
Eddie Pasquale zeigte erneut eine starke Leistung. © I. Foppa / HC Pustertal
Nicht schön, aber effizient: Pustertal bleibt oben dran
Der HC Falkensteiner Pustertal legte im ersten Spiel nach der Olympia-Pause einen Stolperstart hin. Mit Fortdauer der Minuten fanden die Schwarz-Gelben aber zu sich und feierten einen unter dem Strich verdienten Erfolg gegen den AV Fehervar.
20. Februar 2026
Von: leo
Wenn es für den HC Pustertal seit dem Aufstieg in die ICEHL einen Angstgegner gab, war das Fehervar, wie nur zwölf HCP-Siege in 30 Partien beweisen. Den Lauf dieser Rivalität hat die Jaspers-Truppe in dieser Saison jedoch auf den Kopf gestellt. Mit einem Torverhältnis von 10:1 sammelten Ivan Deluca & Co. alle neun möglichen Punkte. Diese Serie setzten die Südtiroler am Freitagabend fort: Pustertal gewann vor den eigenen Fans mit 4:2.
Knapp drei Wochen nach der 2:7-Klatsche beim HC Bozen blieb der HCP um seine sechs Olympia-Spieler zunächst vieles schuldig – besonders defensiv. Die Art und Weise, wie die Tore fielen, war äußerst ärgerlich. Sowohl beim 0:1 als auch beim 1:2 fehlte der Druck auf den Gegner. Auch offensiv wollte den Wölfen nur sehr wenig gelingen. Ob das mit den erneut bunt zusammengemischten Sturmreihen zusammenhing? Fakt ist: Zum x-ten Mal in dieser Saison setzte Coach Jason Jaspers auf neue Kombinationen, deren Harmonie zu wünschen übrig ließ.
Dass die Wölfe nichtsdestotrotz als Sieger vom Eis gingen, war einem Aufbäumen im Schlussdrittel – und auch dem schwachen Gegner – zu verdanken. Erst in der letzten Woche hatten die mit drei Ex-HCP-Cracks gespickten Ungarn eine seit sieben Partien anhaltende Niederlagenserie beendet. Das kam in der Intercable Arena zum Vorschein, denn ab jenem Zeitpunkt, in dem der HCP die Drehzahl erhöhte, geriet der Außenseiter ins Taumeln. Zur Wahrheit gehört jedoch auch, dass sowohl das 2:2 als auch das 3:2 stark herausgespielt waren. Abermals avancierten Henry Bowlby und Cole Bardreau zu den Matchwinnern.
Durch den Zittersieg erfüllten die Wölfe die Pflicht und wahrten die Chance, sich das Heimrecht für die Playoffs zu erkämpfen. Vier Spieltage vor Schluss beträgt der Abstand zum am Freitag ebenfalls siegreichen HC Bozen auf Rang vier fünf Punkte. Dazwischen ist noch Olimpija Ljubljana klassiert. Weiter geht’s für den HC Pustertal schon am Sonntag mit dem Auswärtsspiel bei Red Bull Salzburg (15 Uhr).
Die Höhepunkte
| Horrorstart | Die Fans haben es sich noch gar nicht gemütlich gemacht – und schon klingelt es: Stipsicz zieht von der blauen Linie ab, Zanatta schläft, Erdely bedankt sich und schiebt den herrenlosen Puck über die Linie. |
| Purdellers 16. Streich | Pustertal wird von Minute zu Minute stärker und belohnt sich kurz vor Drittelende. Blum assistiert Purdeller, der nicht lange fackelt und Reijola auf der Stockhand bezwingt. |
| Wieder Erdely | Die Wölfe haben alles unter Kontrolle – bis Erdely in der 29. Minute ein zweites Mal ins Schwarze trifft. Erneut entsteht im Pusterer Slot eine große Lücke, die der Fehervar-Kapitän eiskalt ausnutzt. |
| Zum Zungeschnalzen | Als Pustertal im Powerplay agiert, führt ein Bowlby-Geistesblitz zum Ausgleich. Der US-Amerikaner hebt den Puck aus nächster Nähe ins Kreuzeck. Kurz darauf trifft Bardreau nach Lipon-Pass direkt in den Winkel. |
| Das war’s | Rueschhoff kassiert 30 Sekunden vor Schluss noch eine unnötige Strafe, Fehervar zieht den Goalie, doch der Ausgleich gelingt nicht mehr. Stattdessen trifft Blum noch ins leere Tor. |
HC Pustertal – AV Fehervar 4:2
HCP: Pasquale (Rabanser); Zanatta-Glira, Blum-Almquist, Lauridsen-DiTomaso, Osmanski; Saracino-Frycklund-Purdeller, Lobis-Bardreau-Lipon, Bowlby-Ticar-Rueschhoff, Mantinger-Andergassen-Deluca.Trainer: Jaspers
AVS: Reijola (Dominik Horvath); Stipsicz-Messner, Andersen-Campbell, Kiss-Stajnoch, Donat Horvath; Erdely-Richards-Gerlach, Cheek-Hari-Kuralt, Archibald-Kulmala-Terbocs, Ambrus-Nemeth-Mihaly.
Trainer: Dent
Tore: 0:1 Erdely (00.21), 1:1 Purdeller (18.46), 1:2 Erdely (28.45), 2:2 Bowlby (42.56), 3:2 Bardreau (48.15), 4:2 Blum (59.35)
Zuschauer: 2517
ICE Hockey League:
Black Wings Linz – Vienna Capitals 1:4Tore: 1:0 Oschgan (14.51), 1:1 Gazzola (17.56), 1:2 Bourque (27.35), 1:3 Franklin (42.50), 1:4 Souch (58.20)
Zuschauer: 4865
Red Bull Salzburg – Villacher SV 3:4 n.P.
Tore: 1:0 Schneider (3.04), 2:0 Nienhuis (6.12), 2:1 Teasdale (6.57), 3:1 Michael Raffl (28.04), 3:2 Helewka (44.49), 3:3 Hancock (50.49); entscheidender Penalty: Scherbak
Zuschauer: 3400
Klagenfurter AC – Olimpija Ljubljana 2:0
Tore: 1:0 From (52.34), 2:0 Teves (59.25)
Zuschauer: 4203
Pioneers Vorarlberg – Ferencvaros Budapest 2:4
Tore: 1:0 Roehl (14.17), 1:1 Tammela (21.13), 1:2 Kestila (36.58), 2:2 Erne (44.45), 2:3 Tammela (49.13), 2:4 Tammela (58.50)
Zuschauer: 1249
HC Bozen – Graz 99ers 4:0
Tore: 1:0 Misley (5.34), 2:0 McClure (18.36), 3:0 Gennaro (46.58), 4:0 Frigo (47.50)
Zuschauer: 3390
| SP | G | U | V | TV | P | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. EC Klagenfurt | 44 | 31 | 0 | 13 | 155:103 | 94 |
| 2. Graz99ers | 44 | 30 | 0 | 14 | 149:97 | 90 |
| 3. EC Salzburg | 45 | 29 | 0 | 16 | 151:100 | 85 |
| 4. HCB Südtirol | 44 | 27 | 0 | 17 | 157:115 | 83 |
| 5. Olimpija Ljubljana | 45 | 28 | 0 | 17 | 169:130 | 80 |
| 6. HC Pustertal | 44 | 26 | 0 | 18 | 149:122 | 78 |
| 7. Vienna Capitals | 45 | 21 | 0 | 24 | 117:131 | 64 |
| 8. EC Villach | 45 | 20 | 0 | 25 | 145:152 | 60 |
| 9. Linz | 45 | 21 | 0 | 24 | 137:143 | 58 |
| 10. Fehérvár | 44 | 18 | 0 | 26 | 103:141 | 57 |
| 11. Ferencvárosi | 45 | 16 | 0 | 29 | 120:165 | 53 |
| 12. Vorarlberg | 44 | 13 | 0 | 31 | 103:167 | 39 |
| 13. HC Innsbruck | 44 | 9 | 0 | 35 | 105:194 | 26 |
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