eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs ist dort also nicht zu denken.
„Es war zu befürchten, dass es uns irgendwann treffen würde.“ HCP-Sportdirektor Patrick Bona

Deutlich härter als Schlusslicht Linz trifft dieser Umstand allerdings den HC Pustertal, der erst am Dienstagabend mit einem glänzenden Heimsieg gegen Dornbirn den Sprung auf einen Pre-Playoff-Platz geschafft hatte ( hier gibt's die Highlights). „Natürlich ist der Zeitpunkt ärgerlich“, so Bona im Gespräch mit SportNews, „doch war es zu befürchten, dass es irgendwann auch uns treffen würde. Wir sind ja beileibe nicht die einzigen in der Liga, die durch Corona ausgebremst werden.“

Dabei hatten Verein und Spieler die vergangenen Wochen alles unternommen, um der aktuellen Corona-Welle auszuweichen. Jeder HCP-Crack, der dazu befähigt war, hat sich zum dritten Mal impfen lassen. „Ich bin mir sicher, dass sich auch alle an die Hygienemaßnahmen gehalten haben, aber man sieht ja, wie sehr das Virus in der Gesellschaft um sich greift. Den Spielern mache ich deshalb null Vorwurf“, so Bona, der gleichzeitig auch ankündigt: „Wir haben zuletzt großen Charakter bewiesen und sind auf den richtigen Weg eingebogen. Wir werden mit ordentlich Dampf wieder loslegen.“

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