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Nettigkeiten wird es im Derby zur Genüge geben. © Iwan Foppa

Pustertal gegen Bozen: Wer hat bei den Zahlen die Nase vorne?

Ein Derby schreibt seine eigenen Gesetze. Dieses Sprichwort trifft auch auf das ewige Duell zwischen Bozen und Pustertal zu. Was aber sagen die Zahlen und Fakten?

Die beiden Erzrivalen aus Bruneck und Bozen haben sich in Vergangenheit schon viele denkwürdige Matches geliefert. Jenem am Dienstag kommt aber eine ganz besondere Bedeutung zu: Erstmals seit dem ICE- bzw. EBEL-Eintritt geht es im Duell der Foxes und Wölfe nicht nur um Ruhm und Ehre, sondern auch um enorm wichtige Punkte im Kampf um die Playoffs. Nicht zuletzt auch deshalb ist die Intercable Arena seit Tagen restlos ausverkauft.


Wir haben uns im Vorfeld des Krachers am Dienstag (ab 19.45 Uhr, Liveticker auf SportNews) auf die Zahlen und Statistiken geschaut: Wer hat dort die Nase vorne?

Die Topscorer

Pustertals Jason Akeson hat bisher in 43 Spielen 42 Punkte gesammelt, davon 10 Tore und 32 Assists. Damit nimmt der ehemalige DEL-Topscorer Platz 10 in der Liga-Rangliste ein. Bozens bester Scorer ist aktuell Christian Thomas. Mit 35 Zählern liegt der einstige NHL-Crack auf dem 26. Platz.

Jason Akeson (vorne) ist Pustertals Topscorer. © Iwan Foppa


Die Torjäger

Geht es nur nach den Toren, da hat Bozens Christian Thomas die Nase vorne. Mit 16 Treffern ist er im Derby jener Crack mit den meisten Kisten. Die Wölfe-Stürmer David Morley (15), Rick Schofield (15) und Alex Petan (14) liegen ihm jedoch im Nacken.

Die Torhüter

Mit Gianluca Vallini hat der HCB den Goalie mit der zweitbesten Fangquote der Liga in seinen Reihen. 93 Prozent stehen dem Bozner zu Buche, eine stattliche Quote. Allerdings ist Vallini „nur“ Backup und hat erst 12 Spiele bestritten. Andreas Bernard, der sich im Laufe der Saison zum Pusterer Einser-Goalie gemausert hat, bringt es nach 29 Spielen auf eine Save Percentage von 91 Prozent. HCB-Neuzugang Sam Harvey kann nach sieben Partien eine Quote von 90,4 Prozent aufweisen.

Andy Bernard, Goalie des HC Pustertal. © Iwan Foppa


Die Strafenkönige

Die böseren Buben tragen das schwarzgelbe Trikot. Mit Dante Hannoun (63 Strafminuten), Christian Kasastul (62) und Arvin Atwal (53) zählen gleich drei Pusterer zu den Liga-Top-10. Bozens Blake Parlett belegt mit 50 Strafminuten den zehnten Platz in dieser Rangliste.

Die Extra-Zeit

Wenn es in die Verlängerung oder ins Penaltyschießen geht, dann ist der HC Bozen bislang eine Bank. Vier Mal mussten die Foxes in die Extra-Zeit, vier Mal haben sie das Spiel für sich entschieden. Das ist Liga-Bestwert. Pustertal stehen unterdessen fünf Siege und vier Niederlagen nach Verlängerung bzw. Penaltyschießen zu Buche.

Pustertal gegen Bozen, dieses Duell elektrisiert. © Iwan Foppa


Das Powerplay

Hat der HC Pustertal einen Mann mehr auf dem Eis, dann wird es für jeden Gegner ungemütlich. Die Wölfe verfügen über das zweitbeste Powerplay der Liga. Eine Quote von 24,6 Prozent bedeutet, dass im Schnitt bei jedem vierten Überzahlspiel ein Pusterer Treffer fällt. Beim HCB ist das Powerplay dagegen eine der großen Baustellen: Die Foxes bringen es nur auf eine Erfolgsquote von 17,1 – das ist der drittschwächste Wert der Liga.

Das Penalty Killing

Und was passiert, wenn Pustertal oder Bozen in Unterzahl agieren müssen? In der Regel nicht viel! Die Wölfe und die Foxes zählen in dieser Statistik zu den besten Teams der Liga. Der HCP vereitelt 84,3 Prozent seiner Unterzahlspiele, das ist der Bestwert der gesamten Meisterschaft. Bozen steht dem mit einer Quote von 83,6 Prozent (Platz 3 in der Rangliste) in nichts nach. Die Foxes sind außerdem mit einem Mann weniger auf dem Eis äußerst torgefährlich: Bereits fünf Mal gelang den Penalty-Killing-Spezialisten um Luca Frigo und Daniel Mantenuto ein Unterzahltreffer. Besser ist nur der KAC mit sechs Toren, während es Pustertal auf zwei Buden bringt.

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