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Ryan Gravenberch spielte stark auf. © APA/afp / INA FASSBENDER

DFB-Pokal: Bayerns Jollys betreiben Eigenwerbung

Der Rekordsieger braucht Anlaufzeit, dann wird es ein standesgemäßer Sieg für den FC Bayern. Trotz Rotation von Trainer Julian Nagelsmann gewinnen die Münchner klar beim Drittligisten Viktoria Köln. Zwei zeigen besonders, warum sie im Sommer geholt wurden.

Fünf Tore und zwei Gewinner aus der zweiten Reihe: Angeführt von den jungen Neuzugängen Ryan Gravenberch und Mathys Tel ist Rekordsieger FC Bayern souverän und standesgemäß in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen. Der 20 Jahre alte Niederländer (38.) und der drei Jahre jüngere Franzose (45.+1) brachten die Bayern beim 5:0 beim Drittligisten Viktoria Köln mit ihren Toren vor der Pause nicht nur klar in Führung – sie zeigten mit viel Tempo, Spielfreude und Technik auch die Stärke der neuaufgestellten Bayern-Bank.


Die Viktoria hielt gegen die von Trainer Julian Nagelsmann auf sieben Positionen veränderten Bayern eine halbe Stunde gut mit, musste nach der Pause aber zunächst noch Treffer durch Sadio Mané (53.) und den vier Minuten zuvor eingewechselten Jamal Musiala (67.) hinnehmen. Erfreulich für die Bayern war dann das mehr als 20-minütige Comeback von Nationalspieler Leon Goretzka nach wochenlanger Knieverletzung – in der Schlussphase traf der 27-Jährige auch noch (82.).

Nagelsmann rotiert ordentlich
Die Kölner waren aus dem altehrwürdigen Sportpark Höhenberg in die große Arena des Bundesligisten 1. FC Köln gezogen – finanziell lohnte sich das. Das Stadion war mit 50.000 Zuschauern ausverkauft, zudem überließen die Münchner dem Underdog die Hälfte ihrer Einnahmen, was insgesamt einen sechsstelligen Betrag bedeuten dürfte.

Leon Goretzka (vorne) traf bei seinem Comeback und wird von Serge Gnabry gefeiert. © ANSA / SASCHA STEINBACH


Nachdem Nagelsmann bereits die ersten Startelfeinsätze von Gravenberch, Tel, Noussair Mazraoui und Josip Stanisic angekündigt hatte, stellte der Trainer auch Ersatzkeeper Sven Ulreich ins Tor. „Für heute ist er Pokaltorwart“, sagte Nagelsmann bei Sky. Nationalmannschaftskapitän Manuel Neuer habe damit „kein Problem, auch wenn er sehr ehrgeizig ist und immer spielen will“.
Abseitstor von Viktoria
Die Viktoria verteidigte zunächst tapfer und zog die neutralen Zuschauer immer mehr auf ihre Seite. Erst recht, als der Außenseiter vermeintlich in Führung ging – doch Schütze Simon Handle hatte klar im Abseits gestanden (20.). Auf der Gegenseite wurde Kölns Keeper Ben Voll nun warm geschossen, er parierte mehrfach hervorragend, unter anderem zweimal gegen Joshua Kimmich (29./34.).

Hier trifft Sadio Mane zum zwischenzeitlichen 3:0 für die Bayern. © APA/afp / INA FASSBENDER


Dann wurde er doch noch zweimal überwunden. Dass es die knappste Halbzeit-Führung der Bayern im vierten Auswärtsspiel der Saison war (zuvor 3:0 in Leipzig, 5:0 in Frankfurt und 4:0 in Bochum), war nun ein schwacher Trost. Spätestens nach dem schnellen 0:3 nach der Pause ging es auch für die Viktoria nur noch um Schadensbegrenzung. Und Voll hielt weiter großartig gegen Tel (63.) oder Musiala (64.). Dennoch war die Partie zu diesem Zeitpunkt längst entschieden.
DFB-Pokal, 1. Runde
Viktoria Köln – FC Bayern München 0:5
0:1 Gravenberch (35.), 0:2 Tel (45.+1), 0:3 Mane (53.), 0:4 Musiala (67.), 0:5 Goretzka (82.)

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