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Giovanni van Bronckhorst war führer selbst ein Weltklasse-Spieler, nun steht er als Trainer im Europa-League-Finale. © APA/afp / ANDY BUCHANAN

Ein besonderes Europacup-Finale in Sevilla

Es ist ein Finalspiel, dessen Ausgang den Werdegang beider Clubs auf Jahre hinaus beeinflussen kann.

Eintracht Frankfurt und die Glasgow Rangers räumten bis zur seltenen Titelchance in der Fußball-Europa-League europäische Schwergewichte aus dem Weg. Am Mittwoch (21.00 Uhr) duellieren sie sich in Sevilla um ihren jeweils zweiten internationalen Titel – und einen Königsklassen-Platz.


Europäisches Tafelsilber haben beide Clubs schon länger nicht mehr gewonnen. Frankfurt hat vor 42 Jahren den UEFA-Cup (Finale gegen Borussia Mönchengladbach) geholt. Sogar exakt 50 Jahre ist es her, dass die Rangers im Europacup der Cupsieger triumphierten.

Für beide ist das Finale der vorläufige Höhepunkt einer turbulenten Reise: Frankfurt verhinderte erst 2016 den Bundesliga-Abstieg in der Relegation gegen Nürnberg, die Rangers kickten vor zehn Jahren sogar in der 4. Liga. Mit der Insolvenz 2012 und dem damit verbundenen Zwangsabstieg erlebte der 55-fache schottische Meister seinen größten Tiefpunkt.

Finale der Euphorisierten
„Ich bin sehr stolz auf das, was wir erreicht haben. Es fühlt sich außergewöhnlich gut an“, sagte Trainer Giovanni van Bronckhorst, der im vergangenen Herbst auf Steven Gerrard folgte. Auf dem Spiel steht im 150. Jahr nach der Clubgründung des Rangers FC nicht nur ein Titel, sondern auch das Direktticket in die Champions League.
Aus deutscher Sicht geht es auch um die Beendigung einer Europa-League-Misere. 1997 hat der FC Schalke 04 im Vorgängerbewerb UEFA-Cup als letzter Deutschland-Vertreter im zweitwichtigsten Europacup-Bewerb triumphiert.

Eintracht Frankfurt schaltete unter anderem den FC Barcelona aus. © APA/afp / JOSE JORDAN


Ausgerechnet im „Spiel des Jahrhunderts“ (Clubikone Alexander Meier) fehlt der Eintracht der Mann mit der meisten internationalen Erfahrung im Kader. Martin Hinteregger hat nach einer Oberschenkelverletzung (zugezogen gegen West Ham) die Wunderheilung verpasst.
Das Erfolgsrezept wird auch in Abwesenheit des Kärntner Abwehrchefs nicht umgeschrieben. „Es geht darum, unseren Spirit auf den Platz zu bekommen, mit aller Begeisterung und Leidenschaft. Ich möchte Eintracht-Frankfurt-Fußball sehen, so wie gegen West Ham United und Barcelona“, sagte Glasner. „Wenn uns das gelingt, bin ich zuversichtlich, dass es einen positiven Ausgang geben wird.“
Europa-League-Finale
Eintracht Frankfurt – Glasgow Rangers (Mittwoch, 21 Uhr)

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