
Jukka Jalonen hat seine Arbeit mit dem Blue Team beendet. © ANSA / SALVATORE DI NOLFI
Jalonens Abschied: „Es braucht ein höheres Niveau“
Der Abschied ist besiegelt. Jukka Jalonen verlässt Italiens Eishockey-Nationalmannschaft nach zwei Jahren und geht zurück nach Finnland. Zum Abschied meldet sich Jalonen nach dem WM-Abstieg noch einmal zu Wort.
28. Mai 2026
Von: cst
„Die entscheidende Niederlage gegen Slowenien hatte vor allem zwei Faktoren: mentale und praktische. Unser schlechtes Powerplay hat uns im Kopf viel Kraft gekostet, dazu kamen die Offensivprobleme. Diese haben uns aber das gesamte Turnier über begleitet“, beschreibt Jukka Jalonen den finalen K.o. gegen die Slowenen. Italien stieg am Ende der WM aus der Topgruppe ab.
In der Folge wurde der Vertrag mit dem Finnen nicht verlängert – auch weil Jalonen in der finnischen Liiga ein gutes Angebot vorliegen hatte. Aus sportlicher Sicht lobte FISG-Sportdirektor Stefan Zisser die Arbeit von Jalonen. Dieser betont, dass der neue Trainer der Azzurri eine gute Basis vorfinden werde: „Es gibt einen starken Trainerstab, es muss also nicht von null begonnen werden. Es wird für den Neuen wichtig sein, dass er viel herumreist und Spieler beobachtet. Ich habe fast 50 Akteure eingesetzt, ich wollte vielen Jungs eine Chance geben. Es gibt einige Talente, sie müssen nur entdeckt werden.“
Jalonens Rat an junge Talente
Den italienischen Toptalenten rät Jalonen dazu, den Weg in das Ausland zu suchen. „Im modernen Hockey geht alles ganz schnell. Es kann eine gute Lösung sein, mit 16 Jahren in das Ausland zu wechseln. Die Qualität in den Ligen in der Schweiz, Schweden, Finnland, Kanada oder den USA ist einfach höher als in Italien. Die Jungen können schneller wachsen und sind bereit, wenn sie eine Chance im Erwachsenen-Eishockey bekommen.“„Das Niveau für junge Spieler im Ausland ist einfach höher als hier.“ Jukka Jalonen empfiehlt Talenten neue Wege zu gehen
Leise Kritik an Italiens Strukturen ließ Jalonen auch durchklingen: „Es gibt im Grunde nur zwei Profivereine: Bozen und Pustertal. Es ist nicht einfach, dort einen Platz zu bekommen. Im hiesigen Hockey fehlt es nicht an Talenten und auch nicht an der Einstellung. Was es braucht, ist ein höheres Niveau in der täglichen Arbeit.“
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