
Der SV Kaltern ist wieder IHL-Champion. © Manfred Sinn
Unglaubliches Ende: Kaltern verteidigt seinen Titel!
Der SV Kaltern ist der Sieger der Italian Hockey League (IHL) – und das zum zweiten Mal in Serie. Wie schon im Vorjahr schlugen die Hechte im Finale den HC Aosta. Den letzten erforderlichen Sieg holten Michael Sölva & Co. am Donnerstag auf dramatische Art und Weise.
09. April 2026
Von: leo
Als haushoher Favorit in die Saison gestartet, hat der SV Kaltern die Erwartungen erfüllt und den Titel in der IHL erfolgreich verteidigt. Erneut musste der HC Aosta in den eigenen vier Wänden zusehen, wie die Überetscher zum sechsten Mal in der Vereinsgeschichte den Zweitligatitel in die Höhe stemmten. Und wie schon im Vorjahr benötigte Kaltern für den Titelgewinn sechs Spiele. Den 2:1-Sieg vom Donnerstagabend fixierten die Südtiroler dank einer unfassbaren Schlussphase, in der sich Joonas Alanne unsterblich machte.
Die Fans im mit 1.600 Fans gefüllten Stadion in Aosta sahen einen turbulenten Beginn. Wenige Sekunden waren erst verstrichen, als sich Florian Wieser und Maximilian Sölva ausgezeichnete Einschussmöglichkeiten erarbeiteten. Paradoxerweise fiel das Tor nach 75 Sekunden aber auf der anderen Seite – und das, obwohl die Hausherren den Puck bis zu diesem Zeitpunkt kaum berührt hatten. Florian Masser verunglückte ein Querpass, Torhüter Samuel Rohregger musste mit dem Beinschoner eingreifen, der Puck sprang aber nach vorne ab, wo Mattia Mocelin leichtes Spiel hatte.
Zittern bis zur letzten Sekunde
Fortan war das Spiel von wenig Torgefahr, aber viel Härte gekennzeichnet. So musste Daniel Erlacher das Eis verlassen, nachdem er bei einem Konter unglücklich gegen den Pfosten knallte. Nur Sekunden später blieb Wieser bei einem harten Oberhöller-Check benommen liegen, konnte aber weiterspielen.Das leichte Chancenplus der Hechte wurde im Mitteldrittel nach nur 70 Sekunden belohnt – und das auf äußerst kuriose Art und Weise. Jonas Oberrauch spielte den Puck in die Mitte, fand dabei aber keinen Adressaten. Das Hartgummi kullerte jedoch ins Netz, weil Oberhöller diesen mit dem Schlittschuh ins eigene Tor lenkte. Eine äußerst unglückliche Aktion des 20-jährigen Südtirolers im Dress der Aostaner.
Alannes Geniestreich
Das Spiel blieb auch in der Folge ausgeglichen – mit Torchancen auf beiden Seiten. Sowohl Samuel Rohregger im Kalterer Kasten als auch dessen Pendant Rocco Perla erwischten jedoch einen wahren Sahnetag. Gianmarco Fraschetta scheiterte fünf Minuten vor Schluss am herausragenden Kalterer Schlussmann, der auch bei Vladyslav Lysenkos Sololauf die Ruhe behielt. Auf der Gegenseite verpasste Mikael Saha die Entscheidung.Einen Moment Bitte - das Video wird geladen
Als alles auf eine Verlängerung hindeutete, schlugen die Hechte zu. Wieser verzögerte nach dem Zoneneintritt, legte zurück auf Alanne, der den Puck ins Kreuzeck zimmerte – nur noch 18 Sekunden waren auf der Uhr. Diesen Vorsprung ließen sich die Hechte bis zum Ende nicht mehr nehmen. Nachdem die Scharmützel mit den Gladiators beendet waren, konnten die Feierlichkeiten beginnen.
Italian Hockey League, Finale:
HC Aosta – SV Kaltern 1:2Tore: 1:0 Mocellin (1.15), 1:1 Jonas Oberrauch (21.10), 1:2 Alanne (59.42)
Zuschauer: 1.600
Stand in der Serie: 2:4
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