
Federico Dimarco hat Stellung bezogen. © ANSA / MICHELE MARAVIGLIA
Arroganz? Dimarco wehrt sich nach Video-Drama
Ein Video nach dem Sieg der italienischen Nationalmannschaft im Playoff-Halbfinale gegen Nordirland hat für Empörung gesorgt. Federico Dimarco hat sich nun gegen die Vorwürfe gewehrt.
28. März 2026
Von: nie
Mit dem 2:0 gegen Nordirland war klar: Italien ist nur noch einen Sieg von der ersten WM-Teilnahme seit 2014 entfernt. Gänzlich ohne Nebengeräusche ging jener Donnerstagabend aber nicht vorüber. So wurden Federico Dimarco, Gugliemo Vicario und Pio Esposito sowie Mitglieder des Betreuerstabs von der Rai dabei gefilmt, wie sie das Elfmeterschießen zwischen Wales und Bosnien-Herzegowina – ihren möglichen Gegnern im Playoff-Finale – am Bildschirm verfolgten.
Der Aufreger: Beim entscheidenden Elfmeter für Bosnien durch Kerim Alajbegovic jubelten die anwesenden Spieler, allen voran Dimarco. Eine Szene, welche den Nationalspielern als Arroganz ausgelegt wurde. Kurioserweise kritisierten bereits Moderatoren und Experten, dass die Szene in der Live-Übertragung überhaupt ausgespielt wurde. Ein entsprechendes Video der Rai auf ihrem Instagram-Account wurde nach zahlreichen negativen Reaktionen in den Kommentaren offline genommen.
Dimarco weist Vorwürfe zurück
Unruhe, auf welche die Squadra Azzurra vor dem entscheidenden Spiel am kommenden Dienstag in Zenica (20.45 Uhr) gerne verzichtet hätte. Dimarco meldete sich am Samstag jedenfalls zu Wort und wies die Vorwürfe entschieden zurück. „Ich hatte immer tiefen Respekt vor jedem Verein und jeder Nationalmannschaft. Unser Jubel war ein reiner Instinkt, wie unter Freunden beim Elfmeterschießen“, so der Inter-Star.„Wie könnten wir arrogant sein, wenn wir seit zwölf Jahren nicht mehr bei einer Weltmeisterschaft dabei waren?“ Federico Dimarco
Kurz darauf habe er sogar Edin Dzeko, Stürmer bei Bosnien und sein Teamkollege in Mailand, angeschrieben. „Ich habe ihm gratuliert, er mir auch, und er meinte: Möge der Beste gewinnen.“ Mehr sei nicht vorgefallen. „Es hat uns eher überrascht, dass wir in einem Kontext gefilmt wurden, in dem auch Familienmitglieder, sogar Kinder, waren – ich halte das für respektlos“, unterstrich Dimarco.
Was den Vorwurf der Arroganz anbelangt, hat der 28-Jährige ebenso eine klare Meinung. „Wie könnten wir arrogant sein, wenn wir seit zwölf Jahren nicht mehr bei einer Weltmeisterschaft dabei waren?“, gab er zu bedenken.
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