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Feldkirch will in der ICE Hockey League für Furore sorgen. © VEU Feldkirch

Neuer Name und neue Liga: Feldkirch will angreifen

Die neu in die ICE-Eishockeyliga aufgenommene VEU Feldkirch wird ihr Profiteam unter einem neuen Namen in die Meisterschaft schicken.

Das Profiteam heißt künftig „Pioneers Vorarlberg“. Das haben die Verantwortlichen am Montag in der Vorarlberghalle bekanntgegeben. Ebenso wurde das Engagement von drei Vorarlberger Spielern – alle mit Nationalteam-Vergangenheit – verkündet. Während Präsident Pit Gleim noch keine großen sportlichen Erwartungen wecken wollte, gab sich der Sportliche Leiter Michael Lampert angriffig.


Gleim betonte, dass man angesichts der 18-jährigen Erstliga-Abstinenz – nach neun Meistertiteln zwischen 1982 und 1998 – den Glauben an eine Rückkehr nie verloren habe. „Es war immer klar, dass wir in der ersten Liga spielen wollen“, stellte er fest. Es sei fast leichter, ein Budget für die oberste Liga zu stemmen als für die zweite. Die Sponsoren würden mitziehen, fast alle hätten ihr Engagement erhöht. Zahlen wurden aber auch auf Nachfrage keine genannt. Geschäftsführer Christian Groß nannte das Budget „angemessen“.

Fokus auf junge Vorarlberger Spieler
Lampert gab Einblick in den sportlichen Kurs der „Pioneers“. Man wolle in erster Linie Vorarlberger Spieler verpflichten, dann österreichische, in weiterer Folge Legionäre – „so gehen wir die Verträge an“, sagte der Sportliche Leiter. Mit Kevin Macierzynski (von Dornbirn), Alexander Pallestrang (Salzburg) und Patrick Spannring (Thurgau, zweite Schweizer Liga) gab Lampert auch die ersten Neuverpflichtungen für die kommende Saison bekannt. Alle drei Vorarlberger haben Nationalteam-Erfahrung, für Macierzynski bedeutet der Vertrag in Feldkirch die Rückkehr zu seinem Stammverein. Man sei auch mit anderen Spielern der Bulldogs Dornbirn, die sich aus finanziellen Gründen in die Alps Hockey League zurückziehen, im Gespräch, ergänzte Lampert.

Während Gleim in Sachen sportlicher Erfolg um Geduld bat – „Wir wollen ein junges Team aufbauen und werden in den nächsten zwei Jahren nicht oben mitspielen“ – gab sich Lampert wesentlich kämpferischer. „Jedes Spiel beginnt bei 0:0“, stellte er fest. Kampflos werde man sich nicht ergeben.

Die Entscheidung, nicht als VEU Feldkirch sondern als Pioneers Vorarlberg anzutreten, sei schwer gefallen, räumte Gleim ein. Schließlich gehe es aber um Vorarlberg, man wolle das ganze Land – auch wirtschaftlich – mitnehmen. Vorarlbergs Sportlandesrätin Martina Rüscher (ÖVP) erklärte, dass es das Ziel sei, die Eishockey-Nachwuchsarbeit in Vorarlberg mittelfristig zu bündeln, das Land unterstütze wie bisher. Bürgermeister Wolfgang Matt (ÖVP) sprach von einem „historischen Augenblick“. Er freue sich für das Eishockey in Vorarlberg, „Feldkirch ist ein guter Boden für Spitzeneishockey“, und er wünschte viel Durchhaltevermögen. Lampert bedankte sich für die Modernisierungen in der Halle („ein Schmuckstückchen“) und betonte, es sei wichtig, „dass wir Profitum im Land haben“.

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