
Der FC Bayern ist in die nächste Runde eingezogen. © ANSA / ANNA SZILAGYI
Sechs Tore und keine Gnade: Bayern im Achtelfinale
Der FC Bayern München hat das Achtelfinale des DFB-Pokals erreicht. Seinem Gegner ließ der Rekordpokalsieger nach einem kurzen Aufbäumen keine Chance.
28. Oktober 2026

Von:
Christoph Niederkofler
Zwei Tage nach der Auszeichnung mit dem Ballon d'Or als weltbester Fußballer hat Harry Kane seinen Bayern-Teamkollegen entspannt beim Torfest im DFB-Pokal zuschauen können. Die Torjäger-Dienste des 33 Jahre alten Engländers waren beim 6:1 (2:1) gegen den Zweitligisten 1. FC Magdeburg drei Tage vor dem Bundesliga-Topspiel gegen Borussia Dortmund nicht nötig. Kane durfte sich schonen für den deutschen Klassiker.
Die Offensiv-Asse Michael Olise (10./50. Minute), der Kane bei seinem zweiten Tor zum 3:1 auch als sicherer Elfmeterschütze ersetzte, sowie Ismael Saibari (21.) übernahmen zunächst das Toreschießen bei den Münchnern. Alphonso Davies (70.), Nathaniel Brown (73.) und David Santos Daiber (90.+4) erhöhten noch. Der klare Pokalsieg war nicht die einzig positive Nachricht: Vor Anpfiff verkündete Sportvorstand Max Eberl, dass Trainer Vincent Kompany aus dem Krankenhaus entlassen wurde.
Magdeburg kann die Bayern ein wenig ärgern
Die Magdeburger verdienten sich vor tausenden mitgereisten Anhängern trotzdem ein Lob für ihren Auftritt in der ersten Spielhälfte. Der Tabellenfünfte der 2. Liga versteckte sich nicht. Und er ärgerte den Favoriten ein wenig.Mateusz Zukowski erzielte mit einem abgefälschten Schuss das 1:1 (15.). Und Baris Atik wäre bei einem Pfostenschuss beinahe das 2:2 geglückt (45.+2). Die Bayern-Stars agierten in der Defensive vor Torwart Jonas Urbig, der erneut den angeschlagenen Manuel Neuer ersetzte, bisweilen nachlässig und körperlos. Gravierende Auswirkungen hatte dieses Verhalten jedoch nicht.
FC Bayern dankt seinen Ausnahmespielern
Immer wenn die Münchner das Tempo anzogen und die Konzentration hochfuhren, hatten sie gegen Magdeburg alles im Griff. Und die individuelle Klasse blitzte vor allem bei den Toren auf. Beispielhaft dafür war das 1:0: Youngster Lennart Karl schickte Saibari mit einem wunderbaren Pass in die Tiefe. Der Marokkaner legte quer auf Olise, der den Ball nur noch ins Tor schieben musste. Beim 2:1 war es umgekehrt.Michael Olise (links) wusste wieder einmal zu überzeugen. © ANSA / ANNA SZILAGYI
Olise bediente Saibari, der mit einem Lupfer über den Torwart vollendete. Kein Schussglück hatte Jungstar Karl, der viel versuchte, aber bei einem wuchtigen Abschluss seinen Meister in Magdeburgs Torwart Dominik Reimann fand (59.).
Atik verpasst beim Pfostenschuss das 2:2
Bei der Arbeit gegen den Ball fehlte den Münchnern allerdings bisweilen die nötige Schärfe. Aushilfs-Kapitän Jonathan Tah agierte zu zögerlich beim Gegentor. Und nach dem Pfostenschuss von Atik musste Torwart Urbig energisch gegen den nachsetzenden Bayern-Leihspieler Felipe Chavez klären.Spätestens nach dem lässig verwandelten Elfmeter von Olise zum 3:1, vor dem der eingewechselte Davies gefoult wurde, war die Siegerfrage aber geklärt. Danks konnte munter wechseln – Kane wurde an diesem Abend nicht gebraucht.
DFB-Pokal, 2. Runde – Spiele am Mittwoch
FC Bayern München – 1. FC Magdeburg 6:1 (2:1)Tore: 1:0 Olise (10.), 1:1 Zukowski (15.), 2:1 Saibari (21.), 3:1 Olise (51./Elfmeter), 4:1 Davies (70.), 5:1 Brown (73.), 6:1 Santos (90.+3)
Jeddeloh II – Hertha BSC 0:2 (0:0)
Dynamo Dresden – FC Schalke 04 2:0 (0:0)
SC Paderborn – VfB Stuttgart 0:1 (0:0)
SC Freiburg – VfL Wolfsburg 3:2 (1:2)
Bayer Leverkusen – 1. FC Nürnberg 5:2 (1:2)
Hannover 96 – 1. FC Kaiserslautern 0:2 (0:1)
Holstein Kiel – TSG Hoffenheim 5:4 n.E.
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