
Pustertals Fels in der Brandung: Eddie Pasquale © I. Foppa / HC Pustertal
Pustertals starke Reaktion: Das Derby kann kommen
Die 1:7-Klatsche gegen die Graz 99ers ist vergessen, der HC Falkensteiner ist wieder in der Spur. Dank einer tadellosen Vorstellung – und eines überragenden Eddie Pasquale – schlugen die Wölfe am Freitagabend einen zähen Villacher SV, womit sich die Wölfe für das sonntägige Derby gegen den HC Bozen warmschossen.
30. Januar 2026
Aus der Intercable Arena
Von:
Leo Holzknecht
Die letzten zwei Derbys gegen den kriselnden Lokalrivalen gingen jeweils verloren. Umso mehr pochen Mikael Frycklund & Co. an diesem Sonntag auf eine Revanche. Den nötigen Schwung holten die Wölfe am Freitagabend gegen den Villacher SV. Zwar lief an diesem Abend nicht alles rund (das Powerplay und die Chancenverwertung erwiesen sich als großes Manko), nichtsdestotrotz tankten die Hausherren bitter benötigtes Selbstvertrauen. Der 3:1-Erfolg war unter dem Strich verdient.
Headcoach Jason Jaspers hatte nach der Graz-Niederlage offensichtlich die richtigen Worte gefunden, denn seine Mannen legten eine ganz andere Einstellung an den Tag: Die Lauf- und Aufopferungsbereitschaft war da, taktische Vorgaben wurden in die Tat umgesetzt. Der Lohn für den guten Start war das 2:0 zur ersten Drittelpause – ein Ergebnis, das den in allen Belangen unterlegenen Österreichern schmeichelte, zumal Pustertal zweimal an der Stange hängen blieb.
Wer dachte, dass die Wölfe den Sieg nun locker flockig einfahren würden, sah sich getäuscht. Die Gäste wurden im zweiten Drittel plötzlich stärker, hebelten die schwarz-gelbe Verteidigung durch schnelles Kombinationsspiel ein ums andere Mal aus und erarbeiteten sich ein Chancenplus. Kapital daraus schlugen sie aber nicht, weil ein Pusterer zum Spielverderber avancierte: Torhüter Eddie Pasquale. Fiel er vor zwei Tagen gegen Graz noch durch ungewohnte Patzer auf, so erwies er sich an diesem Abend als schier unüberwindbare Hürde. Die Art und Weise, wie er die Möglichkeiten der immer stärker werdenden Villacher entschärfte, war beeindruckend.
Playoffs rücken näher
Dass die Wölfe bis zur letzten Minute um den Sieg zittern mussten, war nicht zuletzt dem schwachen Powerplay geschuldet. Keine der sechs Möglichkeiten – darunter auch eine doppelte Überzahl – wurde verwertet. Hinsichtlich des Derbys muss das besser werden.Neben dem neu gewonnenen Selbstvertrauen erheiterte auch der Blick auf die Tabelle den Abend der HCP-Fans. Bei nur noch sechs verbleibenden Spielen beträgt der Vorsprung auf Platz sieben 17 Punkte. Der direkte Playoff-Einzug ist den Pusterern somit nur noch theoretisch zu nehmen.
Die Höhepunkte
| Pustertals Blitzstart | In der Anfangsphase geht zweimal ein Raunen durch das Rund: Zuerst trifft Purdeller die Torumrandung, kurz darauf klirrt die Stange auch bei DiTomasos Weitschuss. |
| Überfällige Führung | Nach dem Raunen folgt die Ekstase: Zuerst vollendet der vor dem Tor freie Lobis einen Konter über Bardreau, ehe Cannata mit einem krassen Bock das 0:2 verursacht. Der von der Bande kommende Puck springt an seine Schoner und von dort ins Tor. |
| Immer wieder der Pfosten | Pustertal kommt dem 3:0 durch Purdellers Stangenschuss nahe, auf der anderen Seite hat MacPherson dasselbe Pech. Zudem hält Pasquale einen Helewka-Alleingang. |
| Es wird spannend | Pustertal verpasst es bei 5-gegen-3, das vorentscheidende 3:0 zu schießen. Und so verkürzt Hughes kurz vor Schluss per Nachschuss. Doch spätestens nach Rueschoffs Empty-net-Tor ist alles klar. |
HC Pustertal – Villacher SV 3:1
HCP: Pasquale (Rabanser); Lauridsen-DiTomaso, Zanatta-Blum, Osmanski-Almquist, Glira; Mantinger-Andergassen-Deluca, Bowlby-Bardreau-Lobis, Rueschhoff-Ticar-Purdeller, Ierullo-Frycklund-Saracino.Trainer: Jaspers
VSV: Cannata (Swette); Lindner-Katic, Wall-MacPherson, Strong-Vallant, Raspotnig; Rebernig-Hancock-Wallenta, Hutchison-Helewka-Hughes, Sintschnig-Budgell-Van Nes, Tschurnig-Maxa-Prodinger.
Coach: Allard
Tore: 1:0 Lobis (9.11), 2:0 Rueschhoff (13.42), 2:1 Hughes (58.25), 3:1 Rueschhoff (59.07)
Zuschauer: 2636
ICE Hockey League:
Graz99ers – Pioneers Vorarlberg 3:2Tore: 1:0 Ganahl (6.13), 2:0 Huber (19.43), 2:1 Maier (28.51), 3:1 Huber (37.57), 3:2 Tschofen (44.15)
Zuschauer: 3808
Vienna Capitals – HC Innsbruck 5:2
Tore: 1:0 Bourque (16.39), 1:1 Coatta (20.57), 2:1 Wallner (31.04), 3:1 Franklin (35.12), 4:1 Souch (37.20), 4:2 Steffler (42.34), 5:2 Bourque (47.37)
Zuschauer: 5880
Olimpija Ljubjana – Red Bull Salzburg 5:1
Tore: 1:0 Drozg (4.45), 1:1 Stephens (29.22), 2:1 Meyer (33.54), 3:1 Drozg (37.10), 4:1 Drozg (51.21), 5:1 Simsic (52.57)
Zuschauer: 3592
| SP | G | U | V | TV | P | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. EC Klagenfurt | 42 | 29 | 0 | 13 | 149:103 | 88 |
| 2. Graz99ers | 41 | 28 | 0 | 13 | 137:87 | 84 |
| 3. EC Salzburg | 44 | 29 | 0 | 15 | 148:96 | 84 |
| 4. Olimpija Ljubljana | 42 | 27 | 0 | 15 | 157:115 | 77 |
| 5. HCB Südtirol | 42 | 25 | 0 | 17 | 146:113 | 77 |
| 6. HC Pustertal | 42 | 25 | 0 | 17 | 143:113 | 75 |
| 7. Vienna Capitals | 42 | 19 | 0 | 23 | 107:123 | 58 |
| 8. Linz | 42 | 20 | 0 | 22 | 134:135 | 55 |
| 9. Fehérvár | 42 | 17 | 0 | 25 | 96:133 | 54 |
| 10. EC Villach | 41 | 17 | 0 | 24 | 125:137 | 52 |
| 11. Ferencvárosi | 42 | 15 | 0 | 27 | 111:151 | 50 |
| 12. Vorarlberg | 41 | 13 | 0 | 28 | 101:160 | 39 |
| 13. HC Innsbruck | 43 | 9 | 0 | 34 | 102:190 | 26 |
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