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Patrick Bona, Sportdirektor des HC Pustertal. © Thomas Debelyak

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Patrick Bona, Sportdirektor des HC Pustertal. © Thomas Debelyak

Ist der Meistertitel jetzt das Ziel, HC Pustertal?

Der HC Pustertal hat in der vergangenen Saison eine immense Euphoriewelle ausgelöst und ist bis ins Finale der ICE Hockey League gestürmt. Nun steht die neue Saison vor der Tür: Mit welchem Ziel starten die Wölfe?

Thomas Debelyak

Von:
Thomas Debelyak

Was im vergangenen März und April in Bruneck und Umgebung abgegangen ist, lässt sich nur schwer beschreiben. Der HC Pustertal spielte sich in einen regelrechten Rausch, er schickte den Serienmeister Salzburg mit einem spektakulären 4:0-Seriensieg in den Urlaub und stürmte bis ins Finale. Erst dort war gegen die Graz99ers Schluss. Wie ordnet man im Pustertal diese Traumsaison ein? Und wie lautet die Devise für den anstehenden Winter?



Sportdirektor Patrick Bona stand SportNews Rede und Antwort und sprach über…


… den Charakter, der seine Mannschaft ausmacht:

„Die Mentalität und die Fitness sind unsere Basis. Wir hatten in den vergangenen Jahren des Öfteren Halligalli-Spieler, sprich: Wenn wir gewinnen, gewinnen wir, wenn wir verlieren, verlieren wir eben. Das hat sich in der vergangenen Saison geändert. Unser Kader besteht zu einem großen Teil aus Spielern, die im besten Eishockeyalter sind und die in ihrer Karriere noch etwas reißen wollen. Wer der Star der Mannschaft ist? Unser Goalie Eddie Pasquale. Er ist jeden Tag der Erste, der kommt, und der Letzte, der geht. Mit diesem Alter (35 Jahre, Anm. d. Red.) noch eine solche Mentalität und Arbeitsethik zu besitzen, das habe ich noch nie erlebt.“


… das Wort „Meister“, das im Pustertal mittlerweile keine Utopie mehr ist:

„Zunächst einmal: Wir sind uns bewusst, dass es alles andere als leicht wird, die vergangene Saison zu wiederholen, zumal die Liga noch stärker geworden ist. Wir haben ein Minimalziel, und das ist das Viertelfinale. Die Playoffs sind mittlerweile ein Muss. Aber natürlich haben wir jetzt ganz oben 'zuigschmeckt', und wir haben gesehen, dass nicht viel fehlt. Und deshalb, ja: Wir starten heuer, um im Kampf um den Meistertitel ein Wörtchen mitzureden.“

Der große Star beim HC Pustertal: Eddie Pasquale. © HCP/I. Foppa

Der große Star beim HC Pustertal: Eddie Pasquale. © HCP/I. Foppa



… die Abschiede von namhaften Spielern wie Jon Blum, Mikael Frycklund, Nick Saracino oder Rok Ticar:

„Generell muss man sagen, dass wir auf dem Transfermarkt heuer eine Linie verfolgt haben: Wir wollen, dass unsere Mannschaft mit noch mehr Speed agiert. Dementsprechend haben wir die Kaderplanungen auf diesen Schwerpunkt ausgerichtet. Beispiel Frycklund: Er hat große Qualitäten und ist technisch vielleicht besser als andere Spieler in unserem Kader – aber er passte nicht mehr so zu unserer Spielidee.“


… die Vertragsverlängerung von den ausländischen Stars der vergangenen Saison wie Cole Bardreau, Henry Bowlby, Austin Rueschhoff oder Austin Osmanski:

„Das Coole an der ganzen Sache: Wir konnten diese Spieler schon vor Beginn der letztjährigen Playoffs bestätigen. Für sie stand es nie zur Debatte, zu wechseln – das ist für mich ein großartiges Zeichen. Die Spieler leben regelrecht für den Verein, Beispiel Austin Osmanski: Ihm gefällt es hier so gut, dass er am liebsten den ganzen Sommer hiergeblieben wäre.“

Die Pusterer Wölfe wollen die kommende Saison rocken. © HCP/I. Foppa

Die Pusterer Wölfe wollen die kommende Saison rocken. © HCP/I. Foppa


… die drei ausländischen Neuzugänge David Farrance, Gunnarwolfe Fontaine und Gerry Fitzgerald:

„Wie schon erwähnt, haben wir versucht, noch mehr Speed und Power in unsere Mannschaft zu bekommen. Verteidiger Farrance ist ein Spieler in gutem Alter, der in Finnland viele Punkte gemacht hat. Meiner Meinung nach hat er das Zeug, einer der besten Verteidiger der Liga zu werden. Stürmer Fitzgerald ist eisläuferisch einfach Klasse, und wenn du in der zweiten schwedischen Liga immer zwischen 30 und 40 Punkte machst, will das etwas heißen. Fontaine ist ein bulliger Angreifer mit guten Skills, der erstmals in Europa ist: Er ist eine Wundertüte.“
„Ich kann mit Stolz sagen, dass wir letztes Jahr die Nummer 1 im Südtiroler Eishockey waren.“ Patrick Bona

… die Eishockey-Euphorie im Pustertal:

„Wir wissen, dass das Pusterer Publikum ein heißes und treues ist. Mittlerweile dürfen wir aber auch viele Leute von außerhalb Bruneck begrüßen. Aus Brixen, aus dem Vinschgau, aus dem Überetsch, ja sogar aus Osttirol und Innsbruck kommen Fans in unsere Arena. Uns freut auch besonders, dass wir von einem Eishockey-Portal als gastfreundlichstes Stadion auserkoren wurden.“


… die Frage, ob Pustertal nun die Nummer 1 im Südtiroler Eishockey ist:

„Ich kann mit Stolz sagen, dass wir in der vergangenen Saison die Nummer 1 waren. Ob es nächstes Jahr wieder so sein wird, weiß ich nicht, aber das ist sicher unser Ziel.“

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