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Pustertal wurde deklassiert. © I. Foppa / HC Pustertal

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Pustertal wurde deklassiert. © I. Foppa / HC Pustertal

Grazer Rumpftruppe macht mit Pustertal, was sie will

Der Auftritt des HC Falkensteiner Pustertal gegen die Graz 99ers konnte am Mittwochabend mit einem Wort kurz und knapp zusammengefasst werden: blutleer. Tabellarisch schmerzte die Niederlage zwar nicht, aufs Gemüt der anwesenden Fans drückte sie aber trotzdem.

Aus der Intercable Arena

Von:
Leo Holzknecht

Aus drei Gründen durfte der HC Pustertal zuversichtlich ins Spiel starten. Nummer 1: Die Intercable Arena erwies sich zuletzt mit vier Siegen in Serie als uneinnehmbare Festung. Nummer 2: Mit dem rundum überzeugenden 3:0-Sieg in Fehervar vom letzten Samstag wurde der Aufwärtstrend fortgesetzt. Nummer 3: Den Grazern fehlten gleich sieben Stammspieler. Trotz dieser Vorzeichen kassierten die Wölfe eine kaum erklärbare 1:7-Klatsche.


Die Ursachen für diese Niederlage sind in der Einstellung der Wölfe zu finden. Ab der ersten Minute fehlten der Biss, die Leidenschaft, der Einsatz – eigentlich alles. Es hatte fast schon den Eindruck, als ob Pustertal den stark ersatzgeschwächten Gegner unterschätzt habe. Vorne kamen kaum zwei Pässe in Serie an, hinten wurde kein Druck auf den Gegner erzeugt. Große Freiräume, die die 99ers konsequent bespielten, waren die Konsequenz. Hinzu kam: Pustertals Fels in der Brandung, Torhüter Eddie Pasquale, erwischte einen rabenschwarzen Tag und wurde nach fünf Gegentoren ausgewechselt. Eine Fangquote von 71 Prozent sprach Bände.

Hilflose Wölfe

Zur Wahrheit gehört jedoch auch, dass den Hausherren an diesem Abend das nötige Glück fehlte: Beim Stand von 1:3 trafen sowohl Tommy Purdeller als auch Greg Di Tomaso jeweils den Pfosten. Wäre einer dieser Schüsse im Tor gelandet, hätte die Partie womöglich einen anderen Verlauf genommen. Vom Konjunktiv können sich Raphael Andergassen & Co. jedoch nichts kaufen – das wissen die Wölfe selbst.

Spätestens als die Steirer in der 26. Minute das 5:1 erzielten, hiss der HCP die weiße Fahne. Das Spiel plätscherte nur noch vor sich hin, weil Graz nicht wollte und Pustertal nicht konnte. Den Schwarz-Gelben bleibt nun nichts anderes übrig, als Fehleranalyse zu betreiben, das Spiel schnellstmöglich aus den Köpfen zu bekommen und in 48 Stunden gegen den Villacher SV (19.45 Uhr) neu anzugreifen. Parallel hatte auch der HC Bozen in Linz nicht den Hauch einer Chance.

Die Höhepunkte

Pusterer SchlafmützenOhne Biss, ohne Schwung, ohne Leidenschaft starten die Wölfe. Die Quittung ist das 0:3: Zuerst trifft Roy aus kurzer Distanz, dann fälscht DiTomaso einen Zündel-Schuss ins eigene Tor ab, ehe Harnisch Pasquale mit einem Ablenker das Nachsehen gibt.
Ein Quäntchen HoffnungNoch bevor das Drittel zu Ende ist, gelingt den Wölfen das 1:3: Andergassen gewinnt ein Anspiel, Mantinger zieht ab und Deluca ist mit dem Nachschuss zur Stelle.
Auch das Glück fehltPustertal drückt nach Wiederbeginn vehement auf den Anschlusstreffer, der aber nicht fallen will, weil Purdeller und DiTomaso nur die Stange treffen. Auf der anderen Seite staubt Huber zum 4:1 ab, bevor Reiner den unglücklichen Pasquale-Arbeitstag beendet.
Wieder HuberDie Wölfe-Verteidigung gewährt den Grazern Geleitschutz und muss den nächsten Treffer hinnehmen. Haudum hat im Slot alle Zeit der Welt, legt zur Mitte, wo Huber ins leere Tor trifft. Das 7:1 besorgt dann der verloren gegangene Haudum.

HC Pustertal – Graz99ers 1:7

HCP: Pasquale (Rabanser); Zanatta-Blum, Lauridsen-DiTomaso, Osmanski-Almquist, Glira; Bowlby-Bardreau-Lobis, Rueschhoff-Ticar-Purdeller, Ierullo-Frycklund-Saracino, Mantinger-Andergassen-Deluca.
Trainer: Jaspers

G99: Lagace (Wieser); Kotkansalo-Reiner, Koch-Zündel, Stapelfeldt-Braun; Roy-Collins-Feldner, Huber-Haudum-Harnisch, Kainz-Schiechl-Ganahl, Lippitsch-Moosbrugger-Krainz.
Trainer: Lacroix

Tore: 0:1 Roy (10.06), 0:2 Zündel (11.26), 0:3 Harnisch (17.35), 1:3 Deluca (19.35), 1:4 Huber (23.28), 1:5 Reiner (25.49), 1:6 Huber (34.59), 1:7 Haudum (55.11)

Zuschauer: 2.114

ICE Hockey League:

Klagenfurter AC – Ferencvaros Budapest 5:2
Tore: 1:0 Fraser (1.03), 2:0 Preiml (8.15), 2:1 Bengtsson (16.58), 3:1 From (23.29), 4:1 Dobrovolny (36.38), 4:2 Coulter (40.26), 5:2 Petersen (52.16)
Zuschauer: 3394

Red Bull Salzburg – Fehervar AV19 4:0
Tore: 1:0 Coe (1.50), 2:0 Bourke (6.51), 3:0 Stephens (30.13), 4:0 St. Denis (44.37)
Zuschauer: 3400

Villacher SV – Vienna Capitals 4:1
Tore: 1:0 van Nes (19.07), 2:0 Rebernig (33.05), 3:0 Budgell (49.26), 3:1 Franklin (53.59), 4:1 Helewka (58.01)
Zuschauer: 3081

Black Wings Linz – HC Bozen 6:0
Tore: 1:0 Pusnik (9.26), 2:0 Collins (11.25), 3:0 Barron (23.55), 4:0 Barron (37.52), 5:0 Barron (40.59), 6:0 Collins (52.04)
Zuschauer: 3880

Die Tabelle

SPGUVTVP
1. EC Klagenfurt4229013149:10388
2. EC Salzburg4329014147:9184
3. Graz99ers4027013134:8581
4. HCB Südtirol4225017146:11377
5. Olimpija Ljubljana4126015152:11474
6. HC Pustertal4124017140:11272
7. Vienna Capitals4118023102:12155
8. Linz4220022134:13555
9. Fehérvár421702596:13354
10. EC Villach4017023124:13452
11. Ferencvárosi4215027111:15150
12. Vorarlberg401302799:15739
13. HC Innsbruck429033100:18526

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