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Colin Furlong zeigte eine beeindruckende Leistung. © Marlene Borkenstein (10)

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Colin Furlong zeigte eine beeindruckende Leistung. © Marlene Borkenstein (10)

In Graz: Alle feiern den Wahl-Pusterer

Zum bereits zweiten Mal in der laufenden Saison traf der HC Falkensteiner Pustertal am Mittwoch auf die Graz 99ers. Und wie bereits am ersten Spieltag, als die Wölfe mit 4:2 siegten, behielten sie die Oberhand. Ein Spieler rückte dabei ins Scheinwerferlicht: Torhüter Colin Furlong.

Von:
Leo Holzknecht

Im fernen Jahr 2018 schlug der damals 25-jährige Colin Furlong seine Zelte in Bruneck auf. Der Kanadier übertraf in drei Saisonen alle Erwartungen, wurde zum wertvollsten Spieler der AlpsHL gekürt und führte seine Wölfe bis ins Finale. Nach dem Aufstieg in die ICEHL im Jahr 2021 trennten sich die Wege des Torhüters und des HCP. Über fünf Jahre nach seinem Abschied aus dem Pustertal, wo er inzwischen sein privates Glück gefunden und eine Familie gegründet hat, glänzte der Goalie wieder im schwarz-gelben Dress. Beim amtierenden Meister Graz feierte er mit den Wölfen einen 4:1-Sieg.


Der 33-Jährige hatte in den bisherigen drei Saisonspielen hinter Eddie Pasquale stets die Rolle des Backups eingenommen. Weil die etatmäßige Nummer 1 in Graz eine Verschnaufpause erhielt, schlug seine Stunde. Das von Jason Jaspers entgegengebrachte Vertrauen zahlte er mit einer blitzsauberen Vorstellung zurück. Zwar erhielt Furlong sehr gute Unterstützung von seinen Vorderleuten, die deutlich geschlossener auftraten als noch am Sonntag gegen Linz. In jenen Momenten, in denen es auf ihn ankam, war er jedoch hellwach.


Nach einem torlosen Startdrittel, in dem die Wölfe zahlreiche Hochkaräter ungenutzt ließen, erhöhten sie im Mittelabschnitt die Drehzahl – und belohnten sich mit 1:0 durch Alan Lobis. Für den Kalterer war es die erste Torbeteiligung in der laufenden Saison. Anschließend hätten die Gäste für die Vorentscheidung sorgen können, ja fast schon müssen. Die Kaltschnäuzigkeit erwies sich an diesem Abend aber als einziges Manko. Und so kam der Meister zurück, glich aus und lancierte eine packende Schlussphase, in der die Wölfe nicht von der Straße abkamen und mit überzeugendem Eishockey den Sieg nach Hause fuhren.

Die dritte Linie sticht

Neben Furlong verdiente sich an diesem Abend auch die dritte Sturmlinie um Lobis, JC Lipon und Gerry Fitzgerald Bestnoten, die offensiv aufsässig blieb, defensiv kaum unter Druck gesetzt wurde und bei allen drei Toren ihre Finger im Spiel hatte. Das steht sinnbildlich für die große Breite im Kader der Wölfe, die nun bei drei Siegen aus vier Spielen halten.

Die Höhepunkte

Er kann’s nicht glaubenPustertal drückt aufs Tempo – doch Mantinger vergibt einen Elfmeter: Nach einem Weitschuss gewährt Wieser einen Abpraller, der Kalterer hat das leere Tor vor sich, trifft aber nur den Pfosten und schlägt dann die Hände vors Gesicht.
Immer wieder WieserDer Vorsprung der Schwarz-Gelben wäre inzwischen verdient. Der starke Wieser hat aber etwas dagegen und rettet gegen Lauridsen, Bardreau und Fitzgerald. Auf der anderen Seite hat Furlong bei einem Currie-Lattentreffer Glück.
Zuerst der Fight, dann das TorIn einem bisher fair geführten Spiel lassen Rueschhoff und Bjørgvik-Holm die Handschuhe fallen, wobei der US-Amerikaner den Kampf nach Punkten gewinnt. Mitte des zweiten Drittels staubt Lobis vor dem Tor zum 1:0 ab.
Moncada scheitert, Glira stolpertBei einem Solo findet Moncada in Wieser seinen Meister. Die vergebenen Chancen rächen sich, denn zu Beginn des dritten Abschnitts überläuft Swaney den gestolperten Glira und netzt ein.
Was für eine SchlussphaseVom Ausgleich lassen sich die Wölfe nicht beunruhigen: Zuerst landet ein Lauridsen-Direktschuss im Netz, kurz darauf trifft Lipon aus spitzem Winkel, bevor Fontaine mit einem Empty-net-Treffer alles klarmacht.

Viel Zeit, um diesen Erfolg beim amtierenden Meister auszukosten, bleibt der Jaspers-Truppe nicht, da in 48 Stunden schon das nächste Heimspiel ansteht. In der heimischen Intercable Arena empfangen Tommy Purdeller & Co. am Freitag Olimpija Ljubljana (19.45 Uhr). Grund zur Freude hatte parallel auch der HC Bozen, der in Salzburg mit 4:1 gewann. Für eine große Überraschung sorgte hingegen der HC Milano, der sich beim Tabellenführer Klagenfurt mit 4:2 durchsetzte.

Graz 99ers – HC Pustertal 1:4

G99: Wieser (Kiviaho); Hanus-Hora, Stapelfeldt-Maier, Bjørgvik Holm-Reiner, Kirchebner; Huber-Vela-Swaney, Lippitsch-Conley-Currie, Ganahl-Schiechl-Collins, Dobnig-Krainz-Feldner.
Coach: Lacroix

HCP: Furlong (Bampi); Lauridsen-DiTomaso, Farrance-Osmanski, Glira-Zanatta; Bowlby-Bardreau-Ierullo, Lobis-Fitzgerald-Lipon, Rueschhoff-Fontaine-Purdeller, Mantinger-Moncada- Zandegiacomo, Deluca.
Coach: Jason Jaspers

Tore: 0:1 Lobis (31.23), 1:1 Swaney (41.16), 1:2 Lauridsen (51.26), 1:3 Lipon (54.01), 1:4 Fontaine (56.16)

Zuschauer: 2112

ICE Hockey League:

Ferencváros – Black Wings Linz 3:5
Tore: 0:1 Romig (6.21), 0:2 Shaw (10.01), 0:3 Lebler (31.22), 1:3 Molnar (33.28), 2:3 Rönni (34.07), 3:3 Tammela (35.35), 3:4 Topping (38.49), 3:5 Shaw (59.09)
Zuschauer: 1112

Klagenfurt – HC Milano 2:4
Tore: 0:1 McKegg (2.55), 0:2 Caamano (12.45), 0:3 McLaughlin (29.29), 1:3 Petersen (47.14), 2:3 Obersteiner (53.03), 2:4 Caamano (58.49)
Zuschauer: 3590

Red Bull Salzburg – HC Bozen 1:4
Tore: 0:1 Bradley (10.28), 0:2 McClure (12.41), 1:2 Schneider (51.25), 1:3 Mantenuto (58.19), 1:4 Gazley (59.47)
Zuschauer: 2264

HC Innsbruck – Pioneers Vorarlberg 5:4
Tore: 1:0 Messner (1.57), 2:0 Mader (11.47), 2:1 Kallionkieli (14.33), 2:2 Prodinger (22.03), 3:2 Davis (29.28), 3:3 Serdachny (40.27), 4:3 Bär (45.43), 5:3 Macierzynski (54.40), 5:4 Seppälä (58.49)
Zuschauer: 1500

AV Fehérvár – Villacher SV 1:0
Tore: 1:0 Farkas (24.19)
Zuschauer: 3262

SPGUVTVP
1. EC Klagenfurt650131:1315
2. HC Mailand650122:1215
3. HCB Südtirol540120:1313
4. Linz630321:2210
5. HC Pustertal430115:109
6. Olimpija Ljubljana530223:189
7. Fehervar630312:169
8. HC Innsbruck630318:188
9. Graz99ers630315:207
10. Vienna Capitals520314:186
11. EC Villacher SV52039:166
12. EC Salzburg610515:274
13. Ferencvarosi410312:163
14. Vorarlberg600615:230

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