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Italien bezog am Ende gegen die USA eine ganz klare Niederlage © Masi-GMT CIP

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Italien bezog am Ende gegen die USA eine ganz klare Niederlage © Masi-GMT CIP

Vor 9.000 Fans: Depaoli lässt Italien ganz kurz träumen

Auftaktniederlage für Italiens Para-Eishockey-Nationalteam bei den Winter-Paralympics in Mailand: Die Azzurri unterlagen der USA zweistellig – allerdings gab es gleich zu Beginn einen historischen Moment mit Südtiroler Beteiligung.

Gegen den Titelverteidiger und haushohen Favoriten musste sich die Auswahl von Trainer Mirko Bianchi klar mit 1:14 geschlagen geben. Dennoch sorgte das Blue Team mit seinen sechs Südtirolern im Kader für einen denkwürdigen Augenblick.


Bereits nach 25 Sekunden brachte der Kalterer Christoph Depaoli (hier haben wir ihn porträtiert) Italien mit einem schnellen Gegenstoß in Führung. Er ließ die Milano Santagiulia Ice Hockey Arena förmlich beben. Für die US-Amerikaner, die bei diesen Spielen ihre fünfte Goldmedaille in Serie anpeilen, war der frühe Rückstand allerdings nur ein kurzer Weckruf: Noch im ersten Drittel drehten sie die Partie und gingen mit einem beruhigenden 9:1 in die erste Pause. In den folgenden beiden Abschnitten war es eine einseitige Angelegenheit.


Neuer Paralympischer Zuschauer-Rekord

Neben dem frühen Treffer der Azzurri gab es noch einen weiteren besonderen Moment: 8.992 Zuschauer sorgten für einen neuen Publikumsrekord im Para Ice Hockey. Damit wurde der bisherige Bestwert von 8.462 Fans aus dem Goldfinale von Salt Lake City 2002 übertroffen.

„Wir wussten, dass es schwierig werden würde. Wir nehmen aber den ersten Treffer von Depaoli und die starken ersten 15 Minuten mit“, erklärte Nationaltrainer Mirko Bianchi nach dem Spiel. „Das Publikum war großartig und hat uns enorm unterstützt. Danach hat sich jedoch der Klassenunterschied gezeigt. Für uns ist es wichtig, im Spielsystem über die gesamte Zeit konzentriert zu bleiben.“

Nach dem Auftaktspiel wartet nun bereits eine richtungsweisende Partie auf Italien: Am Montag um 10.05 Uhr treffen Rosa und Co. auf China. Die Asiaten gewannen ihr erstes Spiel gegen Deutschland deutlich mit 12:0 – entsprechend wichtig sind die Punkte im Kampf um Platz zwei in der Gruppe und den Einzug ins Halbfinale.


USA – Italien 14:1

USA: Lee (Lamarre); Wallace – Cunningham; Dodson – Eustace – McKee; Grove – Pauls; Beasley – Bolton – Farmer; Roybal – Nichols – Jones.
Trainer: David Hoff.

Italien: Kasslatter (ab 18:57 Stillitano); Enderle – Landeros; Rosa – Larch – Depaoli; Macrì – Antiochi; Kalegaris – Kafmann – Andreoni; Remotti Marnini – Radice – Torella.
Trainer: Mirko Bianchi.

Tore: 0:1 Depaoli (0.25), 1:1 Eustace (4.46), 2:1 Bolton (9.00), 3:1 Farmer (11.18), 4:1 Bolton (16.39), 5:1 McKee (17.54), 6:1 Farmer (18.29), 7:1 Beasley (18.57), 8:1 Grove (20.18), 9:1 Farmer (22.25), 10:1 Farmer (23.16), 11:1 Jones (33.40), 12:1 Nichols (34.12), 13:1 Wallace (35.44), 14:1 Eustace (42.46)

Zuschauer: 8.992

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