S+
Gegen die Ukraine gab es für Italien nichts zu holen. © Hokej Polski

h Nationalteams

Gegen die Ukraine gab es für Italien nichts zu holen. © Hokej Polski

Hoffnung trotz Dämpfer: „Anfang eines neuen Zyklus“

Im letzten Spiel des European Cup of Nations im polnischen Sosnowiec gab es für Italiens Eishockey-Nationalmannschaft nichts zu holen. Luca Zanatta und fand für die Zukunft der neu formierten Mannschaft jedoch positive Worte.

Die Hoffnung auf einen versöhnlichen Abschluss war da, die Führung ebenfalls – doch am Ende standen die Azzurri mit leeren Händen da. Gegen die Ukraine hatte sich Italien nach einem schwierigen Start zurückgekämpft und die Partie zwischenzeitlich gedreht, ehe der Gegner im Schlussdrittel zurückschlug. Das 2:3 zum Abschluss des European Cup of Nations hinterließ Enttäuschung, aber auch die Erkenntnis, dass in der neu formierten Mannschaft einiges an Potenzial steckt.


„Die Ukrainer sind mit 100 km/h aus dem Starttor geschossen“, beschrieb Luca Zanatta, Abwehrmann des HC Pustertal, den furiosen Beginn am Samstag. „Vielleicht waren wir darauf nicht ganz vorbereitet. In dieser Hinsicht haben sie uns etwas überrascht.“ Tatsächlich geriet Italien im ersten Drittel unter Druck, nach 20 Minuten lagen die Azzurri mit 0:1 zurück. Im Mittelabschnitt wendete sich jedoch das Blatt.

„Wir haben im zweiten Drittel eine hervorragende Reaktion gezeigt und wirklich bewiesen, dass wir gefährlich sein können.“ Luca Zanatta

Zunächst glich Zanatta aus (22.), anschließend brachte Alex Luisetti die Azzurri mit seinem ersten Länderspieltreffer in Führung (35.). „Wir haben im zweiten Drittel eine hervorragende Reaktion gezeigt und wirklich bewiesen, dass wir gefährlich sein können“, lobte Zanatta die Leistung seiner Mannschaft.

Zanatta blickt optimistisch in die Zukunft

Den Vorsprung konnte Italien allerdings nicht über die Zeit bringen. Oleksandr Peresunko drehte die Begegnung mit einem Doppelpack im Schlussdrittel zugunsten der Ukraine. „Im Eishockey entscheiden oft Kleinigkeiten“, haderte Zanatta. „Die Ukrainer mussten einem Rückstand hinterherlaufen und hatten vielleicht etwas mehr Biss als wir, vor allem in den entscheidenden Situationen vor dem Tor.“ So musste sich das Blue Team nach dem Auftaktsieg gegen Großbritannien und der Niederlage gegen Polen auch im letzten Turnierspiel geschlagen geben.

Italien hat gegen die Ukraine verloren. © Hokej Polski

Italien hat gegen die Ukraine verloren. © Hokej Polski


Dennoch zog der 35-jährige Zanatta ein positives Fazit der ersten Länderspielwoche unter dem neuen Nationaltrainer Pat Cortina. Gleich sieben Spieler waren erstmals nominiert worden. „Wir stehen am Anfang eines neuen Zyklus. Wir haben viele neue und junge Gesichter gesehen“, erklärte er. Besonders die Begeisterung und Entschlossenheit der Nachwuchskräfte hätten ihn beeindruckt. „Die Zukunft liegt jetzt gewissermaßen in ihren Händen. Wir alten Hasen halten natürlich so lange wie möglich durch, aber früher oder später werden sie übernehmen müssen.“

Die nächste Gelegenheit, weitere Fortschritte zu erzielen, bietet sich im Februar. Dann trifft Italien bei einem weiteren Turnier des European Cup of Nations in Slowenien auf die Gastgeber, Frankreich und erneut die Ukraine. Zanatta mahnte allerdings zur Geduld: „Wir arbeiten in die richtige Richtung. Das war ein wirklich guter Anfang. Aber wir müssen Schritt für Schritt vorgehen.“ Gerade die jungen Spieler müssten noch Erfahrungen sammeln. „Da passieren natürlich Fehler. Aber aus diesen Fehlern lernt man. Letztlich ist es der einzige Weg, um besser zu werden.“

Kommentare (0)

Bestätigen Sie den Aktivierungslink in unserer E-Mail, um Ihr Konto zu verifizieren und Kommentare zu schreiben. Aktivierungslink erneut senden
Vervollständigen sie Ihre Profil-Angaben, um Kommentare zu schreiben.
Profil bearbeiten

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.

© 2026 First Avenue GmbH