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Der SSV Loacker Bozen ist Italienmeister 2011/12 Lukas Waldner stemmt den "Pott" hoch Das Bozner Publikum zeigte sich von seiner Schokoladenseite Conversano war ein äußerst fairer Verlierer

Der „ewige Zweite“ steht ganz oben – Bozen ist Handballmeister

Um 20.09 Uhr am Freitagabend stand er fest, der neue Handball-Italienmeister. Und in diesem Jahr kommt der Champion zum vierten Mal nach 1991, 1992 und 2005 aus Südtirol. Diesmal nicht aus Brixen, auch nicht aus Meran, sondern zum ersten Mal aus der Talferstadt. Der SSV Loacker Bozen gewann ein denkwürdiges Finale gegen Conversasno mit 22:21 Toren.

Von Hannes Kröss aus Bozen

Der SSV Loacker Bozen musste im Spiel der Spiele auf Sporcic verzichten, der seinen zweiten Spieltag Sperre absitzen musste. Seinen Platz als Denker und Lenker nahm Michael Widmann ein. Die Weiß-Roten, die anspielen durften, gingen vor 700 Zuschauern durch Gufler in Führung, ehe Conversano durch Treffer von Di Leo und Tarafino zum ersten und einzigen Mal in dieser ersten Halbzeit in Führung gingen.

Nach elf Minuten sorgte Radovcic mit dem 4:2 für eine Zwei-Tore-Führung.
Die Defensive der Talferstädter stand danach sehr sicher. Das lag nicht nur an der engen Deckung, sondern vor allem an Goran Carapina. Elf Bälle hielt der kroatische Schlussmann allein in den ersten 30 Minuten.

Dass Bozen aber nicht wegziehen konnte, das lag in dieser Phase des Spiels am Gegenüber. Denn auch Conversanos Torhüter Konstantinos Tsilimparis hielt was zu halten war. Fünf Mal bissen sich die Bozner Angreifer die Zähne an Conversanos Nummer eins aus. Und auch die beiden Iaconello-Brüder, die das Finale leiteten, taten nach dem 7:4 durch Pasquale Maione das Ihrige, damit der Klub aus Apulien im Spiel blieb.

Praktisch mit der Pausensirene traf Turkovic vom Siebenmeterpunkt zum 11:8 für den SSV Loacker Bozen. Es war der fünfte Treffer des Rückraumspielers, der eine bärenstarke erste Halbzeit machte.


Bozen zieht weg

Im zweiten Spielabschnitt traf Radovcic, angetrieben von rund 650 rot-weiß-gekleideten Schlachtenbummlern, gleich nach Wiederanpfiff zum 12:8. In dieser Phase waren die Conversano-Spieler wohl noch in der Kabine, denn vorne konnten die Angreifer ungehindert die Bälle an Tsilimparis vorbei ins Tor werfen. Als Gufler zum 15:9 für Bozen traf, schien eine Vorentscheidung gefallen. Doch Conversano hisste die „Weiße Flagge“ noch nicht, sondern kämpfte sich ins Spiel zurück und verkürzte durch vier Treffer in Serie auf 15:13.

Genau in dieser Druckphase der Gäste machte Turkovic das wichtige Tor zum 16:13, ehe D’Alessandro auf der Gegenseite wieder auf zwei Tore verkürzte. Nach Radovcics Treffer zum 17:14 lenkte Goran Carapina einen Siebenmeter von Leo Querin mit dem Gesicht ins Seitenaus. Postwendend klingelte es auf der anderen Seite. Und wieder hieß der Torschütze Turkovic, dem an diesem Abend beinahe alles aufging.


Turkovic und Carapina machen den Sack zu

Als Innerebner durch eine mutige Einzelaktion knapp fünf Minuten vor Schluss zum 21:17 traf, schienen die Würfel gefallen zu sein. Doch abermals kamen die Gäste zurück. D’Alessandro, Querin und Pivetta verkürzten auf 21:20. Dann wieder der Auftritt von Turkovic, der knapp drei Minuten vor Schluss mit seinem elften Tor auf 22:20 stellte – die Vorentscheidung. Denn Conversano konnte in den verbleibenden 180 Sekunden nur noch einen Treffer erzielen.

Nach dem Schlusspfiff kannte der Jubel in der Gasteiner-Halle keine Grenzen mehr. Alle Spieler fielen sich in die Arme, es wurde gesungen, gehüpft, getanzt und gelacht. Handballmeister 2011/12 ist der SSV Loacker Bozen.


SSV Loacker Bozen – PlanetWin365 Conversano 22:21 (11:8)

SSV Loacker Bozen:
Maione 2, Waldner, Kusstatscher, Obrist, Carapina, Radovcic 4, Gufler 2, Andergassen, Gaeta 1, Widmann, Pircher, Innerebner 2, Turkovic 11, Steiner.
Trainer: Nikola Milos

PlanetWin365 Conversano: Tsilimparis, Di Leo 1, Sperti, Uelington 2, Fantasia 1, Santilli 1, Pivetta 3, Querin 5, D’Alessandro 3, Tarafino 1, Jurina, Vitto, Malena, Marrochi 4.
Trainer: Riccardo Trillini

Schiedsrichter: Iaconello – Iaconello

Autor: sportnews

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