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Eddie Pasquale war erneut nicht zu schlagen. © HC Pustertal / I. Foppa

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Eddie Pasquale war erneut nicht zu schlagen. © HC Pustertal / I. Foppa

Pusterer Wahnsinn: Jetzt ist die Finaltür offen

Der Höhenflug des HC Falkensteiner Pustertal fand am Donnerstagabend seine Fortsetzung. Vor einer elektrisierenden Kulisse schlugen die Wölfe Olimpija Ljubljana zum dritten Mal in Serie. Die Finalhoffnungen der Schwarz-Gelben sind nun konkreter denn je.

Aus der Intercable Arena

Von:
Leo Holzknecht

Wie ein Uhrwerk höchster Qualität spult der HC Pustertal seine Leistungen in den Playoffs der ICE Hockey League (ICEHL) ab. Schwächephasen? Kennen die Wölfe nicht. Aussetzer? Ein Fremdwort. Nach serienübergreifend sechs Siegen in Folge legte der HCP am Donnerstag den nächsten Glanzauftritt hin. Ljubljana wehrte sich zwar erneut nach Kräften, gab jedoch insgesamt einen ratlosen Eindruck ab. Als ob die Slowenen und deren Trainerteam mit dem Latein am Ende wären. Der dritte 3:0-Erfolg en suite war die logische Konsequenz.


Der Sturm gewinnt Spiele, die Defensive Meisterschaften. Dieses im Sport inflationär genutzte Credo hat Pustertal-Trainer Jason Jaspers seinen Mannen offensichtlich eingeimpft. Denn wie die Schwarz-Gelben an diesem Abend einmal mehr verteidigten, war beeindruckend. Daniel Glira & Co. waren erneut nah am Mann, warfen sich aufopferungsvoll in die Schüsse und gewannen die Mehrheit der Zweikämpfe. Und so wartet Laibach nach 180 gespielten Minuten immer noch auf seinen ersten Treffer in dieser Serie.

Das Pusterer Bollwerk hält

Diese defensive Kompaktheit ist umso beeindruckender, wenn man bedenkt, dass Ljubljana im Grunddurchgang mit 177 erzielten Toren die beste Offensive der Liga hatte. Zudem stach das slowenische Powerplay in der Serie bei 14 Möglichkeiten noch kein einziges Mal.

Matthias Mantinger mit vollem Einsatz.

Matthias Mantinger mit vollem Einsatz.


Der „Schuldige“ dafür ist aus slowenischer Sicht schnell ausgemacht: Eddie Pasquale. Seit Wochen in Überform, erwies sich der kanadische Schlussmann auch an diesem Abend als Wand. Angesichts dieser Unbezwingbarkeit war der Kuchen in gewisser Weise schon nach acht Sekunden gegessen. So früh gelang Austin Rueschhoff nämlich die Führung, die bis zum Ende bestandhielt.

Wie die Graz 99ers, die sich am Donnerstag mit 4:0 gegen Fehervar durchsetzten, hat Pustertal die Chance, schon am Sonntag den Deckel draufzulegen. Spielbeginn in der Hala Tivoli ist um 18 Uhr.

Die Höhepunkte

BlitzstartDirekt nach dem Start-Bully zieht Rueschhoff los, lässt Olimpija-Verteidiger Kirichenko aussteigen und hebt den Puck ins Kreuzeck zum 1:0. Es sind gerade mal acht Sekunden gespielt.
Euphorie purWas ist denn hier los? Es sind noch keine fünf Minuten verstrichen, als Purdeller, der sich am linken Flügel durchtankt, einen Gegenspieler abschüttelt und das Runde staubtrocken ins Netz befördert.
Fast das 3:0Beide Mannschaften finden im Mitteldrittel zwei Powerplays vor, Tore fallen aber keine. Die beste Chance hat der entwischte Lobis, dem im Abschluss aber die Präzision fehlt.
Die EntscheidungPasquale rettet im 3-gegen-4 mirakulös gegen Meyer, ehe Bardreau auf der anderen Seite das 3:0 erzielt. Auf Lipon-Zuspiel setzt er den Puck per Direktschuss ins rechte Eck.

HC Pustertal – Olimpija Ljubjana 3:0

HCP: Pasquale (Rabanser); Almquist-Blum, Lauridsen-DiTomaso, Zanatta-Osmanski, Glira; Saracino-Bardreau-Rueschhoff, Bowlby-Ticar-Purdeller, Lobis-Frycklund-Lipon, Mantinger-Andergassen-Deluca, Ierullo
Coach: Jaspers

HKO: Tokarski (Kolin); Cosic-Brennan, Halbert-Kirichenko, MacWilliam-Gregorc, Crnovic; Meyer-Boychuk-Mehle, Mahkovec-Drozg-Sabolic, Simsic-Quince-Kapel, Pance-Bericic-Bukovec
Coach: Cooper

Tore: 1:0 Rueschhoff (0.08), 2:0 Purdeller (4.44), 3:0 Bardreau (57.42)

Zuschauer: 3104

Stand in der Serie: 3:0

ICE Hockey League, Halbfinale:

Graz 99ers – AV Fehervar 4:0
Tore: 1:0 Huber (7.51), 2:0 Huber (19.27), 3:0 Currie (40.48), 4:0 Conley (56.31)
Zuschauer: 4126
Stand in der Serie: 3:0

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