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Bozens Luca Frigo (rechts) mit seinem Nationalmannschaftskollegen und Ljubljana-Crack Alex Petan. © Filip Barbalic

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Bozens Luca Frigo (rechts) mit seinem Nationalmannschaftskollegen und Ljubljana-Crack Alex Petan. © Filip Barbalic

Ein lachendes und ein weinendes Auge beim HC Bozen

Es gibt Niederlagen, die tun weh. Und dann gibt es Niederlagen, die lassen sich verschmerzen. Jene vom Mittwochabend ist für den HC Bozen eine Mischung aus beiden.

Zwei Spieltage vor Ende des Grunddurchgangs mussten sich die Foxes bei Olimpija Ljubljana mit 3:4 nach Penaltyschießen geschlagen geben. Die gute Nachricht für die Foxes-Fans: Der vierte Platz – und somit das Heimrecht im Viertelfinale – ist so gut wie fix.


Der HCB steht derzeit mit 87 Punkten auf Rang vier, Ljubljana drei Zähler dahinter auf Rang fünf. Weil die Slowenen im Gegensatz zu Bozen nur mehr ein Spiel auszutragen haben und in den direkten Duellen die schlechtere Bilanz vorweisen, können sie die Foxes nicht mehr überholen. Nur der HC Pustertal hat noch eine theoretische Chance, Bozen von Platz 4 zu verdrängen, bei fünf Punkten Rückstand und zwei ausstehenden Partien würde es dafür jedoch ein Wunder benötigen.


Trotzdem gibt's einen Bozner Wermutstropfen: Der dritte Platz von Red Bull Salzburg – und somit eine noch bessere Ausgangslage sowie das Wahlrecht für die Playoffs – rückt in weite Ferne. Für die Postseason sind sowohl Bozen als auch Pustertal schon länger qualifiziert. Die Wölfe haben sich am Mittwoch gegen Vorarlberg knapp durchgesetzt.

Junger Olimpija-Goalie spielt stark auf

Der personell geschwächte HCB (unter anderem fehlten der Langzeitverletzte Mark Barberio und die angeschlagenen Matt Bradley und Daniel Mantenuto) bot in der Hala Tivoli zwei Drittel lang gutes Eishockey, ließ jedoch im Schlussabschnitt die Zügel etwas schleifen. Trotzdem bewiesen die Foxes großes Herz: Mit seinem 18. Saisontor erzielte Cole Schneider 16 Sekunden vor Schluss das 3:3 und rettete seine Weißroten so in die Overtime bzw. ins Penaltyschießen, wo sich Olimpija Ljubljana jedoch den Extrapunkt schnappte.

Spieler des Spiels war der junge Olimpija-Goalie Luka Kolin, der mehrmals über sich hinauswuchs und den verletzten Stammtorhüter Lukas Horak würdevoll vertrat. Für die Playoffs hat sich Ljubljana mit dem 91-fachen NHL-Goalie Dustin Tokarski verstärkt.

Die Highlights

Wilder StartIm ersten Drittel ist mächtig Feuer drin! McClure bringt Bozen in Unterzahl und mit seinem 29. Saisontor in Führung (10.), dann gleicht Drozg nach einem mustergültig herausgespielten Konter aus (12.), ehe Gennaro im Slot von Frigo freigespielt wird – und zum 2:1 für Bozen trifft (15.).
Das Ex-NHL-AssTJ Brennan ist der offensivstärkste Verteidiger der Liga. Warum, das macht er im zweiten Drittel klar. Nach einem schnellen Gegenstoß trifft der Ex-NHL-Crack (53 Partien) im zweiten Versuch zum 2:2 – sein bereits 52. Scorerpunkt in dieser Saison (26.).
16 SekundenIn der 52. Minute erzielt Kapel mit einem herrlichen Handgelenksschuss das vermeintliche Siegtor von Ljubljana. Doch Bozen hat noch einen auf Lager: 16 Sekunden vor Schluss bringt Valentine die Scheibe in die Mitte, wo Topscorer Schneider zum 3:3 eindrückt.
PenaltysDie Partie geht in die Verlängerung und dann ins Penaltyschießen, wo Ljubljanas Mahkovec als einziger Crack die Nerven behält.

Am Freitag kommt es in der Sparkasse Arena zu einem absoluten Leckerbissen: Dann ist Tabellenführer Klagenfurt ab 19.45 Uhr zu Gast. Die Vorfreude ist beim HCB riesig, immerhin könnte Abwehrchef Mark Barberio sein langersehntes Comeback feiern. Allerspätestens am Sonntag zum Abschluss des Grunddurchgangs gegen Vorarlberg soll der Kanadier wieder am Eis stehen. Der angeschlagene Matt Bradley kehrt dagegen erst in den Playoffs wieder ins Lineup zurück.

Olimpija Ljubljana – HC Bozen 4:3 n.P.

OLL: Kolin (Hebar); Cosic-Brennan, Halbert-Gregorc, MacWilliam-Crnovic, Bohinc-Bukovec; Meyer-Boychuk-Drozg, Sabolic-Petan-Mahkovec, Polei-Quince-Simsic, Pance-Bericic-Kapel
Coach: Cooper

HCB: Harvey (Vallini); Samuelsson-Valentine, Gildon-Seed, Miglioranzi-DiPerna, Cairns; Schneider-Gersich-McClure, Brunner-Pollock-Gazley, Frigo-Gennaro-DiGiacinto, Frank-Misley-Marchetti
Coach: Shedden

Tore: 0:1 Brad McClure (9.31), 1:1 Jan Drozg (12.00), 1:2 Matteo Gennaro (14.39), 2:2 TJ Brennan (25.54), 3:2 Rok Kapel (51.13), 3:3 Cole Schneider (59.44). Entscheidender Penalty: Marcel Mahkovec.

Zuschauer: 3.643

ICE: Die weiteren Spiele vom Mittwoch

Pioneers Vorarlberg – HC Pustertal 3:4 (zum Bericht)
Tore: 1:0 Erne (02.19), 1:1 Saracino (08.22), 2:1 Erne (16.43), 2:2 Ticar (22.31), 2:3 Di Tomaso (23.24), 3:3 Tschofen (31.06), 3:4 Frycklund (47.02)
Zuschauer: 1.244

Wien – Graz 2:5
Tore: 1:0 Gregoire (06.45) 2:0 Franklin (10.39), 2:1 Conle (12.03), 2:2 Haudum (29.53), 2:3 Schiechl (37.25), 2:4 Feldner (50.25), 2:5 Schiechl (59.03)
Zuschauer: keine Angabe

Klagenfurt – Innsbruck 7:2
Tore: 1:0 Herburger (03.52), 1:1 Coatta (06.03), 2:1 Moyle (11.55), 3:1 From (13.36), 4:1 Murray (24.50), 5:1 Fraser (32.12), 5:2 Benker (40.55), 6:2 Unterweger (52.23), 7:2 Petersen (54.53)
Zuschauer: 3.780

Fehervar – Salzburg 2:6
Tore: 1:0 Messner (07.16), 1:1 Michael Raffl (10.26), 1:2 St. Denis (13.18), 1:3 Bourke (16.46), 2:3 Gerlach (18.41), 2:4 Corcoran (27.16), 2:5 Coe (48.44), 2:6 Huber (55.22)
Zuschauer: 3.717

Tabelle

SPGUVTVP
1. EC Klagenfurt4632014164:10997
2. Graz99ers4632014158:10196
3. EC Salzburg4731016159:10390
4. HCB Südtirol4628018165:12187
5. Olimpija Ljubljana4730017175:13484
6. HC Pustertal4627019154:12782
7. Vienna Capitals4621025119:13664
8. EC Villach4621025148:15363
9. Linz4621025138:14559
10. Fehérvár4618028107:15257
11. Ferencvárosi4617029125:16956
12. Vorarlberg4613033107:17439
13. HC Innsbruck469037111:20626

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