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Kapitänin Andrea Eder stemmt den Pokal in die Höhe.

Brixen steht Kopf: Die Handballerinnen sind Meister!

Was für eine Stimmung, was für eine Atmosphäre, was für ein heroischer Sieg: Die Brixner Handball-Damen haben sich am Dienstagabend vor heimischer Kulisse zu Italienmeisterinnen gekrönt.

Aus Brixen

Von:
Thomas Debelyak

Brixen ist als Südtirols Handball-Stadt mit den lautesten Fans bekannt. Warum, das wurde am Dienstagabend einmal mehr deutlich. In einer bis zum Bersten gefüllten Halle am Fischzuchtweg – in anderen Worten vor rund 1500 Zuschauern – bestritten die Handball-Damen gegen Serienmeister Salerno das alles entscheidende Finale um den Serie-A-Titel. Und sie gewannen es in unnachahmlicher Manier mit 33:28. Damit ist der erste Meistertitel der Brixnerinnen seit 1985 unter Dach und Fach.


Der 17. Mai 2022 wird allen Beteiligten wohl noch lange in Erinnerung bleiben. Er wird als Tag in die Brixner Geschichte eingehen, an dem die Handball-Damen zum achten Mal einen Meistertitel erringen konnten. Und die Truppe von Trainer-Legende Hubert Nössing hätte sich keine bessere Dramaturgie aussuchen können. Am Fischzuchtweg standen sich am Dienstag nämlich die beiden besten Mannschaften der Meisterschaft gegenüber: Hier die Brixnerinnen, die den Grunddurchgang für sich entschieden hatten. Da Salerno, das das Damen-Handball in jüngster Vergangenheit so dominiert hat wie sonst niemand. Vier Meistertitel in Folge legen davon eindrucksvoll Zeugnis ab.


Das erste Finalspiel der Best-of-3-Serie hatte Salerno zu Hause noch gewonnen, am vergangenen Sonntag konnte Brixen jedoch ausgleichen. Im alles entscheidenden Finale behielten die bärenstarke Sarah Hilber & Co. vor eigenen Fans die Nerven und tüteten den Riesen-Erfolg ein. Dabei begann das Spiel nicht nach dem Geschmack der Eisacktalerinnen, die in den Anfangsminuten sichtlich nervös agierten und rasch einem Rückstand hinterherliefen. Doch zwei Treffer von Star-Spielerin Arassay Duran Morens wirkten wie ein Befreiungsschlag und plötzlich lief es beim SSV wie geschmiert.
Prünster und die Top-Stars überragen
Im Tor wuchs die 38-jährige Ausnahmekönnerin Monika Prünster immer und immer wieder über sich hinaus. In der Abwehr hatte man Salernos Top-Spielerin Ramona Vesna Manojlovic (21 Tore in den ersten beiden Finalspielen) zu jeder Zeit im Griff. Im Angriff brachten Duran Morenes, Zauberfloh Giada Babbo (beide je 9 Tore) sowie Sarah Hilber (7 Treffer) die Salerno-Defensive zum Verzweifeln. Und auf den Rängen sorgten die 1500 Fans bei jedem Brixen-Tor, bei jeder Prünster-Parade für einen ohrenbetäubenden Lärm.

Zur Halbzeit lagen die Nössing-Damen komfortabel mit 16:12 in Führung. Ein Vorsprung, den Brixen dank des großen Willens und der spielerischen Klasse nicht mehr abgeben sollte. Um 20.20 Uhr stand schließlich fest: Die Brixner Damen sind Italiens Handball-Meisterinnen.
Finale um den Scudetto, Spiel 3
SSV Brixen – Salerno 33:28
Brixen: Eder, Durnwalder 1, Schatzer, Abfalterer 1, Hilber 7, Prünster, Di Peitro 1, Nothdurfter, Duran 9, Ucchino 3, Babbo 9, Ghilardi 2, Di Carlant, Vikoler

Salerno: Ferrari, Stellato, Dalla Costa 4, Rossomando, Avagliano, Krnic 6, Romeo 3, Ilic, Stettler 9, Martinez, Manojlovic 4, Napoletano 1, Tanaskovic 1, Lauretti

Schlagwörter: Handball SSV Brixen Damen

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