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Dominik Obexer wurde vom HC Pustertal unter Vertrag genommen. © Toblach Icebears

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Dominik Obexer wurde vom HC Pustertal unter Vertrag genommen. © Toblach Icebears

Plötzlich beim HC Pustertal: Ein Brunecker will sich beweisen

Neben Daniel Glira und Tommy Purdeller wird sich in der kommenden Saison ein dritter waschechter Pusterer das Trikot des HC Falkensteiner Pustertal überstreifen. Doch wer ist der 22-jährige Dominik Obexer und wie erklärt er sich seinen beispiellosen Aufstieg? SportNews hat sich mit ihm unterhalten.

Von:
Leo Holzknecht

Sowohl der HC Bozen als auch der HC Pustertal begeben sich bei der Suche nach heimischen Talenten zumeist in die Stadien der Vereine der Alps Hockey League (AlpsHL). Wer in der zweiten Klasse gut performt, hat gute Chancen auf einen Vertrag in der ICE Hockey League (ICEHL). Egal ob Alan Lobis, Luciano Zandegiacomo, Daniel Gellon oder Noah Frick: Sie alle wurden in der AlpsHL abgehärtet, ehe der Schritt zu den größten Südtiroler Klubs folgte. Dominik Obexer kommt hingegen von den Falcons Brixen, die in der Italian Hockey League (IHL) spielten.


Der in Stegen wohnhafte Brunecker ist nicht nur deshalb eine Sondererscheinung. Er begann erst spät, sprich im Alter von zehn Jahren, mit dem Eishockeysport. „Mit den Freunden meiner Klasse sind wir oft zum Eisplatz gegangen. Irgendwann hat es mich dann auch gepackt“, erzählt der Verteidiger.

Ein Coach prägte ihn

Sein spätes Anfangsalter wirkte sich zunächst auf seine Leistungen aus. „Bis zur U17 bin ich nicht wirklich aufgefallen, war relativ schwach. Unter dem finnischen Trainer Jussi Tuores (heute in der DEL2 bei den Eispiraten Crimmitschau als Head Coach aktiv, Anm. d. Red.) ist mir dann aber ein großer Schritt gelungen. Er hat offenbar mein Potenzial erkannt“, erklärt Obexer.

Dominik Obexer in den Farben der Falcons Brixen. © Falcons Brixen

Dominik Obexer in den Farben der Falcons Brixen. © Falcons Brixen

Die unter Tuores begonnene Entwicklung führte er bei den Toblach Icebears in der IHL fort, wo er von Beginn an Vertrauen genoss und viel Eiszeit erhielt. Zwei volle Saisonen absolvierte er dort, ehe er im letzten Sommer ligaintern zu den Falcons Brixen wechselte. Mit 17 Scorerpunkten in 32 Partien schob er sich ins Visier von Wölfe-Sportdirektor Patrick Bona. „Nachdem wir mit den Falcons ausgeschieden waren, fragte er mich, ob ich in den Playoffs beim HCP mittrainieren wollte“, erläutert Obexer, dessen großer Aufstieg damit begann.

Debüt in der Nationalmannschaft

Denn überraschend wurde er auch für die WM-Vorbereitung der Azzurri nominiert. „Das war sicher schon eine sehr große Sache für mich“, erzählt Obexer, dem danach von Bona ein Angebot unterbreitet wurde, das er prompt unterschrieb. „Vor einem Jahr hätte ich mir das alles nicht vorstellen können. Ich bin selbst gespannt, wie ich mich auf diesem Niveau schlagen werde und ob ich mithalten kann, weil ich ja Neuland betrete. Sicher ist, dass ich alles geben werde“, so Obexer.

Dominik Obexer hat eine starke Saison hinter sich. © Falcons Brixen

Dominik Obexer hat eine starke Saison hinter sich. © Falcons Brixen


In der Kampfmannschaft kommt es für den eisläuferisch starken Obexer auch zu einem besonderen Wiedersehen. Er wurde nämlich wie Tommy Purdeller im Jahr 2004 geboren. Mit dem Sturm-Ass teilte er in der Jugend lange die Kabine – bis dieser ins Ausland abwanderte. Nach zwei komplett verschiedenen Karrierewegen sind sie nun wieder vereint.

Bevor das große Abenteuer beim HCP, auf das sich Obexer schon „brutal“ freut, beginnt, steht ihm noch Prüfungsstress bevor. Er absolviert derzeit ein deutsches Fernstudium der Betriebswirtschaftslehre. „Ich habe noch ein Jahr vor mir, es lässt sich gut mit dem Sport kombinieren“, sagt er abschließend. Der offizielle Trainingsstart ist beim HCP für den 17. August terminiert.

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