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Die Pusterer Stars haben Grund zur Freude: Sie gewannen das erste Halbfinale. © Iwan Foppa / HCP

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Die Pusterer Stars haben Grund zur Freude: Sie gewannen das erste Halbfinale. © Iwan Foppa / HCP

Die nächste Playoff-Party: Pustertal besiegt Ljubljana

Die Fans in der rappel- und stimmungsvollen Intercable Arena sahen am Sonntag den nächsten begeisternden Auftritt des HC Falkensteiner Pustertal, der im ersten Spiel des Halbfinals in der ICE Hockey League (ICEHL) Olimpija Ljubljana in die Schranken wies.

Aus der Intercable Arena

Von:
Leo Holzknecht

Fünf Spiele, fünf Siege: Die diesjährige Playoff-Bilanz der Schwarz-Gelben liest sich wie ein Märchen, ist aber real. Das nächste Kapitel schrieben Kapitän Raphael Andergassen & Co. am Sonntag in Bruneck, als sie ein zähes Olimpija Ljubljana mit 3:0 schlugen. Angesichts des ausgeglichenen Spielverlaufs müssen sich aber beide Fanlager wohl auf eine lange Serie einstellen.


Knapp zwei Wochen Pause nach dem Sweep gegen Red Bull Salzburg wurden im HCP-Lager zwar wohlwollend aufgenommen, um den Akku wieder voll aufzuladen. Die lange Unterbrechung schadete aber freilich dem Rhythmus der Wölfe, die im ersten Drittel lethargisch, ja fast schon schläfrig auftraten. Über Härte und das eine oder andere Gerangel fand die Jaspers-Truppe aber zu sich und zog ab dem zweiten Drittel ihr gewohntes Tempo-Eishockey auf – ohne sich (zunächst) aber zu belohnen.

Starke Torhüterleistungen

Der Grund: Nicht nur Pustertal kann sich mit Eddie Pasquale auf einen Star-Goalie verlassen, sondern auch Ljubljana. Der 36-jährige Dustin Tokarski bestritt in seiner Karriere 91 NHL-Spiele und bewies schon im Viertelfinale gegen den HC Bozen mit einer absurden Fangquote von 95,5 Prozent seine ganze Klasse. An diesem Abend schlüpfte er im Mitteldrittel in die Hauptrolle, als er etliche Hochkaräter entschärfte. Bei Cole Bardreaus Ablenker zum 1:0 musste er jedoch kapitulieren.

Es war die spielentscheidende Szene, denn am Pusterer Abwehrriegel gab es kein Vorbeikommen. Auf beeindruckende Art und Weise gelang es den Hausherren, die Räume eng zu halten, den slowenischen Einzelkönnern um TJ Brennan keine Luft zum Atmen zu gewähren und die Schusslinien zuzustellen. Gleichzeitig hatte der HCP in den Special Teams klar die Oberhand. Zwei Powerplays wurden genutzt, alle vier Unterzahlsituationen schadlos überstanden.

Mit diesem Erfolgsrezept reisen die Wölfe nun nach Slowenien, wo am Dienstag um 19.15 Uhr das zweite Spiel der Serie über die Bühne gehen wird. Dann soll die HCP-Serie mit fünf Playoff-Erfolgen in Serie fortgesetzt werden. Im anderen Halbfinale feierten die Graz 99ers zum Auftakt einen knappen 3:2-Sieg gegen Fehervar.

Die Höhepunkte

Viel Härte, wenige ChancenDas erste Drittel ist von viel Kampf und Krampf geprägt. Geordnete Spielzüge sind kaum zu sehen, dafür immer wieder Gerangel. Die beste Möglichkeit aufs 1:0 findet Mahkovec vor, dessen Direktschuss aber glänzend von Pasquale pariert wird.
Tokarski ist eine WandPustertal kommt mit viel mehr Elan aus der Kabine und erspielt sich Chancen im Minutentakt. Bei Osmanskis abgefälschtem Versuch, Lobis Nachschuss und Lauridsens Knaller aus dem Slot ist Tokarski aber aufmerksam.
Da ist esDas Wölfe-Powerplay lässt lange zu wünschen übrig, sticht dann aber doch noch: Almquist zieht von der blauen Linie ab, Bardreau steht im Slot und gibt dem Puck die entscheidende Richtungsänderung.
Schön herausgespieltIn der Intercable Arena kehrt etwas Beruhigung ein, als Ticar in der 52. Minute auf 2:0 stellt. Der Zuckerpass kommt von Bowlby, der Abschluss ist nur noch Formsache. Am Ende macht Lauridsen mit einem Empty-net-Tor alles klar.

HC Pustertal – Olimpija Ljubjana 3:0

HCP: Pasquale (Rabanser); Almquist-Blum, Lauridsen-DiTomaso, Zanatta-Osmanski, Glira; Bowlby-Ticar-Purdeller, Saracino-Bardreau-Rueschhoff, Lobis-Frycklund-Lipon, Mantinger-Andergassen-Deluca, Ierullo
Coach: Jaspers

HKO: Tokarski (Kolin); McNeill-Brennan, Halbert-Kirichenko, MacWilliam-Gregorc, Crnovic; Meyer-Boychuk-Drozg, Sabolic-Petan-Mahkovec, Simsic-Quince-Kapel, Pance-Bericic-Bukovec, Mehle
Coach: Cooper

Tore: 1:0 Bardreau (34.22), 2:0 Ticar (51.58), 3:0 Lauridsen (57.26)

Zuschauer: 3104

Stand in der Serie: 1:0

ICE Hockey League, Halbfinale:

Graz 99ers – AV Fehervar 3:2
Tore: 1:0 Huber (3.15), 1:1 Cheek (15.13), 2:1 Swaney (21.15), 2:2 Gerlach (27.46), 3:2 Schiechl (54.56)
Zuschauer: 4126
Stand in der Serie: 1:0

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