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Christian Borgatello vor seiner neuen Arbeitsstätte, der Kofler Bar in Meran.

Borgatello: „Ich habe dieser Stadt etwas zurückzugeben“

Die vergangenen 15 Jahre spielte Christian Borgatello bei 7 verschiedenen Vereinen in 4 höherklassigen Ligen, nun ist er zurück beim HC Meran. Im SportNews-Interview verrät der langjährige Verteidiger der Nationalmannschaft, was ihn zu seiner Rückkehr bewogen hat und was er sich vom Engagement in seiner Heimatstadt erwartet.


Wann ist die Entscheidung gereift, nach Meran zurückzukehren?

Christian Borgatello: „Nach der Saison haben mehrere Vereine vorsichtig angefragt. Als die Verhandlungen mit dem HCM konkreter wurden, war meine Entscheidung bereits gefallen. Ich habe dieser Stadt, dem Verein und den Fans etwas zurückzugeben. In Meran habe ich mir vor kurzem ein neues Standbein geschaffen, das passt alles gut zusammen.“

„Der Kontakt mit den Menschen gefällt mir“

Sie sind also in Meran sesshaft geworden?

„Ja, ich bin jetzt wieder zu 100 Prozent Meraner. Ich habe die Kofler Bar in Untermais übernommen und betreibe diese mit großem Engagement und viel Freude. Der Kontakt mit den Menschen gefällt mir unheimlich gut.“


Diese Karriereschritt beruht also nicht nur auf sportlichen Belangen.

„Das Gesamtpaket passt einfach. Ich bin und bleibe aber Eishockeyspieler, weshalb ich mich bewusst für den Meraner Weg entschieden haben. In diesem Verein kann ich mich so einbringen, wie ich mir das immer vorgestellt habe.“

Christian Borgatello (r.) bestritt für Italien 11 Weltmeisterschaften. © APA/epa / TATYANA ZENKOVICH


Was reizt Sie am HC Meran so sehr?

„Die Klubführung hat mit ein ambitioniertes Projekt präsentiert, mit dem man es so bald wie möglich in eine höhere Liga schaffen will. Sportlich kann ich dem HCM in dieser Liga sicherlich helfen, außerdem habe ich hier die Möglichkeit, mein Wissen und meine Erfahrung weiterzugeben und so den Werdegang junger Spieler zu begleiten. Diese Aufgabe gefällt mir.“

„Mit Sterzing wäre mehr drin gewesen“

Ähnlich war Ihre Rolle zuletzt in Sterzing, wobei dort letzthin nicht alles nach Plan lief.

„Das stimmt, mit den Broncos wäre mehr drin gewesen. Die einheimischen Cracks haben sicherlich alles aus ihren Möglichkeiten rausgeholt, leider haben die Transferkartenspieler nicht immer den Unterschied ausgemacht. Das sollte in dieser Liga aber so sein. Am Ende haben wir dennoch eine ordentliche Saison gespielt.“


Behalten Sie sich ein Hintertürchen offen für eine mögliche Rückkehr in die AlpsHL?

„Ich will zwar noch ein paar Jahre Eishockey spielen, doch einen neuerlichen Wechsel in eine höhere Liga kann ich mir im Augenblick nicht vorstellen. Wenn, dann nur gemeinsam mit dem HC Meran.“



Fragen: Alexander Foppa

Autor: fop

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