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Matilde Fantin (vorne) ließ sich feiern. © APA/afp / JULIEN DE ROSA

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Matilde Fantin (vorne) ließ sich feiern. © APA/afp / JULIEN DE ROSA

Italiens historischer Sieg: „Kann es kaum begreifen“

Noch bevor die Olympischen Spiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo am Freitag feierlich eröffnet werden, gab es den ersten Höhepunkt: Italiens Eishockey-Damen feierten gegen Frankreich einen geschichtsträchtigen Sieg, der Lust auf mehr macht.

Die Santa-Giulia-Arena in Mailand war in den letzten Monaten das große Sorgenkind der Veranstalter in Mailand. Wird sie rechtzeitig fertig oder nicht, fragten sich viele. Die Antwort lieferte der Donnerstagnachmittag, an dem das mit 9.300 Fans gefüllte Stadion den perfekten Rahmen für ein wahres Eishockey-Fest bot. Zu den Protagonistinnen avancierten bärenstarke Azzurre, die Frankreich hoch verdient mit 4:1 in die Schranken wiesen. Es war der erste italienische Sieg bei den Eishockey-Damen in der Geschichte der Olympischen Spiele.


Vor dem Spiel rechneten sich Anna Caumo & Co. gegen den vermeintlich schwächsten Gruppengegner durchaus Chancen aus. Dass die Partie aber eine solch eindeutige Sache wird, konnte keiner erwarten. Die Mannschaft von Eric Bouchard dominierte nach Strich und Faden, gab dreimal so viele Schüsse ab (46:15) und hätte das Schlussergebnis deutlich höher gestalten können. Was zählte, waren letztlich aber die drei Punkte.

Das Stadion bebt

„Dieser Sieg ist mit vielen Emotionen verbunden, aber wir haben immer geglaubt, dass wir so ins Turnier starten können“, sagte nach dem Spiel die Kapitänin Nadia Mattivi, die beim 1:1-Ausgleich durch Kayla Tutino als Vorlagengeberin glänzte. „Es ist der Lohn der harten Arbeit. Vor diesem Publikum zu gewinnen, ist fantastisch. Als ob ein siebter Spieler mit uns auf dem Eis wäre. Schon beim Warm-up hat es uns nach vorne getrieben.“ Mattivi behält die Füße jedoch auf dem Boden, denn „es folgen weitere harte Spiele. Jetzt drücken wir den Reset-Knopf und bleiben konzentriert“, so die 25-Jährige.

Nadia Mattivi und Italien feierten einen umjubelten Sieg. © APA/afp / JULIEN DE ROSA

Nadia Mattivi und Italien feierten einen umjubelten Sieg. © APA/afp / JULIEN DE ROSA


Eine der auffälligsten Akteurinnen der Azzurre war die erst 19-jährige Matilde Fantin, die fast 26 (!) Minuten auf dem Eis stand. „Wir haben gut auf den Rückstand reagiert, sind ruhig geblieben und haben unser Spiel weiter durchgezogen, weil wir auch für diese Situation vorbereitet waren – es gab einen klaren Gameplan.“ Der Moment ihres sehenswerten Tores zum 3:1 sei unglaublich gewesen. „Ich kann bis jetzt kaum begreifen, was da genau passiert ist, auch wegen der überragenden Stimmung in der Halle. Ich habe mit vielen Fans gerechnet, aber so eine Kulisse hätte ich mir nicht einmal in meinen kühnsten Träumen vorgestellt. Auf diesen Moment haben wir sehr lange hingearbeitet.“

Italien hat nur einen Tag Pause, ehe am Samstag die nächste Partie auf dem Programm steht. Dann treffen die Azzurre auf Schweden, das zum Auftakt Deutschland mit 4:1 schlug. Das Spiel in der Santa-Giulia-Arena beginnt erneut um 14.40 Uhr.

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