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Kevin Fink (vorne) im Interview mit SportNews. © Manfred Sinn / SV Kaltern

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Kevin Fink (vorne) im Interview mit SportNews. © Manfred Sinn / SV Kaltern

Kaltern zu gut für diese Liga? „Das nicht, aber …“

Mit der vollen Punkteausbeute und einem unglaublichen Torverhältnis von +19 thront der SV Kaltern wieder an der Tabellenspitze der Italian Hockey League (IHL). Angesichts der Dominanz des amtierenden Meisters stellt sich die Frage: Sind die Hechte für diese Liga eine Nummer zu groß?

Von:
Leo Holzknecht

Als haushoher Titelfavorit in die Saison gestartet, wurden die Überetscher den Ansprüchen bisher mehr als nur gerecht. Egal, ob Außenseiter Pustertal oder die Mitfavoriten Varese und Eppan – sie alle mussten die drückende Überlegenheit des Titelverteidigers neidlos anerkennen. Nach vier Spielen hat das Team um Kapitän Michael Sölva schon 23 Tore (!) erzielt und nur vier kassiert.


Diese Dominanz ist umso beeindruckender, wenn man sich vor Augen führt, dass Kaltern als einziges Team in der IHL mit nur zwei statt drei Legionären spielt – und darüber hinaus im Sommer schmerzhafte Abgänge zu verzeichnen hatte. Die Neuen im Kader der Hechte schlugen in den ersten Partien jedoch voll ein – angefangen bei Raphael Andergassen, der die IHL-Scorerwertung mit elf Punkten anführt, bis hin zu Kevin Fink.

Fink bringt viel Erfahrung mit

Der 27-Jährige hat seine ganze Karriere bei seinem Heimatverein, den Rittner Buam, absolviert, wechselte im Sommer aber nach über 350 Partien, vier Italienmeistertiteln und einem AlpsHL-Triumph nach Kaltern. „Ich habe mit Ritten keine Einigung mehr erzielen können“, betont der 27-Jährige. „Nach einer Verletzung am Ende der Saison wollte ich aber noch weiterspielen. Über meinen Bruder Lois, der früher in Kaltern gespielt hat, ist der Kontakt zum Verein entstanden. Den Sportdirektor Armin Ambach kannte ich schon, was sicherlich ein Vorteil war.“

Kevin Fink befindet sich in Topform. © Manfred Sinn / SV Kaltern

Kevin Fink befindet sich in Topform. © Manfred Sinn / SV Kaltern


Bei den Hechten stieß Fink auf einen alten Bekannten: MacGregor Sharp. Der neue Übungsleiter Kalterns, der Teemu Virtala an der Kommandobrücke ablöste, spielte zwei Saisonen lang mit Fink bei den Buam. Zudem war der Kanadier auf dem Hochplateau auch drei Jahre als Co-Trainer aktiv – ein Faktor, der Fink zum Engagement bei den Hechten ermutigte.
„Kaltern schafft es immer wieder, junge Talente in der ersten Mannschaft zu integrieren.“ Kevin Fink

Seine Mannschaft hat wie eingangs erwähnt einen perfekten Start in die Saison hingelegt. Die provokante Frage, ob Kaltern zu gut für die IHL sei, entlockt Fink ein Lachen. Er sagt: „Nein, das glaube ich nicht, aber es stimmt schon, dass wir Qualität im Kader haben. Kaltern schafft es immer wieder, junge Talente in der ersten Mannschaft zu integrieren. Diese haben mit Andergassen nun auch einen Anführer in der Mannschaft, zu dem sie hinaufschauen können. Solche Spieler machen eine Liga attraktiver“, hat Fink lobende Worte für den Ex-Pustertal-Crack übrig.

Fink trifft am laufenden Band

Die Gefahr, sich nach einem solch fulminanten Start auf den Lorbeeren auszuruhen, ist dem Stürmer bewusst. „Man kann sich nie zurücklehnen – das haben wir uns auch vorgenommen. Es geht darum, sich immer neue Ziele zu setzen und nie zufrieden zu sein“, gibt Fink, der nach den ersten vier Spielen bereits bei sieben Punkten steht (vier Tore, drei Assists), die Marschrichtung vor.

Der SV Kaltern um Kevin Fink (rechts) ist nicht aufzuhalten. © Manfred Sinn / SV Kaltern

Der SV Kaltern um Kevin Fink (rechts) ist nicht aufzuhalten. © Manfred Sinn / SV Kaltern


Für ihn persönlich sind Scorerpunkte aber nur irrelevante Zahlen. Wichtig sei ihm, dass er mit großer Freude und Selbstvertrauen Eishockey spielt. „Diese Leichtigkeit ist ausschlaggebend“, betont Fink. Er und seine Teamkollegen wollen am Samstag ihre Siegesserie auswärts in Pergine ausbauen (18.45 Uhr), ehe für die Hechte eine zweiwöchige Wettkampfpause ansteht.

Italian Hockey League:

Samstag, 10. Oktober:
Fassa Falcons – HC Eppan (18.30 Uhr)
Pergine – SV Kaltern (18.45 Uhr)
Alleghe – Feltre (20.30 Uhr)
Valpellice – Valdifiemme
HC Pustertal Junior – Varese

SPGUVTVP
1. SV Kaltern440023:412
2. HC Aosta440017:612
3. HC Eppan430119:129
4. Fassa Falcons420212:116
5. HC Varese420216:176
6. Alleghe Hockey310212:124
7. HC Valpellice31029:123
8. HC Feltre31025:93
9. Hockey Pergine410312:203
10. Valdifiemme HC31025:92
11. HCP Junior Selection40046:240

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