
Raphael Andergassen & Co. verloren das erste Spiel. © Graz 99ers
Pustertal leckt die Wunden: „Das hat uns das Genick gebrochen“
Das erste Finalspiel in der ICE Hockey League (ICEHL) endete für den HC Falkensteiner Pustertal mit einer Bauchlandung. Nach der 1:5-Niederlage waren die Fehler bei den Wölfen schnell gefunden.
17. April 2026
Von: leo/kp
Mit unglaublicher Leichtigkeit hatten sich die Graz 99ers in das erste ICEHL-Finale ihrer Vereinsgeschichte gespielt, verloren sie doch in den Playoffs keine einzige Partie. Diese fast schon unheimliche Serie fand am Mittwochabend ihre Fortsetzung: Die Steirer boten auch zum Finalauftakt eine rundum überzeugende Vorstellung und schossen den HC Pustertal mit 5:1 aus dem eigenen Stadion. Dennoch blieb überschwänglicher Jubel bei den Österreichern aus.
„Ganz glücklich können wir nicht sein, wir waren ein bisschen zu fehleranfällig. Das zweite Drittel war zu schlampig“, betonte Lukas Haudum, mit zwei Toren und einem Assist der Mann des Spiels. „Zum Glück hatten wir aber mit Nicolas Wieser einen sicheren Rückhalt. Am Freitag müssen wir uns anschnallen.“ Deutlich glücklicher war Graz-Trainer Dan Lacroix. „Mir hat sehr gut gefallen, wie wir begonnen haben. Wir hatten eine gute Kontrolle über den Puck und haben den Gegner unter Druck gesetzt. Im Mittelabschnitt hatten wir einen Hänger und haben Fehler gemacht. Solche Phasen sind aber normal“, so der Spielleiter.
Wölfe wissen, wo die Fehler liegen
Just diese Phase im Mittelabschnitt bereitete den Wölfen Kopfzerbrechen, da der 2:2-Ausgleich mehrmals zum Greifen nahe war. „Wir hätten uns im zweiten Drittel mehr als nur einen Treffer verdient. Der dritte Gegentreffer hat uns das Genick gebrochen“, sprach Jason Jaspers das 1:3 durch Frank Hora an, der ausgerechnet in der besten Phase des HCP fiel. „Wir werden alles genau analysieren und es am Freitag besser machen.“Graz feiert, Pustertal hadert.
Kapitän Raphael Andergassen fand hingegen deutliche Worte, was die Anfangsphase anbelangt. „Wir haben den Start völlig verschlafen, waren nicht gefasst und haben den Rhythmus nicht gefunden“, prangerte der Kalterer an. „Im Mittelabschnitt fanden wir uns besser zurecht, verkürzten zum 1:2, verabsäumten es aber, auszugleichen. Das 1:3 hat uns danach das Momentum genommen. Die beiden Gegentreffer gleich nach dem letzten Seitenwechsel waren tödlich.“
Die erst zweite Niederlage in den diesjährigen Playoffs stellt für den HC Pustertal aber längst keinen Beinbruch dar. Schließlich sind vier Siege vonnöten, um sich zum Meister zu krönen. Den ersten wollen sich die Wölfe am Freitag schnappen, wenn in der heimischen Intercable Arena (19.45 Uhr) das zweite Spiel der Serie auf dem Programm steht.
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