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Der neue Hoffnungsträger beim FC Südtirol: Auf Matteo Lovisa lastet großer Druck – aber auch Vorfreude, auf einen neuen, frischen FCS.

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Der neue Hoffnungsträger beim FC Südtirol: Auf Matteo Lovisa lastet großer Druck – aber auch Vorfreude, auf einen neuen, frischen FCS.

Nichts weniger als eine Revolution

Der FC Südtirol steht vor nicht weniger als einer Revolution. Neo-Sportdirektor Matteo Lovisa hat auf seiner ersten Pressekonferenz einen ersten Einblick in das gegeben, was er sich von seiner künftigen Mannschaft erwartet.

Weg vom Rumpelfußball der letzten Jahre, hin zu einer proaktiven Mannschaft. Das ist jener Weg, den der FC Südtirol von seinem neuen Sportchef erwartet. Der 30-jährige Matteo Lovisa steht vor einer Mammutaufgabe. Er muss den FCS rundumerneuern.


Pierpaolo Bisoli und Fabrizio Castori haben den FCS in der Serie-B-Ära bislang geprägt. Beide Trainer verschrieben sich dem 3-5-2 und ließen in etwa das spielen, was Österreichs Trainerikone Alfred Tatar in einem legendären TV-Interview als „Antithese des FC Barcelona“ bezeichnete. Castori betitelte sich sogar selbst als „Feind des Tikitaka“. Nun soll der neue FCS aber genau das spielen, was bisher als K.o.-Kriterium galt. Wie soll das funktionieren?

Umbruch auf dem Transfermarkt

Lovisa wird den Kader bis zum Ende des Transferfenster drastisch umbauen. Nur wenige Spieler im aktuellen Kader haben das Profil, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden. Abwehr und Mittelfeld müssen komplett neu besetzt werden. Es braucht aufbaustarke Innenverteidiger und strategisch veranlagte Sechser. Beides hat der FCS aktuell nicht im Kader. Nicht von ungefähr hat Lovisa vor einem Jahr Südtirols spielstärksten Verteidiger Andrea Giorgini (er könnte jetzt zurückkehren) zu Juve Stabia gelotst.
Hannes Fink (r.) bekommt mehr Verantwortung. Ex-Sportchef Paolo Bravo entschied so gut wie alles selbst. © Alfred Tschager

Hannes Fink (r.) bekommt mehr Verantwortung. Ex-Sportchef Paolo Bravo entschied so gut wie alles selbst. © Alfred Tschager

Dazu kommt, dass Davide Possanzini (4-2-3-1) und Giorgio Gorgone (4-3-3) Trainer sind, die grundsätzlich auf eine Viererkette setzen. Seit der FCS in der Serie B ist, wurde fast durchgehend mit einer Dreierabwehr gespielt.

Trainerfrage hat Priorität

Dem FCS steht ein Paradigmenwechsel bevor. Weg vom Pragmatismus, hin zu einer Mannschaft, die Ballbesitz und Erfolg vereint. Zuletzt hat beides gelitten. Lovisa wird dafür eine neue Mannschaft brauchen. Der Umbruch dürfte massiv werden und einige Spieler betreffen, die in den letzten Monaten und Jahren absolute Leistungsträger waren. Erste Namen schwirren in den italienischen Medien bereits umher. Zuerst wird Lovisa aber die Trainerfrage klären. Das soll in der kommenden Woche passieren. Danach wird der Transfermarkt richtig Fahrt aufnehmen.

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