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Florian Rieder trainiert bereits bei Wattens. © facebook

Zoff zwischen Wacker und Wattens: „Bundesliga kann nicht jeder“

Der mögliche Transfer von Florian Rieder vom Bundesliga-Absteiger Wacker Innsbruck zum -Aufsteiger WSG Wattens sorgt für Wirbel in Fußball-Tirol. Bei Wattens wurde der Spieler bereits als Neuzugang präsentiert, doch laut den Innsbruckern ist er noch bis Juni 2020 an Wacker gebunden.

Beim Erstliga-Aufsteiger wurde Florian Rieder am Montag bereits als Neuzugang präsentiert – ein offizielles Angebot der WSG soll es laut den Wacker-Verantwortlichen aber noch nicht gegeben haben: Die Innsbrucker teilten am Dienstag mit, dass „es seitens des Vereins WSG Swarovski Tirol kein offizielles Transferangebot für den Spieler gab und auch keines gibt“. Der Tiroler Konkurrent sprach indes von mangelnden „Handschlagqualitäten Wackers“.

„Bundesliga kann nicht jeder, Abmachungen einhalten anscheinend auch nicht“, schrieb der Aufsteiger in einer Mitteilung. „Ich muss ganz ehrlich sagen, ich bin entrüstet, enttäuscht und stinksauer. Wir haben am Freitag von den Beratern die Zusage bekommen, dass mit Wacker Innsbruck in Person von Ali Hörtnagl alles geklärt ist. Ich war in die Gespräche nicht involviert, vertraute aber darauf, dass alles ordentlich geregelt wurde“, erklärte WSG-Sportmanager Stefan Köck.

Daraufhin habe man sich mit Rieder geeinigt, am Montagvormittag vor dem Trainingsauftakt den Vertrag zu unterschreiben. „Dass am Montag in der Früh auf einmal Nachforderungen eintrafen, überraschte die Berater und mich doch sehr. Das ist das eine. Dass wir jetzt wie Vollidioten dargestellt werden, stört mich massiv, und das lass' ich mir auch nicht gefallen“, betonte Köck.

Hörtnagl: Rieder hat einen laufenden Wacker-Vertrag
Damit zielte er auf die Stellungnahme von Alfred Hörtnagl, des sportlichen Geschäftsführers von Wacker Innsbruck, ab. „Wir sind vom Vorgehen der WSG Swarovski Tirol und des Spielers enorm überrascht. Fakt ist, dass Florian Rieder einen laufenden Vertrag beim FC Wacker Innsbruck hat und es seitens des Vereins WSG Swarovski Tirol kein offizielles Transferangebot gab und auch keines gibt“, gab der 52-Jährige zu Protokoll.

Zwar sei man von den Beratern Rieders über das Interesse aus Wattens informiert worden. „Der uns unterbreitete Vorschlag, den Transfer über einen Investor abzubilden, ist rechtlich nicht möglich und für uns absolut nicht tragbar. In den vergangenen Jahren haben wir mit jedem Verein ein sauberes Transferverfahren durchführen können. Dass es seitens der WSG eine andere Auslegung der üblichen Vorgehensweise gibt, können wir nur verwundert zur Kenntnis nehmen“, hielt Hörtnagl fest.

Übrigens: Mit Torjäger Zlatko Dedic verließ bereits ein Wacker-Profi den Innsbrucker Traditionsverein in Richtung Wattens.
Wacker-Talent wechselt nach Deutschland
Wacker Innsbruck definitiv verlassen hat auch Mittelfeldspieler Matthäus Taferner. Der 18-Jährige wechselt zum deutschen Zweitligisten Dynamo Dresden. Über die Ablösesumme wurde Stillschweigen vereinbart.

Im September 2017 gab Taferner sein Debüt bei den Profis in der zweiten Liga. In der vergangenen Spielzeit war Taferner einer der Schlüsselspieler der zweiten Mannschaft in der zweiten Liga und kam auf 21 Spiele (zwei Tore, fünf Vorlagen). Gegen Ende der Saison war Taferner Teil der Bundesligamannschaft und spielte siebenmal von Beginn an (ein Tor, eine Vorlage).

Taferner ist seit einigen Jahren Teil der österreichischen U-Nationalteams (von U15 bis U18) und ist aktuell Spieler der U20-Mannschaft.

Autor: apa/dl

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