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Marko Virtala führte die Hechte zum ersten Halbfinalsieg gegen Unterland.

Virtala-Brüder lassen Kaltern wieder vom Finale träumen

Jene Eishockeyfans, die nach den Auftaktsiegen von Meran und Unterland mit Selbstläufern im Halbfinale der IHL gerechnet hatten, haben weit gefehlt: Kaltern und Varese konnten am Donnerstag jeweils mit einem imposanten Kraftakt zurückgeschlagen.

Imposant war der Kalterer Sieg in Spiel 2 deshalb, weil die Hechte nach der kräfte- und nervenzehrenden Auftaktpleite in Neumarkt zunächst auch auf heimischem Eis in Rückstand gerieten, dann aber große Moral zeigten und schließlich mit 2:1 gewannen.


Die auch an diesem Abend durchaus überzeugenden Unterland Cavaliers drehten nach dem ersten Seitenwechsel zwischenzeitlich groß auf und gingen durch einen Reboundtreffer von Gabriel Zerbetto mit 1:0 in Führung. Kurz vor der zweiten Pausensirene stellte Kaltern das Ergebnis aber mit einem schnellen Doppelschlag der Virtala-Geschwister auf den Kopf. Zunächst schlenzte Marko Virtala den Puck an Cavs-Goalie Freddy Cloutier vorbei ins Netz, zwei Minuten später traf dessen älterer Bruder Teemu aus nahezu identischer Position zum 2:1. Den beiden Treffern der finnischen Routiniers versuchte der Rivale von der gegenüberliegenden Talseite zwar etwas entgegenzusetzen, scheiterte aber immer wieder am überragenden Daniel Morandell im Kalterer Tor. Letzterer hielt 37 von 38 Schüssen. Die Serie ist somit vor dem dritten Aufeinandertreffen am Donnerstag in Neumarkt wieder völlig offen.

Meran verliert im Penaltyschießen
Das selbe gilt für das Halbfinalduell zwischen Meran und Varese, in dem die Karten ebenfalls neu gemischt wurden. Der Traditionsklub aus der Lombardei jubelte am Dienstag nach einer langen Penalty-Lotterie.


Daniel Gellon (r.) leitete die Meraner Aufholjagd ein. © Mastini Varese/Tatiana Munerato


Im Ausweichstadion in Como drückte Varese nach dem bitteren 3:6 zum Auftakt mächtig aufs Gaspedal und lag nach nur 27 Spielminuten bereits mit 3:0 in Führung. Der souveräne Grunddurchgang-Sieger aus der Kurstadt zeigte sich aber unbeeindruckt und schlug in der zweiten Hälfte des Spiels vehement zurück. Daniel Gellon, Stefan Kobler und ein spätes Tor von Victor Ahlström sorgten dafür, dass beide Teams in die Verlängerung mussten. Die fünf Minuten Zusatzzeit sowie die ersten 14 Penaltys blieben allesamt ohne Tore – bis Francesco De Biasio mit seinem Versuch schließlich ins Schwarze traf. Somit wird auch diese Halbfinalserie über mindestens vier Partien gespielt.

IHL-Halbfinale, Spiel 2:
SV Kaltern rothoblaas – Unterland Cavaliers 2:1

Tore: 0:1 Gabriel Zerbetto (29.55), 1:1 Marko Virtala (37.23), 2:1 Teemu Virtala (39.55)

Stand in der Best-of-5-Serie: 1:1


Mastini Varese – HC Meran Pircher4:3 n.P.

Tore: 1:0 Edoardo Raimondi (9.51), 2:0 Francesco De Biasio (22.35), 3:0 Marcello Borghi (26.18), 3:1 Daniel Gellon (31.16), 3:2 Stefan Kobler (36.16), 3:3 Victor Ahlström (58.31), 4:3 Franesco De Biasio (entscheidender Penalty)

Stand in der Best-of-5-Serie: 1:1

Autor: fop

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