
Eddie Pasquale und der HC Pustertal feierten einen knappen Sieg. © I. Foppa / HC Pustertal
Pustertal besiegt Laibach – und doch regiert der Frust
Der direkte Playoff-Einzug ist dem HC Falkensteiner Pustertal in der ICE Hockey League (ICEHL) schon längst sicher. Mit einem Dreier gegen Olimpija Ljubljana hätten die Wölfe sogar von einem Platz unter den besten vier träumen können. Letztendlich wurden es am Freitagabend aber „nur“ zwei Punkte.
27. Februar 2026
Aus der Intercable Arena
Von:
Leo Holzknecht
Zwei Spieltage vor dem Ende des Grunddurchgangs lebte die Chance des HC Pustertal, sich doch noch das Heimrecht für die Playoffs zu sichern. Obwohl diese angesichts des Fünf-Punkte-Rückstands auf den HC Bozen theoretischer Natur war, wollten Cole Bardreau & Co. nichts unversucht lassen. Ein voller Erfolg gegen den direkten Tabellennachbarn Laibach war dafür verpflichtend, zudem musste die Jaspers-Truppe auf einen Ausrutscher des Erzrivalen aus der Landeshauptstadt hoffen. Zwar trat eine Variable ein (der HCB verlor das Spitzenspiel gegen den Klagenfurter AC), die andere jedoch nicht: Pustertal schlug Laibach erst mit 3:2 nach Verlängerung.
Wie schon des Öfteren in den letzten Wochen verschliefen die Hausherren den Beginn. Den Hausherren fehlten Tempo, Intensität und die Aufopferungsbereitschaft. So kamen die Slowenen ein ums andere Mal zuerst an den Puck. Coach Jason Jaspers drehte in seiner Kabinenansprache aber offensichtlich an den richtigen Stellschrauben, denn nach dem 0:1 dominierten die Schwarz-Gelben den zweiten Abschnitt nach Strich und Faden. Der slowenische Klub schaffte es aber, den Schaden in Grenzen zu halten.
Vermeidbare Strafe führt zum Ausgleich
Die zahlreichen Strafen gegen die Slowenen – gleich acht an der Zahl – erwiesen sich schlussendlich als spielentscheidend. Und das, obwohl die Wölfe im Powerplay keineswegs brillierten. Einmal mehr war es Tommy Purdeller, der die Wölfe auf die Siegerstraße brachte. Durch den 17. Treffer egalisierte er seine Torausbeute des Vorjahres. Zu einem vollen Erfolg reichte es dennoch nicht, weil Austin Rueschhoff nach einem Foul protestierte, sich so eine vierminütige Strafe einhandelte und Laibach eiskalt zuschlug. Jon Blums Sahnetreffer in der Overtime löste in der gut gefüllten Intercable Arena trotz der verpassten Chance ausgelassenen Jubel aus.Im abschließenden Spiel des Grunddurchgangs geht es für die Südtiroler nun darum, Laibach vom fünften Platz zu verdrängen – wenngleich dies nur noch statistischen Wert hätte. Dafür würde beim Villacher SV ein Punkt reichen (17.30 Uhr).
Die Höhepunkte
| Lauridsen mit Tempodefiziten | Ziga Pance ist nun wahrlich kein Wirbelwind, nichtsdestotrotz entwischt er Lauridsen und verwertet den Alleingang staubtrocken. |
| Das Powerplay macht’s | Pustertal hat große Mühe, Torgefahr zu kreieren. Im zweiten Powerplay des Abends klappt es aber mit dem Torerfolg, als Bowlby Ticar freispielt und der Slowene mit einem Direktschuss erfolgreich ist. |
| HCP im Dauer-Powerplay | Nach dem 1:1 bieten sich den Hausherren vier weitere Chancen, in Überzahl zu agieren. Große Möglichkeiten, geschweige denn Tore, entstehen dabei aber nicht – bis ein von Bowlby abgeblockter Ticar-Schuss auf die Kelle von Purdeller landet. |
| Wie bitter | Pustertal sieht schon wie der sichere Sieger aus – doch dann muss Rueschoff für vier Minuten in die Kühlbox. Der US-Amerikaner sieht, wie Polei nach einer Meyer-Hereingabe abstaubt. |
| Was für ein Strahl | Der dritte Powerplay-Treffer des Abends in der Verlängerung geht auf das Konto von Blum, dessen Direktschuss genau ins Kreuzeck einschlägt. |
HC Pustertal – Olimpija Ljubljana 3:2 n.V.
HCP: Pasquale (Rabanser); Lauridsen-Di Tomaso, Almquist-Blum, Glira-Osmanski, Zanatta; Bowlby-Rueschhoff-Purdeller, Saracino-Bardreau-Lipon, Lobis-Ticar-Ierullo, Andergassen-Frycklund-Mantinger.Trainer: Jaspers
HKO: Tokarski (Gal Hebar); Cosic-Brennan, Bohinc-Gregorc, MacWilliam-Crnovic, Tian Hebar; Meyer-Boychuk-Kapel, Sabolic-Petan-Mahkovec, Polei-Quince-Simsic, Pance-Bericic-Bukovec, Mehle.
Coach: Cooper
Tore: 0:1 Pance (6.49), 1:1 Ticar (20.35), 2:1 Purdeller (49.46), 2:2 Polei (57.12), 3:2 Blum (60.42)
Zuschauer: 2657
ICE Hockey League:
Ferencvaros Budapest – Black Wings Linz 0:2Tore: 0:1 Oschgan (5.58), 0:2 Barron (59.34)
Zuschauer: 2222
Graz 99ers – Villacher SV 2:0
Tore: 1:0 Collins (31.09), 2:0 Collins (45.08)
Zuschauer: 4126
HC Innsbruck – Pioneers Vorarlberg 6:5 n.V.
Tore: 0:1 Tschofen (14.45), 0:2 Dornbach (19.25), 1:2 Coatta (27.52), 1:3 Maier (29.36), 1:4 Reini (30.17), 2:4 Lajeunesse (37.55), 3:4 Coatta (38.19), 3:5 Florchuk (44.22), 4:5 Lajeunesse (48.21), 5:5 Lajeunesse (51.55), 6:5 Sproule (63.43)
Zuschauer: 2500
Vienna Capitals – Fehervar 4:3 n.P.
Tore: 1:0 Gregoire (7.27), 1:1 Andersen (9.52), 2:1 Hackl (10.01), 3:1 Koschek (23.45), 3:2 Richards (34.59), 3:3 Gerlach (52.02); entscheidender Penalty: Vey
Zuschauer: 7022
HC Bozen – Klagenfurter AC 3:6 ( hier der Bericht)
Tore: 0:1 Mursak (23.34), 0:2 Fraser (34.41), 0:3 Fraser (37.11), 1:3 Mantenuto (41.21), 1:4 Schwinger (46.20), 2:4 Frigo (47.40), 2:5 Hochegger (51.47), 3:5 Di Giacinto (58.06), 3:6 Schwinger (59.12)
Zuschauer: 2980
| SP | G | U | V | TV | P | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. EC Klagenfurt | 47 | 33 | 0 | 14 | 170:112 | 100 |
| 2. Graz99ers | 47 | 33 | 0 | 14 | 160:101 | 99 |
| 3. EC Salzburg | 47 | 31 | 0 | 16 | 159:103 | 90 |
| 4. HCB Südtirol | 47 | 28 | 0 | 19 | 168:127 | 87 |
| 5. Olimpija Ljubljana | 48 | 30 | 0 | 18 | 177:137 | 85 |
| 6. HC Pustertal | 47 | 28 | 0 | 19 | 157:129 | 84 |
| 7. Vienna Capitals | 47 | 22 | 0 | 25 | 123:139 | 66 |
| 8. EC Villach | 47 | 21 | 0 | 26 | 148:155 | 63 |
| 9. Linz | 47 | 22 | 0 | 25 | 140:145 | 62 |
| 10. Fehérvár | 47 | 18 | 0 | 29 | 110:156 | 58 |
| 11. Ferencvárosi | 47 | 17 | 0 | 30 | 125:171 | 56 |
| 12. Vorarlberg | 47 | 13 | 0 | 34 | 112:180 | 40 |
| 13. HC Innsbruck | 47 | 10 | 0 | 37 | 117:211 | 28 |
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