
Kaltern steht im Finale. © Diego Barbieri
Reichlich Diskussionsstoff und siegreiche Kalterer
Nach langem Warten war es am Freitagabend endlich so weit: Anlässlich des Italienpokal-Halbfinals zwischen dem SV Kaltern und Varese wurde die Santa-Giulia-Arena in Mailand eingeweiht. Reibungslos verlief die Partie, die mit einem Hechte-Sieg endete, nicht.
09. Januar 2026
Von: leo
Die sogenannten Milano Hockey Finals, in deren Rahmen der Italienmeistertitel und der Italienpokal vergeben werden, dienen an diesem Wochenende als Härtetest für die Olympischen Spiele in weniger als einem Monat. Den Anfang machten am Freitagabend der SV Kaltern und Varese. Begann das Spiel noch mit einem Aufreger, so endete es mit strahlenden Kalterern, die einen 8:3-Kantersieg feierten, und einem insgesamt positiven Schlussfazit.
Die Hechte starteten vor 5000 Fans nervös ins Spiel und kassierten unzählige Strafen. Das rächte sich: Raphael Bastille traf nach nur drei Minuten in doppelter Überzahl zum 1:0. Kaltern benötigte etwas, um sich vom frühen Schock zu erholen, kam dann aber mit Emiliano Valentinis Weitschuss zum Ausgleich. Noch bevor das Drittel endete, wurden die Sorgenfalten aller Beteiligten groß. Plötzlich musste auf der Eisfläche ein Loch gestopft werden. Eine Szene, die sogar von der New York Times aufgegriffen und in den sozialen Medien für große Aufregung sorgte. Zur Beruhigung aller war es jedoch die einzige Panne des Abends.
Kaltern dreht auf
Zum Sportlichen: Eine sehenswerte Einzelaktion durch Tommaso Terzago, der Giovanni Reffo ganz alt aussehen ließ, führte 93 Sekunden nach Wiederbeginn zur erneuten Mastini-Führung. Ab diesem Zeitpunkt spielte nur noch eine Mannschaft – und das waren die Hechte. Zuerst erzielte Mikael Saha nach genialer Vorarbeit von Maximilian Sölva das 2:2, ehe David Galassitis Abfälscher in der 25. Minute Kaltern erstmals in Front gehen ließ.Was danach geschah, war nicht abzusehen, denn Varese fiel wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Jonas Schöpfer, bei dessen Schuss Varese-Torhüter Filippo Matonti keine gute Figur abgab, Mattia Clericuzio (per Abfälscher) und Sölvas Alleingang waren für das 6:2 verantwortlich. Die eigenen Fans warteten anschließend vergeblich auf eine Reaktion des Außenseiters, der noch die Treffer von Andreas Vinatzer und Luca De Donà hinnehmen musste. Dennis Perino betrieb am Ende nur noch Ergebniskosmetik.
Kaltern steht damit im Finale der Coppa Italia, das am Sonntag um 15.30 Uhr ansteht. Der Gegner wird am Samstag um 11 Uhr ermittelt, wenn sich der HC Eppan und Alleghe im zweiten Halbfinale gegenüberstehen.
Italienpokal, Halbfinale:
SV Kaltern – Varese 8:3Tore: 0:1 Bastille (3.04), 1:1 Valentini (10.01), 1:2 Terzago (21.33), 2:2 Saha (22.54), 3:2 Galassiti (24.57), 4:2 Schöpfer (34.22), 5:2 Clericuzio (37.32), 6:2 Sölva (38.42), 7:2 Vinatzer (45.00), 8:2 De Donà (48.29), 8:3 Perino (51.37)
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