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Während die Unterland Cavaliers die beste Zeit seit ihrer Gründung erleben, konnte sich Pergine nicht für die Playoffs qualifizieren. © SN/Ambra Delvai/Sara Moser

Overtime | Wenn 50 Kilometer Freude und Frust trennen

Die neue SportNews-Overtime ist da – und damit auch die Auf- und Absteiger der vergangenen Eishockey-Woche. Heute im Fokus: Der jüngste Eishockeyverein Südtirols und Luchse, die ihren Ansprüchen nicht gerecht geworden sind.

Der Aufsteiger
Hockey Unterland Cavaliers


Der jüngste Eishockeyverein Südtirols durchlebt die beste Zeit seit seiner Gründung im Sommer 2019. Was aus dem anfangs mit reichlich Skepsis begleiteten Konzept des SC Auer und des HC Neumarkt entstanden ist, hat sich im Süden Südtirols mittlerweile als sportlich erfolgreiches Projekt etabliert. Den Beweis dafür lieferten die Unterland Cavaliers in den zurückliegenden Wochen: Zunächst sicherten sie sich erstmals eine Playoff-Teilnahme, dann stellten sie mit dem Italienpokal die erste Trophäe in die leere Vereinsvitrine und am Sonntag fegten sie im Nachbarschaftsduell in Cavalese Fiemme mit 7:1 vom Eis.

Dabei trat einmal mehr Filip Kokoska groß in Szene. Der 23-jährige Tscheche traf auf sagenhafte Art und Weise ins Netz und verbuchte an jenem Abend seine Scorerpunkte 15 bis 18 – und das wohlgemerkt bei bislang nur 10 Ligaeinsätzen. Doch den Erfolgslauf der Cavs allein an Kokoska festzumachen, wäre falsch. Hinten rühren die für diese Liga viel zu starken Alex Sullmann und Tobias Brighenti Beton an, vorne wirbeln dagegen um Routinier Florian Wieser eine ganze Reihe an vielversprechenden Jungen. Und da wäre noch Oldie Frederic Cloutier, der im Tor mehr als nur eine Ersatzlösung ist. Einen großen Anteil hat auch der britische Trainer Paul Thompson, der in seiner Karriere bislang bereits weit namhaftere Klubs gecoacht hat, nun aber drauf und dran ist, mit den Cavaliers ebenfalls ein erfolgreiches Kapitel deren noch jungen Vereinshistorie zu schreiben.

Der Absteiger
Hockey Pergine Sapiens

Wer zu Saisonbeginn als gefährlicherer Außenseiter gehandelt wurde und es dann nicht in die Playoffs schafft – dem ist der Titel „Absteiger der Woche“ auf den Leib geschneidert. Genau dieses Schicksal ist Pergine wiederfahren, dessen Spieler schon jetzt den Urlaub planen können.

Doch der Reihe nach: Mit den hochinteressanten Verpflichtungen von Nathan Pancel und Marc Beckstead hatte sich Pergine die Rolle des Geheimfavoriten verdient. Tatsächlich schlugen die Kanadier ein wie eine Bombe, sammelten in vier Spielen sage und schreibe 18 (!) Scorerpunkte, ehe sie ihr Engagement bei den Trentinern wegen Budgetkürzungen verloren. Obwohl Pergine anschließend mit Harrison Cottam nachrüstete, nahm ab deren Abgang die Abwärtsspirale ihren Lauf. Dabei hätten die Luchse Spieler wie Andrea Meneghnini und Jozef Foltin in ihren Reihen, die ligaweit ihresgleichen suchen. Trotz allem war die Chance, sich für die Playoffs zu qualifizieren, vorhanden. Im alles entscheidenden Spiel kassierte Pergine aber eine krachende 3:6-Klatsche, die das frühzeitige Saisonende bedeutete.

Autor: fop/leo

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