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Glen Hanlon war in seiner Karriere bereits als Torhüter, Scout, General Manager und Trainer aktiv. © Vancouver Giants

Neuer HCB-Trainer stellt klar: „Spitzenspieler müssen mehr geben“

Glen Hanlon hat als Torhüter mehr als 500 Spiele in der NHL bestritten, später arbeitete er als Trainer in den besten Eishockeyligen der Welt. Nun soll er den HC Bozen in ruhigere Fahrwasser manövrieren. Er hat auch schon klare Vorstellungen, wie das gelingen soll.

Am Sonntagabend hat der HCB Südtirol Alperia mit der Verpflichtung von Glen Hanlon den ersten Baustein in Hinblick auf die kommende ICE-Saison gelegt. Der 65-jährige Kanadier soll jetzt gemeinsam mit Sportdirektor Dieter Knoll eine Spitzenmannschaft zusammenstellen.


Der ehemalige Headcoach der Washington Capitals sowie der Nationalteams aus Kanada, der Slowakei, Belarus und der Schweiz scheint vom neuen Abenteuer äußerst angetan. „Es gibt ein interessantes Projekt für die Zusammenstellung des Teams. Das Management des HCB hat eine detaillierten Liste mit potenziellen Verstärkungen ausgearbeitet. Auch ich werde mein persönliches Netzwerk aktivieren, dann werden wir uns zusammensetzen und die geeignetste Wahl treffen.“

„Wir müssen analysieren, was im letzten Jahr nicht geklappt hat.“ HCB-Trainer Glen Hanlon

Hanlon könnte dabei zugute kommen, dass er die ICE aus seiner Zeit beim HC Orli Znojmo in der abgelaufenen Saison bereits kennt. „Hier wird ein schnelles und intensives Hockey gespielt“, so die Worte des neuen Übungsleiters der Foxes, der sein eigenes Spielsystem wie folgt beschreibt: „Die Mannschaft sollte auf Schnelligkeit aufgebaut werden, aber auch Kilo, Zentimeter und Technik dürfen nicht fehlen. Wir wissen aber auch, dass es zum Siegen einer guten Defensive und eines starken Penalty Killings bedarf. Es wartet viel Arbeit auf uns.“
Glen Hanlon: Torhüter, Trainer, General Manager und Scout
Hanlon will die Lehren aus der Vergangenheit ziehen und „analysieren, was im letzten Jahr nicht geklappt hat und was wir unternehmen müssen, um den Ansprüchen des Vereins wieder gerecht zu werden.“ Dabei nimmt Hanlon besonders die vermeintlichen Top-Cracks in die Pflicht: „Ich bin der Meinung, dass Spieler, die diese Bezeichnung tragen und sie für sich in Anspruch nehmen, auch immer etwas mehr geben müssen.“
„Eine erfahrene Persönlichkeit mit großem Charisma.“ HCB-Sportdirektor Dieter Knoll über Hanlon

Im Umgang mit seinen Spielern, der Kaderführung und seiner taktischen Ausrichtung genießt Hanlon jedenfalls vollste Rückendeckung von Seiten der Vereinsspitze. Diese ist froh, einen so erfahrenen Mann für das Amt des Cheftrainer gewonnen zu haben, wie Dieter Knoll, seinerseits HCB-Boss und Sportdirektor in Personalunion, unterstreicht: „Mit ihm haben wir eine erfahrene Persönlichkeit von großem Charisma, mit einer langjährigen internationalen Erfahrung und einer tiefen Kenntnis des Spiels und des Spielermarkts verpflichtet. Im Laufe seiner Karriere ist er auch in die Rolle des Scouts geschlüpft und gerade deshalb werden wir gemeinsam mit ihm die Mannschaft für die kommende Saison zusammenstellen.“ Die Fans dürfen also gespannt sein, was die nächsten Wochen in der Bozner Galvani-Straße bringen werden.

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