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Uli Hoeneß distanziert sich erneut von seinen Aussagen © FIRO SPORTPHOTO/SID

„Bettel-Brief“ von Uli Hoeneß an FCB-Fans

Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß will ausgetretene Bayern-Mitglieder zurückgewinnen. Nach der selbst für viele FCB-Anhänger peinlichen Pressekonferenz sollen zahlreiche Mitglieder aus dem Verein ausgetreten sein.

In einem Brief an ehemalige Mitglieder, die nach der aufsehenerregenden Pressekonferenz von Hoeneß, Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und Sportdirektor Hasan Salihamidzic verärgert aus dem Verein ausgetreten waren, rückte der 66-Jährige zum zweiten Mal binnen weniger Tage von Äußerungen bei dem allgemein als misslungen angesehenen Termin ab.

In seinem Brief an die ausgetretenen Mitglieder warb Hoeneß mit höflicher Zurückhaltung für einen Wiedereintritt in den Kreis der Bayern-Familie. Die Münchner hofften, schrieb Hoeneß, „dass es uns gelingt, Ihnen vor allem durch sportlich überzeugende Leistungen unserer Mannschaft wieder Lust auf unseren Klub zu vermitteln“. Ein entsprechender Sinneswandel bei den verprellten Mitgliedern „wäre eine tolle Sache“.

Veröffentlicht wurde das Schreiben unter anderem bereits von der Bild-Zeitung im Internet. Das Onlineportal des Blatts spricht von einem „Bettel-Brief“.

„Mit ein wenig Distanz betrachtet sind dort auch Formulierungen gefallen, die wir so heute nicht mehr verwenden würden“, zitierte die Bild-Zeitung aus dem abgedruckten Brief mit der Unterschrift des Vereinschefs.

Entschuldigung für „Scheißdreck“-Aussagen

Erst am vergangenen Mittwoch hatte Hoeneß Reue für seine „Scheißdreck“-Angriffe von der damaligen Pressekonferenz gegen den früheren Bayern-Profi Juan Bernat gezeigt. „Es hat mir sehr leidgetan, Juan Bernat beleidigt zu haben, seine Spielweise, das würde ich so nicht mehr machen“, sagte der Weltmeister von 1974 nach Münchens 2:0-Erfolg in der Champions League gegen AEK Athen.

Beim Rundumschlag der Bayern-Spitzen gegen die Medien hatte Hoeneß Bernat vorgeworfen, „fast alleine dafür verantwortlich“ gewesen zu sein, dass die Münchner im Viertelfinale der vergangenen Champions-League-Saison beinahe gegen den FC Sevilla ausgeschieden wären.

Karl-Heinz Rummenigge irritierte während der Pressekonferenz mit einem Appell an die Medien unter Berufung auf das Grundgesetz („Die Würde des Menschen ist unantastbar“). (SportNews hat berichtet)

Autor: sid/am

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