
Die Graz99ers dominieren die Finalserie gegen den HC Pustertal. © Graz99ers
Gegen diese Grazer hat Pustertal keine Lösungen
Es bleibt dabei: Die Graz99ers dominieren die Finalserie der ICE Hockey League gegen den HC Falkensteiner Pustertal nach Belieben. Auch am Sonntag gab es für die Wölfe in der Steiermark eine klare Niederlage.
19. April 2026
Von: dl
Die 99ers haben inzwischen 15 (!) Siege in Serie aneinandergereiht – und in keiner dieser Partien mehr als zwei Treffer kassiert. Am Sonntag gewannen die Orange-Schwarzen Spiel drei der Finalserie gegen den HC Pustertal mit 5:2. Zuvor hatte Graz zwei Mal mit 5:1 die Oberhand behalten. Die Truppe von Dan Lacroix, die seit dem 20. Februar nicht mehr zu Hause verloren hat, scheint aktuell auch für den HC Pustertal nicht zu bezwingen zu sein.
Wölfe-Trainer Jason Jaspers musste am Sonntag erneut auf Alan Lobis verzichten und ließ Cole Bardreau und Henry Bowlby wieder gemeinsam stürmen. An die Seite von Rok Ticar und Tommy Purdeller rückte unterdessen Alex Ierullo. Die Pusterer waren im ersten Drittel den Grazern unterlegen – vor allem nach dem ersten Gegentreffer – und waren nach den ersten 20 Minuten mit dem 0:1 noch gut bedient.
Im zweiten Drittel spielten die Pusterer dann stark auf und erzielten den zwischenzeitlichen Ausgleich. Allerdings kassierten sie anschließend wieder zwei Gegentreffer – auch wegen zweifelhafter Schiedsrichterentscheidungen. Auch einige der rund 300 mitgereisten HCP-Fans äußerten nach dem Mitteldrittel ihren Unmut gegen die Referees.
Tommy Purdeller wollte hingegen von einer fremden Schuldzuweisung im Interview nach dem Mitteldrittel nichts wissen: „Wir machen die Chancen nicht rein. Sie sind vor dem Ziel viel effizienter als wir.“ Damit brachte es der Pusterer auf den Punkt, denn die Gäste machten im Gegensatz zu den Hausherren viel zu wenig aus ihren Möglichkeiten. Zudem hielt der nominelle Ersatzkeeper der Grazer, Nicolas Wieser, erneut überragend.
Die Höhepunkte
| Graz hoch überlegen | Nach 12 Minuten geht Graz gegen bis dahin tapfere Pusterer in Führung: Wieder ist ein Distanzschuss der Auslöser. Holzer fackelt nicht lange, schlenzt den Puck auf den Kasten und trifft dabei Conley, der das Hartgummi mit der Brust unhaltbar für Pasquale ins Tor lenkt. Anschließend wirkt der HCP stark verunsichert. Eine Vielzahl an Chancen für Graz ist die Folge. Mit dem 0:1 im ersten Drittel ist Pustertal noch gut bedient. |
| Wildes Mitteldrittel | Gegen Mitte des zweiten Drittels spielt Pustertal im Powerplay die Grazer schwindelig, ehe der Puck zu Ticar kommt, der geschickt verzögert und Blum anspielt. Der Star-Verteidiger lässt sich nicht zweimal bitten und zimmert das Hartgummi per Direktschuss ins Kreuzeck. Doch nur vier Minuten später geht Graz wieder in Führung: Das 2:1 ist umso bitterer, weil Holzer kurz vor seinem Assist mit einem klaren Stockschlag DiTomasos Spielgerät gebrochen hatte. Kurz vor der letzten Pause erzielen die Grazer noch in Überzahl das 3:1 durch Vela, obwohl Pustertal im Mitteldrittel eigentlich besser ist. Vorausgegangen ist dem dritten Grazer Treffer eine dubiose Strafe gegen Bowlby. |
| Frühe Entscheidung | Das dritte Drittel hat erst begonnen und schon klingelt’s wieder – 4:1 durch Paul Huber. Knapp vier Minuten später macht derselbe Spieler mit einem Direktschuss nach einem Querpass alles klar und erhöht auf 5:1. Das 2:5 von Ticar, dessen Schuss unter der Fanghand von Wieser einschlägt, wenig später ist nicht mehr als Ergebniskosmetik. |
Weiter geht es im Playoff-Finale der ICE Hockey League am Mittwochabend (19.45 Uhr) in der Brunecker Intercable Arena. Dann könnten sich die Gäste aus Graz mit einem Sweep zum Meister küren. Insgesamt haben die Steier jetzt vier Matchpucks.
Graz99ers – HC Pustertal 5:2
Graz: : Wieser (Grascher); Kotkansalo-Holzer, Brunner-Bailen, Koch-Hora, Stapelfeldt; Roy-Vela-Currie, Huber-Haudum-Swaney, Ganahl-Schiechl-Conley, Harnisch-Moosbrugger-Feldner, Lippitsch.Trainer: Lacroix
HCP: Pasquale (Rabanser); Almquist-Blum, Lauridsen-DiTomaso, Zanatta-Osmanski, Glira; Bowlby-Bardreau-Rueschhoff, Ierullo-Ticar-Purdeller, Saracino-Frycklund-Lipon, Mantinger-Andergassen-Deluca, Zandegiacomo.
Trainer: Jaspers
Tore: 1:0 Conley (11.20), 1:1 Blum (28.16), 2:1 Swaney (32.47), 3:1 Vela (38.43), 4:1 Huber (40.50), 5:1 Huber (44.28), 5:2 Ticar (46.01)
Zuschauer: 4.126
Best-of-7-Serie: 3:0
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