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Thomas Müller rauft sich die Haare © APA/afp / KAI PFAFFENBACH

Bayern vergibt 1. Matchball – Meisterfeier aufgeschoben

Der FC Bayern hat am Samstag die vorzeitige Kür zum deutschen Fußball-Meister verpasst. Eine indirekte Entscheidung könnte bereits am Sonntag fallen.

Die Münchner kassierten gegen den FSV Mainz 05 eine überraschende 1:2-Auswärtsniederlage und können damit theoretisch noch von RB Leipzig eingeholt werden. Sollten die Sachsen aber am Sonntag daheim gegen den VfB Stuttgart verlieren, wären die Bayern fix Meister.


In Mainz nahm das Unheil für die Bayern schon früh seinen Lauf. Jonathan Burkardt brachte den FSV bereits in der 3. Minute in Führung, Goalie Manuel Neuer machte dabei schlechte Figur. Beim 2:0 der Gastgeber durch einen Kopfball von Robin Quaison (37.) war der DFB-Internationale chancenlos. Die Vorlage hatte Philipp Mwene mit einer perfekten Freistoßflanke geliefert.

Davor und danach präsentierten sich die Bayern bemerkenswert harmlos, Robert Lewandowski glückte nur noch das Ehrentor (94.). Damit muss der in der 70. Minute ausgetauschte David Alaba auf seinen 10. deutschen Meistertitel noch etwas warten. Echte Zweifel an der 9. Meisterschaft des FC Bayern in Folge gibt es aber weiterhin nicht, schließlich beträgt der Vorsprung auf Leipzig nach Verlustpunkten gerechnet komfortable 7 Zähler. Die Mainzer sind durch den Überraschungssieg so gut wie gerettet.

Wolfsburg schwächelt
Im Duell um einen Champions-League-Platz setzte es für Oliver Glasners VfL Wolfsburg eine bittere 0:2-Heimpleite gegen Dortmund. Union Berlin gewann daheim gegen Werder Bremen 3:1 und befindet sich damit weiterhin auf Europacup-Kurs. Freiburg und Hoffenheim trennten sich 1:1.

Held des Tages war aus Dortmunder Sicht einmal mehr Erling Haaland. Der Norweger erzielte beide Tore der Gäste, in der 12. Minute nach einem Fehlpass von Ridle Baku und in der 68. Minute nach einem Konter und Sololauf aus der eigenen Hälfte. Den Vorsprung brachten die Dortmunder trotz Unterzahl nach Gelb-Rot für Jude Bellingham (59.) relativ problemlos über die Zeit.

Beim 3:1 von Union Berlin gegen Werder Bremen avancierte Joel Pohjanpalo mit einem lupenreinen Hattrick (50., 53., 67.) zum Matchwinner für die Gastgeber, bei denen Christopher Trimmel in der 91. Minute ins Spiel kam. Während sich die Berliner mit dem Gedanken an einen internationalen Startplatz vertraut machen dürfen, kommt Werder (Marco Friedl bis 64.) aus dem Bereich der Abstiegszone nicht weg.

Das Kräftemessen der Mittelständler SC Freiburg und TSG 1899 Hoffenheim endete nach Toren von Vincenzo Grifo (81.) beziehungsweise Andrej Kramaric (40.) mit einem 1:1. Philipp Lienhart spielte bei den Hausherren ebenso durch wie auf der Gegenseite Florian Grillitsch. Stefan Posch blieb bei Hoffenheim zur Pause in der Kabine, Christoph Baumgartner wurde in der 61. Minute eingewechselt.



Schlagwörter: Fussball

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