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Brett Pollock erzielte das 1:0. © Vanna Antonello

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Brett Pollock erzielte das 1:0. © Vanna Antonello

Fehervar abserviert: Bozen spielt sich für Playoffs warm

Die olympische Pause hat dem HCB Südtirol Alperia gutgetan: Präsentierten sich die Foxes zuvor noch anfällig und inkonsequent, so überzeugten sie Freitag und Samstag mit zwei hoch konzentrierten, soliden Auftritten. So ließ die Shedden-Truppe nach dem 4:0-Sieg gegen die Graz 99ers auch Fehervar nicht den Hauch einer Chance.

Foxes-Kapitän Daniel Frank hatte vor dem Wochenende gesagt, dass Bozen die letzten Spiele des Grunddurchgangs nutzen müsse, um bestens vorbereitet in die Playoffs zu starten. Die Ansage des Kapitäns wurde offensichtlich auch von dessen Teamkollegen gehört. Auf den rundum überzeugenden Erfolg gegen die 99ers ließen die Weiß-Roten einen ähnlich ungefährdeten 5:2-Sieg gegen Fehervar folgen. Die Ungarn beendeten ihren Südtirol-Trip somit punktelos, nachdem sie 24 Stunden zuvor auch beim HC Pustertal verloren hatten (2:4).


Den Grundstein für den schlussendlich glasklaren Erfolg legten die Foxes, die ohne die verletzten Matt Bradley und Mark Barberio antraten, in der Startphase. Das frühe 1:0 verlieh den Hausherren Flügel, während es dem ohnehin angeknacksten Selbstvertrauen der Ungarn einen weiteren Dämpfer verpasste. Bozen war dem Kontrahenten in allen Belangen überlegen, spielte offensiv schnörkellos und defensiv äußerst kompakt. Von Fehervar konnte man dies nicht behaupten. Sowohl dem 0:2 als auch dem 0:3 gingen grobe individuelle Fehler voraus.

Bozen lässt nichts anbrennen

Kein Wunder, dass Coach Ted Dent zur Pause den unsicheren Rasmus Reijola vom Eis nahm und diesen mit Dominik Horvath ersetzte. Dieser Wechsel brachte frischen Wind ins ungarische Spiel. Und tatsächlich erzielten sie das 1:3, das jedoch nicht die erhoffte Wende einleitete. Nicht zuletzt, weil die zweitschwächste Offensive auch an diesem Abend im Spiel nach vorne keine probaten Mittel fand. Bozen schaukelte den Vorsprung problemlos über die Zeit und fuhr so den dritten Sieg in Serie ein.

Durch den Dreier hat der HCB in der Tabelle Red Bull Salzburg überholt. Das Heimrecht in den Playoffs ist so ein großes Stück nähergekommen. Mit einem weiteren Erfolg am kommenden Mittwoch beim direkten Konkurrenten Ljubljana könnten Luca Frigo & Co. dieses Saisonziel endgültig abhaken. Fehervar muss sich hingegen fürchten, die Pre-Playoffs zu verpassen. Der Vorsprung auf den Lokalrivalen Ferencvaros Budapest beträgt nur noch einen Punkt.

Die Höhepunkte

TraumstartErst 91 Sekunden sind verstrichen, als das 1:0 fällt. Im Powerplay legt McClure sehenswert für Pollock quer, der Reijola mit einem Direktschuss das Nachsehen gibt.
Es kommt noch besserBozen ist die klar bessere Mannschaft – und stellt dank eines Doppelschlags binnen 84 Sekunden auf 3:0. Zuerst gibt Reijola bei einem harmlosen Gildon-Schuss keine gute Figur ab, ehe Schneider vor dem Tor völlig vergessen geht.
Hoffnungsschimmer?Fehervar wird stärker, gibt durch Gerlachs Alleingang den ersten Warnschuss ab, ehe Mihaly einen Andersen-Schuss entscheidend abfälscht.
Die VorentscheidungDer inzwischen eingewechselte Horvath kann sich mehrmals auszeichnen. Bei Misleys Baseball-Einlage ist der Schlussmann aber machtlos.
Was für ein KracherAls Bozen im Powerplay agiert, zeigt Gildon seine ganze Schussgewalt, als er einen Schlagschuss ins Kreuzeck setzt. Kurz vor Schluss betreibt Gerlach noch Ergebniskosmetik.

HC Bozen – AV Fehervar 5:2

HCB: Harvey (Gibson); Samuelsson-Valentine, Gildon-Seed, Miglioranzi-DiPerna, Cairns; Schneider-Gersich-McClure, DiGiacinto-Pollock-Gazley, Frigo-Mantenuto-Gennaro, Frank-Misley-Brunner.
Trainer: Shedden

AVS: Reijola (Dominik Horvath); Stipsicz-Messner, Andersen-Campbell, Kiss-Stajnoch, Donat Horvath; Erdely-Richards-Gerlach, Cheek-Hari-Kuralt, Archibald-Kulmala-Terbocs, Ambrus-Nemeth-Mihaly.
Trainer: Dent

Tore: 1:0 Pollock (1.31), 2:0 Gildon (15.40), 3:0 Schneider (17.04), 3:1 Mihaly (33.35), 4:1 Misley (36.15), 5:1 Gildon (48.54), 5:2 Gerlach (59.34)

Zuschauer: 3320

ICE Hockey League:

HC Innsbruck – Ferencvaros Budapest 4:5
Tore: 1:0 Benker (12.24), 2:0 Benker (20.44), 2:1 Kestila (23.22), 2:2 Tammela (26.08), 2:3 Kestila (26.53), 2:4 Bengtsson (35.25), 3:4 Wilkins (45.57), 3:5 Green (56.50), 4:5 Corbeil (58.23)
Zuschauer: 1600

SPGUVTVP
1. EC Klagenfurt4431013155:10394
2. Graz99ers4430014149:9790
3. HCB Südtirol4528017162:11686
4. EC Salzburg4529016151:10085
5. Olimpija Ljubljana4528017169:13080
6. HC Pustertal4426018149:12278
7. Vienna Capitals4521024117:13164
8. EC Villach4520025145:15260
9. Linz4521024137:14358
10. Fehérvár4518027104:14657
11. Ferencvárosi4617029125:16956
12. Vorarlberg4413031103:16739
13. HC Innsbruck459036109:19926

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