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Der HC Pustertal feierte einen turbulenten Sieg. © I. Foppa (5) / HCP

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Der HC Pustertal feierte einen turbulenten Sieg. © I. Foppa (5) / HCP

Zuerst hält Pasquale, dann zündet Pustertal den Turbo

Lange mussten die Fans des HC Falkensteiner Pustertal am Sonntag zittern, ehe der Heimsieg gegen die Black Wings Linz feststand. Erst im letzten Drittel zeigte die Mannschaft um Daniel Glira ihr wahres Gesicht, drehte auf und stellte das Spiel noch auf den Kopf.

Aus der Intercable Arena

Von:
Leo Holzknecht

Fehlerhaft, spektakulär, eiskalt: Diese drei Adjektive resümieren den Auftritt des HC Pustertal an diesem sommerlichen Sonntagnachmittag. Die Wölfe waren nach den starken Auftritten gegen Graz und Klagenfurt lange nicht wiederzuerkennen. Warum es trotzdem zum Sieg reichte? Bei den Schwarz-Gelben steht mit Eddie Pasquale bekanntlich ein wahrer Teufelskerl im Tor, der am Family Day die Patzer seiner Vorderleute ausbügelte, diese mit spektakulären Paraden im Spiel hielt und nach dem 5:4-Sieg zum gefeierten Mann aufstieg.


Da gibt es jedoch auch noch einen anderen Grund für den Pusterer Erfolg: In diesem Saisonauftakt kann sich Trainer Jason Jaspers auf eine Sturmreihe blind verlassen: Austin Rueschhoff, Tommy Purdeller und Gunnarwolfe Fontaine trafen zusammen dreimal ins Schwarze. Sechs der insgesamt elf Tore im bisherigen Saisonverlauf gehen auf ihr Konto. Angesichts dessen konnte es der HCP am Sonntag verkraften, dass Henry Bowlby und Cole Bardreau für einmal blass blieben.

Ein turbulentes Spielende

Sicher ist: Obwohl die Freude über den zweiten Heimsieg groß war, wird Jaspers in der Kabine klare Töne finden. Denn Pustertal machte seinem Gegner viel zu viele Geschenke. Ein Beispiel: Pasquale sah sich zur Mitte des zweiten Drittels schon mit drei Alleingängen konfrontiert. Weil er alle drei hielt (einmal half auch der Pfosten mit), verziehen die Wölfe ihm eine Unsicherheit, die zum 1:2 von Henrik Neubauer führte.

Eine weitere Pasquale-Glanztat zu Beginn des dritten Abschnitts gegen Shawn St-Amant war dann die Initialzündung zu einem furiosen Schlussspurt der Hausherren, die den 1:2-Rückstand in eine 4:2-Führung umwandelten. Auch in der Folge agierten die Wölfe alles andere als sattelfest, den Vorsprung ließen sie sich jedoch nicht mehr nehmen. Grund zur Freude hatte auch der HC Bozen, der sich gleichzeitig beim HC Innsbruck knapp durchsetzte.

Die Höhepunkte

Pasquale!Die gefährlichen Versuche von Fontaine und Rueschhoff sind das erste freundliche Hallo. Richtig gefährlich wird’s erst, als der von der Strafbank eilende Topping allein auf Pasquale zuläuft und in diesem seinen Meister findet.
Übliche VerdächtigeDie Reihe um Purdeller, Fontaine und Rueschhoff schlägt wieder zu: Nach einem Rueschhoff-Schuss schiebt Fontaine den Abpraller über die Linie.
Zu viel PlatzLinz spielt auf Augenhöhe mit und belohnt sich im Powerplay. Zanatta gewährt Bliss zu viel Raum, dieser nimmt dankend an, zieht vors Tor und überlistet Pasquale.
HaarsträubendPustertal steht im Mitteldrittel neben sich – und muss froh sein, dass es nach dessen Ende nur 1:2 steht. Knott und Maier finden Alleingänge vor, weitere Chancen hält der starke Pasquale – der beim 1:2 von Neubauer aber auch patzt.
Wieder sieDer von Fitzgerald blendend in Szene gesetzte Rueschhoff markiert zu Beginn des dritten Abschnitts aus dem Slot das 2:2, bevor Fontaine vor dem Tor verloren geht und nach einem Rueschhoff-Pass einnetzt.
Wildes FinishDie Entscheidung besorgt Fitzgerald: Nach herrlicher Bowlby-Vorarbeit muss er nur noch den Schläger hinhalten. Kurz nach dem Linzer Anschlusstreffer ist der Stürmer erneut zur Stelle – diesmal mit einem Hammer im Powerplay.

Nach dem zweiten Heimsieg im zweiten Spiel steht für den HCP am Mittwoch bereits das zweite Saisonduell gegen die Graz 99ers auf dem Programm (18.30). Zum Saisonauftakt hatte die Jaspers-Truppe mit 4:2 gesiegt.

HC Pustertal – Black Wings Linz 5:4

HCP: Pasquale (Furlong); Lauridsen-DiTomaso, Farrance-Osmanski, Glira-Zanatta; Bowlby-Bardreau-Lipon, Lobis-Fitzgerald-Ierullo, Purdeller-Fontaine-Rueschhoff, Zandegiacomo-Moncada-Mantinger, Deluca.
Coach: Jaspers

BWL: Wells (Reder); Würschl-Wimmer, Moro-Lindner, Söllinger-Kragl, Eder; St-Amant-Knott-Shaw, Lebler-Topping-Maier, Romig-Bliss-Neubauer, Tialler-Tschofen-Gaffal.
Coach: Lukas

Tore: 1:0 Fontaine (11.48), 1:1 Bliss (16.07), 1:2 Neubauer (31.25), 2:2 Rueschhoff (41.36), 3:2 Fontaine (45.34), 4:2 Fitzgerald (53.00), 4:3 Bliss (54.04), 5:3 Fitzgerald (56.04), 5:4 Würschl (57.51)

Zuschauer: 2907

ICE Hockey League:

Ferencvaros Budapest – Red Bull Salzburg 6:3
Tore: 1:0 Heljanko (4.56), 1:1 Nissner (6.45), 2:1 Savoie (8.43), 2:2 Thomas Raffl (16.11), 2:3 Huber (27.02), 2:4 Schneider (38.18), 3:4 Rönni (48.57), 3:5 Robertson (58.29), 3:6 Hochkofler (59.25)
Zuschauer: 1248

Pioneers Vorarlberg – AV Fehervar 2:3
Tore: 1:0 van Nes (3.54), 1:1 Hari (5.43), 2:1 Serdachny (29.23), 2:2 Cheek (34.01), 2:3 MacPherson (35.43)
Zuschauer: 1111

Klagenfurter AC – Graz 99ers 6:2
Tore: 0:1 Stapelfeldt (0.34), 1:1 Petersen (8.55), 2:1 Göransson (13.58), 3:1 St. Denis (20.18), 4:1 Herburger (24.01), 5:1 Petersen (26.33), 5:2 Currie (28.00), 6:2 MacKinnon (35.41)
Zuschauer: 4034

HC Innsbruck – HC Bozen 3:4
Tore: 0:1 McClure (00.39), 0:2 Elson (4.13), 1:2 Davis (12.06), 2:2 Macierzynski (17.56), 2:3 DiGiacinto (31.45), 2:4 McClure (53.47), 3:4 Owre (57.28)
Zuschauer: 1800

Olimpija Ljubljana – Villacher SV 6:2
Tore: 1:0 Lawrence (5.09), 1:1 Hughes (30.30), 2:1 Mahkovec (34.39), 3:1 Jeglic (37.39), 4:1 Sodja (37.55), 5:1 Boychuk (43.45), 5:2 Cramarossa (45.14), 6:2 Gomboc (56.59)
Zuschauer: 2043

SPGUVTVP
1. EC Klagenfurt550029:915
2. HC Milano540118:1012
3. HCB Südtirol430116:1210
4. Olimpija Ljubljana530223:189
5. Graz99ers530214:167
6. Linz520316:197
7. HC Pustertal320111:96
8. EC Villacher SV42029:156
9. Vienna Capitals520314:186
10. Fehérvár520311:166
11. HC Innsbruck520313:145
12. EC Salzburg510414:234
13. Ferencvárosi31029:113
14. Vorarlberg500511:180

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