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Marco Magnabosco und Steven Iacobellis konnten in der abgelaufenen Saison den AlpsHL-Titel erringen. © Social Media / Asiago

ICE-Neueinsteiger im Porträt: Das ist Asiago Hockey

Seit Donnerstag steht fest, dass Asiago in der kommenden Saison der 14. Teilnehmer der ICE Hockey League ist. Die Stellati sind hierzulande keine Unbekannten, doch ein genauerer Blick auf den ICE-Neueinsteiger kann nicht schaden.

Der Verein und die Ortschaft
Asiago bringt, genauso wie der zweite Neueinsteiger Feldkirch, viel Tradition in die ICE mit. Der Klub wurde 1935 gegründet und gehört zu den erfolgreichsten Vereinen in Italien. Die Stellati verfügen über eine lebhafte Fanszene und haben mit FISG-Präsident Andrea Gios (er war früher Bürgermeister von Asiago) auch die Unterstützung des italienischen Eissportverbandes sicher. Die Vereinsfarben sind rot und gelb. Die Gemeinde Asiago selbst liegt in Venetien (Provinz Vicenza) und hat rund 6500 Einwohner.

Kader und Trainer: Die sportliche Situation
Asiago ist zweifacher AlpsHL-Champion (2018, 2022) und achtfacher italienischer Meister. Nur Bozen, Cortina und Mailand konnten mehr nationale Meistertitel erringen. Meister-Trainer Tom Barrasso soll auch nach dem ICE-Einstieg in Asiago bleiben. Mit Enrico Miglioranzi, Kapitän Marco Magnabosco, Michele Marchetti oder Francesco Forte standen in der Vorsaison zweifellos italienische Spieler unter Vertrag, die für höhere Aufgaben brauchbar sind. Ob die Routiniers um Stefano Giliati und Stefano Marchetti (beide waren bei Bozen) noch einmal den Weg in die ICE mitmachen, bleibt abzuwarten. Italos (also Doppelstaatsbürger mit italienischem Pass) wie Cameron Ginetti und Daniel Mantenuto dürften hingegen eine wichtigere Rolle im Team einnehmen – sofern sie nicht zu Konkurrenten aus dem Inland wechseln.
Was ist mit dem Stadion?
Das Odegar von Asiago ist ein altes Eishockey-Stadion und entspricht den Ansprüchen der ICE nur zum Teil. 1977 erbaut, bietet es rund 3000 Zuschauern Platz.

Das Odegar von Asiago mag alt-ehrwürdig sein, ICE-tauglich ist es eher nicht.

Eigentlich galt das Odegar als eine Art K.o.-Kriterium für einen Einstieg in die multinationale Liga, ähnlich wie es beim alten Rienz-Stadion des HC Pustertal der Fall war. Am Ende war das nicht so, dennoch wird Asiago seine Arena modernisieren müssen, um in der ICE Bestand zu haben. Planungen dazu seien bereits im Gange.
Was bedeutet der ICE-Einstieg für Bozen und Bruneck?
Der Kampf um die ICE-tauglichen einheimischen Spieler wird sich zuspitzen, genauso wie jener um die Italos. Bereits nach dem Einstieg des HC Pustertal in die ICE merkte HCB-Chef Dieter Knoll an, dass es schwieriger geworden sei. Wenn jetzt mit Asiago ein dritter Klub in dem relativ kleinen Pool fischt, wird es noch mehr auf gutes Scouting und Verhandlungsgeschick ankommen. Gleichzeitig steht jedoch fest, dass sich die Südtiroler Vereine auf weitere heiße Duelle freuen können. Denn Asiago ist und bleibt hierzulande ein attraktiver Gegner.

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