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Bozen (in weiß) und Meran lieferten sich ein packendes Duell. © BK Photo

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Bozen (in weiß) und Meran lieferten sich ein packendes Duell. © BK Photo

Vor toller Kulisse: Meran bietet Bozen tapfer die Stirn

Beim Hansjörg-Brunner-Memorial stand am Samstagabend das große Highlight an: Das Südtiroler Derby zwischen Meran und Bozen. Am Ende ging der Sieg an den Favoriten, der sich aber lange Zeit die Zähne ausbiss.

Meran gegen Bozen – dieses Duell hat im hiesigen Eishockey eine große Tradition. Auf Meisterschaftsebene müssen die Fans jedoch darauf verzichten, da Bozen in der ICEHL und Meran eine Klasse tiefer in der AlpsHL spielt. Dafür haben die beiden Klubs am Samstagabend in der Meranarena ihre Schläger gekreuzt. Vor knapp 1.600 Fans (davon rund 150 aus der Landeshauptstadt) gewann Bozen dank eines fulminanten Schlussspurts mit 5:0.


Meran bot den Foxes tapfer die Stirn. Der Vorjahresfinalist der Alps Hockey League machte mit seinen schnellen Spielern die Räume geschickt eng und ging mit viel Leidenschaft zu Werke. Bozen hatte, wenig überraschend, viel Scheibenbesitz und dominierte, lag jedoch bis zur 48. Minute nur mit 1:0 in Führung. Die Weißroten, bei denen Marco Costantini im Tor stand, bissen sich am Meraner Goalie Thomas Couture (51 Saves) lange Zeit die Zähne aus.

Bozen dreht zum Schluss auf

Und doch erzielten die Bozner in den letzten zwölf Minuten satte vier Tore. Zunächst aber hatte Teemu Kivihalme seine Foxes nach 29 Minuten in Führung gebracht, als der Verteidiger in Unterzahl den ansonsten starken Meraner Goalie Couture am kurzen Eck überraschte. Im Schlussdrittel schwanden bei Meran die Kräfte, und so erhöhten Turner Elson (er lenkte ein Zuspiel von Zac Leslie im Powerplay unter die Latte/48.), Jakob Fuchs (Rebound nach Daniel-Mantenuto-Schuss/49.), sowie Cole Schneider (Direktabnahme/58.) und Mantenuto (ins Kreuzeck/59.) auf 5:0.

Vor dem Meraner Tor war viel Betrieb. © BK Photo

Vor dem Meraner Tor war viel Betrieb. © BK Photo


Sonst noch erwähnenswert? Bozens Bryce Misley musste zur Hälfte des Matches mit einer Unterarmverletzung vom Eis, Scorer Brad McClure saß mit muskulären Problemen auf der Tribüne. Außerdem ließen die kurzen Fights zwischen Matthias Pardatscher (Meran) und Isaac Ratcliffe (Bozen) sowie Franco Sproviero (Meran) und Matt Bradley (Bozen) die Wogen hochgehen. Bei Meran stachen vor allem Goalie Couture und der technisch starke Massimo Tirone heraus, bei Bozen waren die jungen Wilden und Ratcliffe besonders auffällig.

Pascal Brunner trifft für Chur

Bereits am Nachmittag hatte sich der Schweizer Zweitligist Chur mit 4:1 gegen den slowakischen Vertreter Kosice durchgesetzt. Dabei traf der waschechte Meraner Pascal Brunner (er ist der Enkel von Hansjörg Brunner, zu dessen Gedenken das Turnier ausgetragen wird) für seinen neuen Klub Chur ins Schwarze. Am Sonntag geht das Turnier zu Ende: Meran trifft um 14 Uhr auf Chur, Bozen um 18 Uhr auf Rosenheim.

Hansjörg Brunner Memorial

HC Meran – HC Bozen 0:5
Tore: 0:1 Kivihalme (28.53), 0:2 Elson (47.54), 0:3 Fuchs (48.44), 0:4 Schneider (57.31), 0:5 Mantenuto (58.31)
Zuschauer: 1.582

EHC Chur – HC Kosice 4:1
Tore: 1:0 Melnalksnis (8.02), 2:0 Aeschlimann (14.35), 3:0 Brunner (53.47), 3:1 Havrila (56.32), 4:1 Berri (59.50)
Zuschauer: 402

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