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Aus und vorbei: Korbinian Holzer hat seine Karriere beendet. © Graz99ers

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Aus und vorbei: Korbinian Holzer hat seine Karriere beendet. © Graz99ers

Nach dem Grazer Meistertitel: Der große Star hört auf

Vor zwei Wochen haben sich die Graz99ers in Bruneck erstmals zum Champion in der ICE Hockey League gekürt. Es war zeitgleich auch das letzte Match des großen Stars.

Nach zwei Saisonen und 91 Spielen als Kapitän der Moser Medical Graz99ers und mit seinem ersten und einzigen Meistertitel beendet Korbinian „Korbi“ Holzer (38) seine herausragende Eishockey-Laufbahn. Der Entschluss sei schon vor Beginn der Playoffs gefallen, der Zeitpunkt könne „nun besser nicht sein“, sagt Holzer.


Als der Name Korbinian Holzer im Laufe des Sommers vor zwei Jahren da und dort im Konnex mit den Graz99ers aufgetaucht ist, wurde das eher den Eishockey-Fabeln und der „Silly Season“, wie der Transferklatsch gerne genannt wird, zugeordnet. Bald darauf war es einer der spektakulärsten Transfers der Liga-Geschichte. Weil er sich schnell überzeugen habe lassen, dass in Graz „etwas im Entstehen ist“ und es ihn „reizt, Teil davon zu sein und dazu beizutragen“, wie Holzer damals sagte.

„Korbi“ Holzer führte die 99ers zum Titel. © APA / EXPA/ JOHANN GRODER

„Korbi“ Holzer führte die 99ers zum Titel. © APA / EXPA/ JOHANN GRODER


Nicht einmal zwei Jahre später war die Erfolgsgeschichte fertig geschrieben, die sich mit Fug und Recht den Eishockey-Märchen zuordnen lässt. „Es ist meine erste Meisterschaft. Ganz egal in welcher Liga, ich kann es gar nicht beschreiben, was mir dieser Titel mit Graz bedeutet“, so Holzer. In seiner Karriere bestritt der Bayer 231 NHL-Spiele und kommt zwischen NHL, AHL, DEL und Deutschlands Nationalteam auf fast 1.000 Partien. Es ist also eine große Eishockey-Karriere, die zu Ende geht.

Düsseldorf und Rosenheim keine Themen

Den Entschluss, nun einen Strich unter die aktive Laufbahn zu ziehen, hatte Holzer bereits vor Beginn der heurigen Playoffs – den Viertelfinal-Sweep gegen den VSV hat er wegen einer Lungenentzündung noch dazu verpasst – gefasst. „Gar nicht so sehr des Körperlichen wegen“, sagt Holzer trotz seiner 38 Jahre. „Es war eine Entscheidung aus dem Bauch und des Kopfes.“ Und dass es sich letztlich „gut angefühlt hat.“

Seinen nun folgenden „nächsten Schritt“ hat Holzer mit der Trainerausbildung bereits in Vorbereitung. Mit Düsseldorf hatte er „vor allem des Harrys wegen“ (Lange, Anm.) zwar Kontakt. „Aber es hat sich dann schnell gezeigt, dass ich lieber aufhören möchte“, sagt Holzer. Und mit Rosenheim und den dortigen Starbulls sei er zuletzt wohl eher in Verbindung gebracht worden, weil er dort quasi daheim ist. Kontakt oder gar Gespräche habe es nie gegeben.

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