S+
In der Sparkasse Arena daheim: Stürmer Matt Bradley. © det

h ICEHL

In der Sparkasse Arena daheim: Stürmer Matt Bradley. © det

Matt Bradleys Liebeserklärung an den HC Bozen

Er zählt zu den besten Eishockeyspielern des HC Bozen, dennoch ist sein Verbleib in Südtirol keinesfalls sicher. Jetzt ergreift Matt Bradley selbst die Initiative.

Alexander Foppa

Von:
Alexander Foppa

Matt Bradley hat Abstand gesucht – und Klarheit gefunden. Nach dem enttäuschenden Playoff-Aus mit dem HC Bozen reiste der Kanadier mit seiner Freundin quer durch Italien. Venedig, Florenz, die Berge. Abschalten, durchatmen. Doch ein Gedanke ließ ihn nicht los: seine Zukunft.


Jetzt spricht der 29-Jährige erstmals deutlich aus, was bisher nur zwischen den Zeilen zu hören war. „Ich will hier bleiben!“, sagte Bradley. Das Interview mit ihm führte SportNews vor der Eiswelle, seiner sportlichen Heimat seit knapp zwei Jahren. Ob sie es bleibt, ist noch nicht klar.

„Ich will in Bozen endlich einen Titel gewinnen!“ Matt Bradley

Seine Aussagen sind ein klares Signal in einer Phase, in der der Verein öffentlich noch keine Richtung vorgibt. Gespräche haben stattgefunden, konkrete Ergebnisse sind nicht bekannt. Mit 13 Toren und 31 Vorlagen lieferte Bradley im zurückliegenden Winter jedenfalls starke Argumente für einen Verbleib, im Schnitt punktete er fast in jedem Spiel. Er war der wohl kompletteste Stürmer im HCB-Kader.

Matt Bradley hat für den HCB bislang 105 Einsätze und 90 Punkte verbucht. © Vanna Antonello

Matt Bradley hat für den HCB bislang 105 Einsätze und 90 Punkte verbucht. © Vanna Antonello


An Alternativen dürfte es ihm also nicht fehlen, doch davon will der frühere Wien-Stürmer nichts wissen. „Ich liebe es, in Bozen zu spielen – und ich will hier endlich einen Titel gewinnen!“, stellte er klar und ergänzte: „Wenn ich sehe, wie weit es Pustertal geschafft hat, dann macht das schon etwas mit einem. Unser frühes Scheitern ärgert mich immer noch.“

Ein Hoffnungsträger bei der WM

Der Grund, weshalb sich Bradley zuletzt in Bozen aufhielt, war nicht etwa sein (Noch-)Arbeitgeber, sondern Italiens Nationalteam. Dieses bereitete sich in der Sparkasse Arena auf die WM-Tests am Wochenende in Frankreich vor. Beim letzten Saison-Highlight Mitte Mai soll der gebürtige Nordamerikaner, dessen Großeltern aus Udine stammen, die Azzurri zum Klassenerhalt führen. „Wir wollen – wie bei Olympia – für Überraschungen sorgen. Dieses Mal haben wir aber ein ganz klares Ziel: Siege einfahren, um nicht abzusteigen.“

Matt Bradley kann – wie hier bei Olympia – auch zulangen. © APA/afp / JULIEN DE ROSA

Matt Bradley kann – wie hier bei Olympia – auch zulangen. © APA/afp / JULIEN DE ROSA


Vom WM-Schauplatz in der Schweiz aus geht es für Bradley dann heim an die Pazifikküste im Westen Kanadas – womöglich schon mit einem neuen Vertrag beim HC Bozen im Gepäck. „Ich hoffe es“, sagte er schmunzelnd.

Kommentare (0)

Bestätigen Sie den Aktivierungslink in unserer E-Mail, um Ihr Konto zu verifizieren und Kommentare zu schreiben. Aktivierungslink erneut senden
Vervollständigen sie Ihre Profil-Angaben, um Kommentare zu schreiben.
Profil bearbeiten

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.

© 2026 First Avenue GmbH