
Wird nicht mehr für Bozen spielen: Scott Valentine. © Vanna Antonello
Emotionaler HCB-Abschied: „Das wird mich immer verfolgen“
Mit einem emotionalen Statement hat Verteidiger Scott Valentine am Montag vom HC Bozen Abschied genommen.
29. Juni 2026
Von: det
Der HC Bozen hat am Montag eine einschneidende Personalentscheidung bekanntgegeben: Abwehrboss Scott Valentine wird in der kommenden Saison nicht mehr für die Foxes auflaufen. Nach vier Saisonen trennen sich die Wege des HCB und des 35-jährigen Verteidigers. 245 Mal hat sich Valentine das Trikot der Weißroten übergestreift und ist zu einer Leaderfigur der Foxes geworden.
Auch deshalb fiel der Abschied des Defenders emotional aus. In einem langen Instagram-Posting blickte Valentine auf seine Zeit in Südtirol zurück. „Danke, Bozen. Danke, Südtirol. Meine Zeit dort hat mein Leben für immer verändert. Es waren besondere Jahre“, so der Kanadier, der bei den Bozner Fans wegen seiner körperbetonten Spielweise auch „Valentrain“ genannt wurde.
Scott Valentine ließ auch mal die Handschuhe fallen.
Der Abwehrmann führt weiter aus: „Mein Sohn wurde in Südtirol geboren. Ich hatte die Ehre, als erster Nicht-Italiener in der Geschichte des HCB das 'C' auf der Brust tragen zu dürfen. Ich durfte bei der Ernte eines preisgekrönten Weins mithelfen. Ich bin in einem UNESCO-Welterbe Ski gefahren. Ich bin zu Orten gewandert, von deren Existenz ich vorher nicht einmal wusste. Ich habe großartiges Essen genossen, hervorragende Weine getrunken, und all das gemeinsam mit unglaublichen Teamkollegen und wunderbaren Menschen.“
„Dass wir den Titel nicht gewonnen haben, wird mich für immer verfolgen.“ Scott Valentine
Eine Sache bedauert Valentine aber zutiefst. „Das Einzige, was meiner Zeit in Bozen fehlt, ist ein Meistertitel. Dass wir ihn nicht holen konnten, wird mich für immer verfolgen.“ Ein Mal stand der 35-Jährige mit seinem HCB kurz davor, nämlich im Frühjahr 2023, als in einem dramatischen Finalspiel 7 gegen Salzburg nur wenige Minuten zum Titel fehlten.
„Es fällt schwer zu akzeptieren, dass meine Zeit in Bozen vorbei ist. Aber so ist Eishockey. So ist der Sport. Vereine verändern ihren Kader, um besser zu werden. Spieler stellen sich neuen Herausforderungen und beginnen neue Abenteuer. Das ist das Geschäft. Ich freue mich auf meine nächste Chance. Aber Bozen und Südtirol werden für den Rest meines Lebens ein Teil von mir sein – und ein Teil meines Sohnes“, schließt Valentine ab.
Wohin es den Verteidiger zieht, das verriet er nicht. Allerdings halten sich seit Wochen hartnäckige Gerüchte, dass Valentine künftig für Mailand spielen soll.
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