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Peter Spornberger, Julius Ramoser und Alex Trivellato gehen unterschiedliche Wege.

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Peter Spornberger, Julius Ramoser und Alex Trivellato gehen unterschiedliche Wege.

Vaterglück, Karriere, Wandel: Drei Südtiroler in Deutschland

Sie gehören zu den spannendsten Exporten des Südtiroler Eishockeys: Peter Spornberger, Julius Ramoser und Alex Trivellato. Im Winter spielten sie noch alle in Deutschlands Topliga – jetzt stehen sie vor ganz unterschiedlichen Wendepunkten.

Alexander Foppa

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Alexander Foppa


In Italiens erweitertem WM-Aufgebot stehen drei Spieler, die ihr Geld in der höchsten deutschen Liga, der DEL, verdienen. Alle drei kommen aus dem Großraum Bozen. Bevor sie zur Testspielreise nach Großbritannien aufgebrochen sind, hat sich SportNews mit Peter Spornberger, Julius Ramoser und Alex Trivellato getroffen und über ihre Zukunftsszenarien gesprochen.


Peter Spornberger: Ein Neustart beim Kultverein

Ein Aufstieg vom Titelaspiranten zum Tabellennachzügler? Was wie ein Downgrade aussieht, ist für Peter Spornberger ein Sprung nach oben auf der Karriereleiter. Vor zwei Wochen wurde sein Wechsel von Ingolstadt nach Iserlohn bekanntgegeben. „Ich freue mich riesig“, sagt der 27-Jährige aus Oberinn am Ritten. Seine Freude ist durchaus begründet: Bei Playoff-Dauergast Ingolstadt war er Ergänzungsspieler, beim Kellerkind Iserlohn winkt ihm ein Fixplatz in den ersten drei Defensivblöcken.

Peter Spornberger ist bereit für ein neues Abenteuer.

Peter Spornberger ist bereit für ein neues Abenteuer.


Doch völlig unabhängig von seinen Einsatzchancen erwartet sich Spornberger von seinem zehnten Jahr in Deutschland ganz viel. „Iserlohn ist ein Kultklub. Lange Stehränge hinter den Bänken, tiefes Hallendach, kein Schnickschnack, viel Lärm und ehrliches Eishockey. Ich kannte es bislang nur als Gegner, jetzt wird es meine Heimstätte“, so der Verteidiger. Angebote von Pustertal oder seinem Ex-Klub Bozen hätten ihm nicht vorgelegen, Iserlohn sei schon sehr früh an ihn herangetreten, so Spornberger. Er ist bereit für sein neues Abenteuer im Sauerland, in Nordrhein-Westfalen.


Julius Ramoser: Der nächste Schritt beim Stammverein

Wie Spornberger ist auch Julius Ramoser seit einem Jahrzehnt in Deutschland beschäftigt – dabei ist der Oberbozner gerademal 24 Jahre alt. Über Mannheim, Heilbronn und einen Kurzabstecher in Salzburg zog es ihn vor zwei Jahren nach Wolfsburg. Dort wird er auch bleiben, dort soll der nächste Karriereschritt folgen. „Mein Vertrag wurde bis Sommer 2027 verlängert“, sagt er mit einem Lächeln im Gesicht.

Julius Ramoser erzielte im Jänner sein erstes DEL-Tor.

Julius Ramoser erzielte im Jänner sein erstes DEL-Tor.


Ramoser wurde die vergangenen Jahre immer wieder von Verletzungen ausgebremst, hat deshalb jüngst erst seine erste volle DEL-Saison abgeschlossen. Zwar saß er zwischenzeitlich viel auf der Bank, „doch in der zweiten Saisonhälfte habe ich meine Chancen bekommen – und sie offenbar genutzt“, so der Jungspund, der sowohl auf der Center-Position als auch in der Abwehr eingesetzt wurde. Diese Variabilität könnte ihm kommende Saison zugutekommen. „Jetzt will ich mir einen fixen Platz im Lineup erarbeiten“, so Ramoser selbstbewusst.


Alex Trivellato: Die Suche nach dem richtigen Verein

Spornberger und Ramoser können für die kommende Saison bereits fest planen. Ganz anders die Situation bei Alex Trivellato: Er hat noch gar keinen Klub. Dabei ist der 33 Jahre alte Abwehrmann aus St. Jakob/Leifers mit seinen 553 DEL-Spielen nicht nur der erfahrenste im Bunde der drei Südtiroler, sondern auch einer der Routiniers bei seinem langjährigen Arbeitgeber Schwenningen.

Alex Trivellato und seine Clara erwarten Nachwuchs.

Alex Trivellato und seine Clara erwarten Nachwuchs.


Doch die Wild Wings befinden sich gerade im Umbruch, deshalb wurde sein Vertrag (noch) nicht verlängert – und so sieht sich Trivellato eben nach Alternativen um. Was dem aktuellen Nationalteamkapitän in die Karten spielt: Er hat eine bärenstarke Saison gespielt. Gerüchten zufolge soll es bereits mehrere Interessenten aus der DEL geben. Auch der HC Bozen hat angeklopft. Eine Rückkehr ist nicht ausgeschlossen, auch wenn sich Trivellato bedeckt hält: „Ich werde wohl erst nach der WM entscheiden, in Absprache mit meiner Frau.“

Die Familie steht bei „Trive“ gerade an erster Stelle – und das aus gutem Grund: Er und seine Ehepartnerin (sie stammt aus Berlin) werden im August erstmals Eltern. „Wir freuen uns mega, das wird eine spannende Zeit“, so Trivellato, der als Einziger aus dem Südtiroler DEL-Trio im Februar bei den Olympischen Spielen in Mailand dabei war. „Olympia war zum Genießen, jetzt geht's zur WM. Die wird purer Ernst. Wir wollen den Klassenerhalt!“ Wohin die Reise danach geht, wird sich zeigen.

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