
Simone Davi wurde zum FCS-Helden. © FC Südtirol
Goldtor und Ausdauerläufe: Simone Davis kurioser Abend
Erster Serie-B-Spieltag, und dann gleich so ein Märchen: Simone Davi, ein waschechter Südtiroler, hat seinen FC Südtirol am Samstag gegen Virtus Entella in letzter Minute zum Sieg geschossen. Es war ein turbulenter Abend für den Leiferer.
23. August 2026
Aus dem Drususstadion

Von:
Thomas Debelyak
Ja, auch einem Goldtorschützen bleibt die Arbeit nicht erspart. Nachdem Simone Davi an diesem wilden Samstagabend seinen FC Südtirol zum Sieg geschossen hatte, von den Fans gefeiert worden war und mit den Mannschaftskollegen in der Kabine lauthals gejubelt hatte, da musste der Leiferer wieder aufs Feld zurückkehren.
Wie alle Spieler, die nur kurz oder gar nicht zum Einsatz gekommen waren, absolvierte Davi nach Spielende noch einige Konditionsläufe. Im ärmellosen Shirt, aber mit einem breiten Grinsen im Gesicht, rannte der Leiferer in dieser Bozner Sommernacht von einer Grundlinie zur anderen und zurück. Immerhin war Davi erst sieben Minuten vor Schluss eingewechselt worden. Diese sieben Minuten reichten dem 26-jährigen Außenspieler aber, um die Herzen der FCS-Fans zu erobern.
Der Schuss ins Glück
In der letzten Minute der regulären Spielzeit und nach einem Entlastungsangriff seiner Südtiroler, die seit der 44. Minute und der Roten Karte von Giacomo Stabile in Unterzahl agierten, stand Davi goldrichtig. An der Strafraumgrenze legte der starke Silvio Merkaj auf den Leiferer ab: Der erste Versuch (mit seinem schwächeren rechten Fuß) prallte noch an einer Entella-Wade ab, den zweiten Versuch hämmerte Davi schließlich mit viel Schmackes ins lange Eck – und jubelte danach ohne Shirt ausgelassen.Der Siegmoment: Davi trifft zum 1:0.
„Eingewechselt zu werden und ein Tor zu schießen – für einen Fußballer gibt es nichts Schöneres“, sagte Davi anschließend auf der Pressekonferenz. „Ich bin sehr froh über diesen Abend, in erster Linie natürlich, weil wir gewonnen haben. Das zählt am meisten. Und natürlich ist es schön, ein solches persönliches Erfolgserlebnis zu feiern“, so Davi.
Der Leiferer verrät, dass die Marschroute bei seiner Einwechslung eigentlich eine andere war. „Wir spielten ja in Unterzahl, deshalb schickte mich der Trainer aufs Feld, um in erster Linie defensive Aufgaben zu verrichten. Doch wenn sich die Gelegenheit bieten sollte, sagte mir der Trainer, dann soll ich nach vorne gehen.“ Gesagt, getan! Der FC Südtirol ist dank Simone Davi erfolgreich in die Meisterschaft gestartet.
Profil bearbeiten
Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.

Kommentare (0)