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Gabriel Nitz hat ein starkes Debüt hinter sich. © I. Foppa / HC Pustertal

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Gabriel Nitz hat ein starkes Debüt hinter sich. © I. Foppa / HC Pustertal

Von der Schulbank auf die große Bühne: Nitz' besondere Story

Als der HC Pustertal am letzten Freitag zum Duell gegen den Villacher SV antrat, fiel in der Aufstellung der Wölfe ein neuer Name auf: jener von Gabriel Nitz. Der 18-Jährige rückte kurzfristig in die Mannschaft, weil Star-Verteidiger Jonathon Blum ausfiel. Mit SportNews sprach der Brixner über die turbulenten letzten Tage.

Von:
Leo Holzknecht

Gabriel Nitz war bis zur letzten Woche nur Kennern der Szene ein Begriff. Kein Wunder, denn mit 18 Jahren steht dem Verteidiger die ganze Karriere noch bevor. Über seinen Heimatverein, die Falcons Brixen, kam er in der letzten Saison zu den Wipptal Broncos, bei denen er in 22 Partien seine Qualitäten eines Stay-at-home-Verteidigers unter Beweis stellte. Der HC Pustertal wurde auf den Youngster aufmerksam und erkor ihn im Sommer zum siebten Verteidiger aus. Nachdem er in der Vorbereitung schon die ersten Testspiele für den HCP absolvierte, schlug am letzten Freitag erstmals in der ICE Hockey League (ICEHL) Nitz' große Stunde.


„Ich saß in der Schule, als ich kontaktiert wurde, dass ich an jenem Tag spielen solle. Weil ich kaum Zeit hatte, um darüber nachzudenken, hielt sich die Nervosität in Grenzen. Wobei: Vor dem Spiel kam sie dann doch etwas auf. Aber ich empfinde das als etwas Positives, weil sich der Körper dann auf die Anstrengung vorbereitet. Wenn man nicht nervös ist, läuft wahrscheinlich etwas falsch“, betont Nitz. Von Coach Jason Jaspers bekam er sofort großes Vertrauen geschenkt. An der Seite von Luca Zanatta wurde er regelmäßig aufs Eis geschickt.

Das ist in der ICEHL anders

Weil er pro Woche zweimal mit dem HCP trainiert, wusste der Südtiroler, was ihn in Sachen Taktik und Spielsystem erwartet. „Diesbezüglich war ich gut vorbereitet. Als ich dann meine ersten zwei, drei Wechsel absolvierte, musste ich mir dann aber schon die Augen reiben. Ich habe zwar im Sommer das eine oder andere Freundschaftsspiel bestritten, die Schnelligkeit und die Intensität waren jedoch nicht mit jener dieser Ligaspiele zu vergleichen“, erklärt Nitz.

Gabriel Nitz bestritt gegen Villach sein erstes ICEHL-Spiel. © Max Pattis

Gabriel Nitz bestritt gegen Villach sein erstes ICEHL-Spiel. © Max Pattis


Seine Spielweise habe er im Vergleich zur Alps Hockey League (AlpsHL), wo er in den ersten anderthalb Monaten in den Reihen der Wipptal Broncos spielte, aufgrund dessen etwas umstellen müssen. „Ich versuche, so einfach wie möglich zu agieren. Das klingt zwar leicht, ist es aber nicht. Ich denke, dass ich mich inzwischen gut angepasst habe“, meint Nitz, der auch bei den Siegen gegen Red Bull Salzburg und die Graz 99ers ein fester Bestandteil der Pusterer Defensive war.

Ob er auch am Freitag im Derby gegen den HC Bozen aufläuft, ist unklar, da Blum kurz vor der Rückkehr ins Lineup steht. Nitz hat mit seinen ersten Auftritten in der ICEHL aber eine Talentprobe abgegeben und sich für weitere Einsätze in Schwarz-Gelb empfohlen.

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