
Grenzenloser Jubel in Bruneck: Die Wölfe stehen erstmals im Finale. © HCP/Iwan Foppa
Finale! Ein Pusterer Eishockeyspiel für die Geschichte
Es ist vollbracht: Der HC Pustertal steht im Finale! Die Wölfe feierten am Dienstagabend gegen Olimpija Ljubljana den entscheidenden fünften Halbfinalsieg – und eine ganze Halle stand Kopf. In der Intercable Arena wurde hier und heute Geschichte geschrieben.
07. April 2026
Aus der Intercable Arena in Bruneck

Von:
Alexander Foppa
Es war um Punkt 22:10 Uhr, als ausgerechnet ein Slowene den HC Falkensteiner Pustertal und zugleich ein ganzes Eishockeytal ins Glück schoss. Rok Ticar erzielte den entscheidenden Treffer zum 2:1-Sieg nach Overtime. Die Wölfe entschieden die Halbfinalserie gegen Ljubljana mit 4:1 für sich.
Damit ist es jetzt amtlich: In Bruneck wird erstmals seit dem fernen Jahr 2019 wieder ein Meisterschaftsfinale ausgetragen. Letztmals war dies in der Alps Hockey League der Fall, als sich schlussendlich Olimpija Ljubljana an der Rienz zum Meister kürte. Genau dieses Olimpija Ljubljana wurde nun in einer denkwürdigen Serie aus den Playoffs gekegelt. Und das in der ICE Hockey League, wo der HCP bislang noch nie im Finale stand.
Nächste Woche gibt's den Titel-Showdown
Auf die Brunecker warten ab Mittwoch, 15. April, im großen Titel-Showdown die Graz 99ers. Und diese werden sich warm anziehen müssen, denn so viel steht fest: Die Wölfe sind hungriger denn je! Auch an diesem Dienstagabend bissen sie sich an den Grünen Drachen aus Laibach fest, glichen einen 0:1-Rückstand spät aus und schossen sich gleich zu Beginn der Overtime zum Sieg.Dabei spielte der mit Stars bestückte Gegner aus Slowenien an diesem Abend so gut wie noch nie in diesen Playoffs. Es war ein Duell auf Augenhöhe, das über 62 Minuten Eishockey auf allerfeinstem Niveau, Spektakel und Emotionen bot. Am Ende setzte sich das leidenschaftlichere, geschlossenere Team durch – der HC Pustertal.
Medizinischer Notfall in der Rienzkurve
Nach der Partie ließen sich die Pusterer Eishockeyhelden noch lange von ihren Fans feiern. Keiner der 3.104 Zuschauer verließ vorzeitig die Arena. Allerdings hielten sie allesamt kurz inne, als es gleich nach Spielende einen medizinischen Notfall in der Rienzkurve gab. Die Sanitäter waren sofort zur Stelle und leiteten die Erste-Hilfe-Maßnahmen ein. Als es dem Fan so weit besser ging, dass er aus der Arena transportiert werden konnte, wurden die Feierlichkeiten der Anhänger lautstark abgeschlossen.Die Highlights
| Hüben wie drüben... | ...gibt es Chancen im Minutentakt. Ljubljanas Mahkovec scheitert im Startdrittel im Eins-gegen-Eins an HCP-Goalie Pasquale, gleich nach Wiederbeginn landet ein Almquist-Schuss am Torgestänge der Slowenen. |
| Autsch, jetzt ist er drin | Ljubljana bricht den Torbann: Drozg schießt im Powerplay aus spitzem Winkel, die Scheibe rutscht Pasquale irgendwie durch und bleibt vor der Linie liegen. Liga-Topscorer Meyer reagiert am schnellsten und kehrt sie ins Tor (39.). Das 1:0 der Gäste hatte sich abgezeichnet. |
| Austin mit Power | Austin Osmanski bringt Pustertal zurück ins Spiel! Nach einem Frycklund-Zuspiel hält der US-Boy einfach mal drauf, dem bis dato überragenden Tokarski im Gästetor gleitet der Puck zwischen den Beinschonern hindurch, ganz langsam rutscht er zunächst gegen den Innenpfosten, dann über die Linie – und die Intercable Arena explodiert (53.). |
| Bardreau – oh nein | Es läuft bereits die Schlussminute, da hat Pustertal die Monsterchance auf den Sieg: Saracino legt nach einem Konter quer auf Bardreau, das Tor ist sperrangelweit offen, doch der Schuss geht um Zentimeter vorbei (60.). Den Fans bleibt der Jubelschrei im Halse stecken. |
| Der Schuss ins Glück | Die folgende Overtime dauert nur 66 Sekunden, da macht der HCP den Sack zu. Zanatta zieht von der blauen Linie ab und Ticar fälscht entscheidend ab. Es ist das 2:1 – und jetzt gibt es kein Halten mehr. |
HC Falkensteiner Pustertal – HK Olimpija Ljubljana 2:1 n.V.
HCP: Pasquale (Rabanser); Almquist-Blum, Lauridsen-DiTomaso, Zanatta-Osmanski, Glira; Saracino-Bardreau-Rueschhoff, Bowlby-Ticar-Purdeller, Lobis-Frycklund-Lipon, Mantinger-Andergassen-Deluca, Ierullo.Coach: Jaspers
Olimpija: Tokarski (Kolin); Cosic-Brennan, Halbert-Kirichenko, MacWilliam-Gregorc, Crnovic-Sodja; Meyer-Boychuk-Mahkovec, Drozg-Petan-Sabolic, Mehle-Quince-Pance, Simsic-Bericic-Kapel
Coach: Cooper
Tore: 1:0 Nicolai Meyer (38.16), 1:1 Austin Osmanski (52.25), 2:1 Rok Ticar (61.06)
Zuschauer: 3.104 (ausverkauft)
Endstand der Serie: 4:1
Finaltermine: 15., 17., 19., 22. April, evtl. 24., 26., 29. April
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