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Die Unterland Cavaliers verteidigten den Italienpokal. © Foto Max Pattis

Zuerst Thriller, dann Party: Cavaliers holen den Italienpokal

Was ist das für eine Erfolgsgeschichte? Die Unterland Cavaliers gibt es gerade einmal seit zweieinhalb Jahren, doch am Sonntagabend konnte der Eishockey-Klub aus dem Süden Südtirols bereits seine zweiten Titelgewinn bejubeln. Zuvor boten sie ihren Fans aber einen wahren Nervenkrimi.

Aus der WürthArena in Neumarkt

Von:
Alexander Foppa

Die Unterland Cavaliers haben Hockey Pergine im Endspiel um den Italienpokal mit 4:3 nach Verlängerung bezwungen und damit den Titel aus dem Vorjahr verteidigt. Die Fans in der ausverkauften WürthArena in Neumarkt (350 zahlende Zuschauer waren zugelassen) bekamen dabei einen denkwürdigen Finalabend geboten, der einen 79 Minuten dauernden Eishockey-Thriller parat hielt.


Im Duell der beiden IHL-Rivalen erwischten die Cavs einen wahren Traumstart: In der 3. Minute hämmerte Alex Sullmann die Scheibe von der blauen Linie in die Maschen, nur 13 Sekunden später erhöhte Tobia Pisetta nach einem katastrophalen Abwehrschnitzer der Gäste. Doch damit nicht genug, denn in der 7. Minute stellte Vojtech Dobias per Rückhand auf 3:0. Von dem 21-jährigen Tschechen, der erst sein zweites Spiel im Unterlandler Dress bestritt, sollte später nochmal die Rede sein.

Pergine holt 3-Tore-Rückstand auf
Zunächst aber zeigte Pergine eine enorme Moral und machte aus dem 0:3 ein 3:3. Besonders im Mittelabschnitt war der Regionalnachbar aus dem Trentino klar überlegen. Jozef Foltin, Davide Conci und der starke Italo-Kanadier Connor Sanvido in doppelter Überzahl erzwangen die Overtime, wobei Florian Wieser 5 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit mit einem Lattenknaller beinahe noch für den vorzeitigen Heimsieg gesorgt hätte.

So war es neuerlich der oben erwähnte Dobias, der die Cavaliers in den siebten Eishockey-Himmel schoss und zugleich für ausgelassenen Jubel auf den Rängen sorgte. Der Cavs-Stürmer schoss in der 79. Minute aus dem Slot ins Kreuzeck.

Für die Unterland Cavaliers, die 2019 aus dem HC Neumarkt und dem ASC Auer hervorgegangen sind, ist dies bereits der zweite Italienpokal-Triumph. In der IHL stehen die Unterlandler unmittelbar vor Pergine an Position 3, dort geht es für die Cavs bereits am Donnerstag mit dem Master-Round-Spiel gegen Kaltern weiter.

Hockey Unterland Cavaliers Bacio della Luna - Hockey Pergine Sapiens 4:3 n.V.
Unterland: Giovanelli (Moritz Steiner); Goldner-Moretti, De Nardin-Sullmann, Tobias Steiner-Santer, Obexer-Pichler; Graf-Wieser-Kokoska, Dobias-Kaufmann-Girardi, Selva-Egger-Pallabazzer, Ruben Zerbetto-Gabriel Zerbetto-Pisetta
Coach: Hallfors

Pergine: Rigoni (Giovannini); Chizzola-Gabri, Ambrosi-Rigoni, Stablum-Reffo; Conci-Sanvido-Mocellin, Meneghini-Andreotti-Foltin, Viliotti-Valorz-Piva, Bitetto
Coach: Ambrosi

Tore: 1:0 Alex Sullmann (2.23), 2:0 Tobia Pisetta (2.36), 3:0 Vojtech Dobias (6.37), 3:1 Jozef Foltin (12.17), 3:2 Davide Conci (38.09), 3:3 Connor Roy Sanvido (40.37), 4:3 Vojtech Dobias (78.27)

Zuschauer: 350

Alle Italienpokal-Sieger im Überblick:
1973/74: SG Cortina
1974/75: SG Cortina
1991/92: Asiago Hockey
1997/98: HC Courmaosta
2000/01: Asiago Hockey
2001/02: Asiago Hockey
2002/03: HCJ Milano Vipers
2003/04: HC Bozen
2004/05: HCJ Milano Vipers
2005/06: HCJ Milano Vipers
2006/07: HC Bozen
2007/08: SG Pontebba
2008/09: HC Bozen
2009/10: Ritten Sport
2010/11: HC Pustertal
2011/12: SG Cortina
2012/13: HC Valpellice
2013/14: Ritten Sport
2014/15: Rittner Buam
2015/16: HC Valpellice
2016/17: Hockey Milano Rossoblu
2017/18: Hockey Milano Rossoblu
2018/19: SV Kaltern
2019/20: HC Meran
2020/21: Unterland Cavaliers
2021/22: Unterland Cavaliers

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