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Der Mann des Spiels: © Manuel Mackinger - EC Red Bull Salzburg

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Der Mann des Spiels: © Manuel Mackinger - EC Red Bull Salzburg

Zähe Wölfe knöpfen dem Meister einen Punkt ab

Ein wahres Drama erlebten am Sonntagnachmittag nicht nur jene Eishockey-Fans, die das olympische Finale sahen, sondern auch diejenigen, die dem Spiel zwischen Red Bull Salzburg und dem HC Falkensteiner Pustertal beiwohnten. Dieses endete mit einem knappen, aber verdienten Erfolg für die Hausherren.

2:1 im September, 5:3 im Oktober und 4:1 im Jänner: Diese Statistik klingt zwar absurd, ist aber wahr. Der HC Pustertal hatte die ersten drei Saisonduelle gegen den Dominator der letzten Jahre allesamt gewonnen – und startete somit mit einer weißen Weste in das vierte Aufeinandertreffen. Obwohl die Wölfe auch am Sonntagnachmittag über weite Strecken überzeugten, stand schlussendlich Salzburg als Sieger da. Der 2:1-Erfolg in der Overtime war erst nach zweieinhalb Stunden Tatsache, weil die Eismeister nach einem gebrochenen Glas Hand anlegen mussten.


Die Mannschaft von Jason Jaspers hatte am Freitag gegen Fehervar schon nach 21 Sekunden das 0:1 kassiert. Einen solchen Fehlstart wollten die Wölfe 48 Stunden später tunlichst vermeiden. Dieses Vorhaben setzten Raphael Andergassen & Co. in die Tat um, denn sie kassierten keinen frühen Treffer, sondern erzielten einen – und zwar durch Austin Rueschhoff nach 81 Sekunden.

Pustertal und Salzburg lieferten sich ein zähes Ringen. © EC Red Bull Salzburg / Manuel Mackinger - EC Red Bull Salzburg

Pustertal und Salzburg lieferten sich ein zähes Ringen. © EC Red Bull Salzburg / Manuel Mackinger - EC Red Bull Salzburg


In der Folge entwickelte sich eine Partie, in der Salzburg die klareren Torchancen hatte, was nicht zuletzt mit den vielen Strafen gegen den HCP zusammenhing. Die Bullen offenbarten im Powerplay aber große Schwächen, was jedoch nicht verwundert. Mit einer Erfolgsquote von nur 15,6 Prozent belegen sie ligaweit nur den drittletzten Platz in dieser Wertung. Dass Thomas Raffl & Co. an diesem Abend so große Mühe beim Toreschießen bekundeten, lag auch an Pustertals Goalie Eddie Pasquale, der ein ums andere Mal über sich hinauswuchs. Die Niederlage konnte jedoch auch der überragende Kanadier nicht verhindern.

War das eine Strafe?

Bitter: Dem entscheidenden Tor in der Verlängerung ging eine strittige Szene voraus, bei der Tommy Purdeller von den Beinen geholt wurde. Trotz dieses Ärgers können Matthias Mantinger & Co. viel Positives mitnehmen, da sie starken Bullen über die gesamte Distanz die Stirn geboten haben. Weiter geht’s für den HCP schon am Mittwoch, wenn er bei den Pioneers Vorarlberg gastiert (19.30 Uhr).

Die Höhepunkte

BlitzstartVor 48 Stunden klingelte es im HCP-Tor schon nach 21 Sekunden. Eine Minute länger dauert es in Salzburg bis zum ersten Torerfolg, der diesmal den Wölfen glückt: DiTomaso legt für Rueschhoff auf, der den Puck per Direktschuss in den Winkel knallt.
Lange Pause73 Sekunden sind noch auf der Uhr, doch die Teams gehen vorzeitig in die Umkleidekabine, weil bei einem harten Check von Ivan Deluca gegen Nikolaus Kraus eine Scheibe bricht.
Mit vollem EinsatzPustertal stemmt sich mit allen Mitteln gegen die Anstürme der Bullen – so wie Lauridsen, der in Unterzahl einen Raffl-Schuss mit dem Gesicht blockt und blutig vom Eis muss.
Die WendeSalzburg drückt vehement und erzielt das 1:1. Krygier umkurvt das Tor, zieht aus der Drehung ab und trifft das Kreuzeck. In der Overtime vollenden St-Denis und Michael Raffl dann einen Konter.

Red Bull Salzburg – HC Pustertal 2:1 n.V.

RBS: Tolvanen (Kickert); Robertson-Corcoran, Nienhuis-Krygier, Stephens-Baumann, Rebernig; Thomas Raffl-Nissner-Schneider, Michael Raffl-St. Denis-Coe, Thaler-Baltram-Bourke, Kraus-Wukovits-Huber, Schreier.
Coach: Viveiros

HCP: Pasquale (Rabanser); Blum-Almquist, Lauridsen-DiTomaso, Zanatta-Osmanski, Glira; Lobis-Bardreau-Lipon, Saracino-Frycklund-Ierullo, Bowlby-Rueschhoff-Purdeller, Mantinger-Andergassen-Deluca.
Trainer: Jaspers

Tore: 0:1 Rueschhoff (1.21), 1:1 Krygier (44.46), 2:1 St-Denis (60.49)

Zuschauer: 3232

SPGUVTVP
1. EC Klagenfurt4531014157:10794
2. Graz99ers4531014153:9993
3. EC Salzburg4630016153:10187
4. HCB Südtirol4528017162:11786
5. Olimpija Ljubljana4629017171:13182
6. HC Pustertal4526019150:12479
7. Vienna Capitals4521024117:13164
8. EC Villach4621025148:15363
9. Linz4621025138:14559
10. Fehérvár4518027105:14657
11. Ferencvárosi4617029125:16956
12. Vorarlberg4513032104:17039
13. HC Innsbruck459036109:19926

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